Ist ein duales Studium stressiger und weniger empfehlenswert als ein normales Studium?

6 Antworten

Duales Studium ist ein Begriff für Studienmodelle mit vielen unterschiedlichen Ausprägungen. So gibt es im Dualen Studum:unterschiedliche Hochschulen

unterschiedliche Partnerunternehmen

unterschiedliche Anforderungslevel

unterschiedliche Einstiegsqualifikationen und Zulassungsvoraussetzungen

unterschiedliche Vergütungsniveaus und - modelle

unterschiedliche Integration der Berufspraxis (von voll nebenher bis voll integriert)

mit und ohne integrierte Berufsausbildung

unterschiedliche Taktung

Berufsausbildung, offizieller Abschluss oder gleich Studienabschluss

mit und ohne Akkreditierung

mit und ohne Master an der gleiche Hochschule

unterschiedliche Vertragsverhältnisse mit dem Unternehmen (teilweise Standardvertrag der Hochschule, teilweise individuell)

mit und ohne Studiengebühren, die ggf. vom Unternehmen bezahlt werden

und und und

Je nachdem was Du für ein Modell wählst - oder zufällig erwischt - kann das Duale Studium also ganz unterschiedlich sein. Da Du bei allen Modellen zusätzlich zur Hochschule noch im Betrieb Leistung bringen musst, ist ein Duales Studium lernintensiver, oft auch stressiger. Ein normaler Student mit Nebenjob der in der Regelstudienzeit fertig wird und gleich viel verdienen und lernen will, wird es aber eher noch stressiger haben.

Den Ausschlag sollte also nicht die Stressbetrachtung geben, sondern ob Du Lust hast auf Unternehmen, frühen Berufseinstieg, Power-Studium.

Viel Erfolg!

früher hiess studium, dass man selbstständig und unabhängig arbeitete, langsam seine scheine nacheinander erledigte und viel zeit hatte, auch mal rechts und links vom eigentlichen ziel vorbeizuschauen und ein breit aufgestelltes wissen zu erlangen.

heute ist das studium zu einer hardcore berufsschule zusammengepresst, mit klarer ausrichtung und weitgehend vorbestimmten weg. abweichungen davon werden schnell mit bafögverlust "geahndet", nebenjobs und probleme sind häufig die folge.

bei einem dualen studium, ist man ein angestellter einer firma, die einem gehalt zahlt, während man studiert. als arbeitnehmer hat man neben dem studium weitere pflichten (während andere semesterferien haben), da aber die freiheit im studium eh sehr eingeschränkt ist, ist der schritt nicht so gross.

dazu kommt, dass man im späteren beruf, oder zumindestens in einer vorstufe davon tätig ist (und nicht bei netto an der kasse sitzt, um sich das studium zu finanzieren).
so bekommt man auch bei der arbeit einen guten einblick in die praxis und, vielleicht das wichtigste, man hat eine gewisse finanzielle sicherheit, was einen hohen reiz hat - und stress abbauen kann ;-)

Dir muss klar sein, dass das Hardcore ist und mit Studium im herkömmlichen Sinne (sich intensiv mit einem Thema befassen) nicht viel zu tun hat. Da geht's halt um Scheine abhaken.

Positiv: schnell fertig, Praxisbezug, idr finanziert, sowohl Uni wie Gehalt.

Musst du für dich abwägen, ob dir das Studium an sich oder der Schein am Ende wichtiger ist.

Musst du für dich abwägen, ob dir das Studium an sich oder der Schein am Ende wichtiger ist.

In der Theorie hat man nach dem Studium einen wichtigen Platz im Unternehmen und wird übernommen, weil man zum Einstiegsgehalt arbeitet aber das Unternehmen schon kennt.

nicht viel zu tun hat. Da geht's halt um Scheine abhaken

Naja, der Stoff geht halt nicht ganz so in die Tiefe wie an der Uni. Das kann sowohl positiv als auch negativ sein.

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