Ist ein Doppelkupplungsgetriebe und ein Automatikgetriebe dasselbe?

6 Antworten

Nein, es ist nicht dasselbe. Ein Doppelkupplungsgetriebe ist komplizierter aber kommt dafür ohne Drehmomentwandler aus. Im Prinzip ist das ein automatisiertes Schaltgetriebe.

Ich denke eher, daß eine moderner 7- oder 8-Gang Wandlerautomat komplizierter ist als ein Doppelkupplungsgetriebe. Das erkennt man auch am Preis der Systeme und nicht umsonst sind die hochwertigen Wandlerautomaten nicht in der Kleinwagen- und Mittelklasse vertreten.

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@gonzo338

Hmm, war vielleicht etwas ungenau erklärt. Ich meinte damit, dass das DSG von der Ansteuerung her komplizierter ist, also dass die Elektronik es beim DSG erstmal schaffen muss, beim anfahren nicht den Motor abzuwürgen und richtig vorauszusehen, welche Gänge benötigt werden. Es muss relativ sanft eingekuppelt werden etc.

Beim Wandlerautomatik muss die Elektronik einfach nur die verschiedenen Planetenräder anhalten. Dafür ist die Mechanik aber komplizierter.

Was den Preis angeht, war mein letzter Stand, dass die DSGs teurer sind. Kann aber auch daran liegen, dass ich mir das schon ne Weile nicht mehr angeguckt hab und es nur wegen der Entwicklungskosten teuer war.

Dass es Achtgang Wandlerautomaten gibt, wusste ich bisher ehrlichgesagt noch nicht. Die dürften aber alleine schon wegen der Größe nicht in einen Kleinwagen reinpassen.

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Nein ist es nicht, beim Doppelkupplungsgetriebe hast du halt wie das Wort schon sagt zwei Kupplungen. Dadurch hast du keinen Beschleunigungsverlust mehr (Zur Erinnerung: Schaltet man normall fällt immer die Drehzahl ab wenn man die Kupplung betätigt). Bei einer normalen Automatik wird dir zwar das Schalten abgenommen aber du hast den Beschleunigungsverlust. Ein Doppelkupplungsgetrieb ist aber immer Automatik sonst hätte man ja 4 Pedale.

p.s. Ich fahre selber den Golf 7 mit dem Getriebe und das ist wirklich ne geile Sache

Hallo odense5220

Automatikgetriebe ist eine Überbegriff. Es gibt verschiedene Arten von Automatikgetriebe, das Doppelkupplungsgetriebe ist eines davon. Das Doppelkupplungsgetriebe kommt ohne Drehmomentwandler aus und man hat dadurch keinen Leistungsverlust. Beim Schalten von einen Gang in den nächsten hat man auch keine Zugkraftunterbrechung.

Hier ist das schön beschrieben:

http://de.wikipedia.org/wiki/Doppelkupplungsgetriebe

Gruß HobbyTfz

Das klassische Automatikgetriebe basiert auf einem Drehmomentwandler und in der einfachsten Form einem nachgelagerten Planetengetriebe dessen Zahsatz für die "Bildung" der unterschiedlichen Übersetzungen zuständig ist. Moderne Automatiken haben 7 oder gar 8 Gänge was letztlich aber "nur" zu einer Verkomplizierung des Getriebeteils führt. Grundsätzlich ist es aber so, daß die Übersetzungen im Automatikgetriebe duch festhalten oder freigeben bestimmter Zahnradgruppen erfolgt und zwar bei ununterbrochenem Drehmomenteintrag. Dies wird durch sogenennte Bremsbänder bzw. heutzutage durch kleine Kupplungen realisiert die elektrisch/hydraulisch gestauert werden.

Das Doppelkupplungsgetriebe ist letztlich ein normales Schaltgetriebe bei dem die Übersetzungen durch Verschieben der Zahnkränze ereugt werden. Das ist mechanisch einfacher kann aber nicht unter Last geschaltet werden weil eine Synchronisierung sonst nicht möglich wäre. Das Ein- und Auskuppeln sowie der Gangwechsel erfolgt aber auch hier automatisiert und die Unterbrechung des Kraftflusses bewegt sich im Zehntelsekundenbereich und somit nicht wirklich wahrnehmbar.

Für den Fahrer kommt bedes letztlich aufs gleiche raus - kein Kupeln und Schalten mehr nötig, da dies automatisiert ist. De Konstruktion der Getriebe ist allerdings durchaus verschieden. Das komplexere und teuerere Prinzip ist wohl die Wandlerautomatik.

Der Mann verdient die "Hilfreichste Antwort".

Obwohl die Antwort unvollständig ist.

Ein Doppelkupplungsgetriebe hat wie im Namen erwähnt ZWEI Kupplungen. Und 2 Getriebeausgangswellen. Fährst du im 3. Gang, ist z.B. gleichzeitig bereits der 4. Gang eingelegt. Aber nur die Kupplung der Welle mit dem 3. Gang ist geschlossen. Schaltet die Automatik jetzt hoch, wird die Kupplung beim 3. Gang langsam geöffnet und GLEICHZEITIG die Kupplung beim 4. Gang geschlossen. Somit wechselst du den Gang ohne Antreibsunterbrechung. Du spürst das Hochschalten im Idealfall garnicht. Das ist auch der Vorteil gegenüber einer normalen Automatik. Dafür fehlt dir aber die klassische Drehmomentüberhöhung beim Anfahren oder Gangwechseln die eine normale Wandlerautomatik bietet.

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Noch was. Ob 6, 7 oder 8 Automatikgänge bei der Wandlerautomatik verkompliziert das Getriebe garnicht sooo sehr. Es kommt lediglich noch eine Planetengetriebestufe dazu. Der Vorteil ist, dass man den Motor auch bei Gleitfahrten auf der Autobahn in einem hohen Lastbereich bei niedrigen Drehzahlen fahren kann. Das verbessert den Motorwirkungsgrad und damit den Verbrauch auf der Autobahn oder Landstraße erheblich!

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@MaschbauTim

Stimme ich dir im Prinzip schon zu. Trotzdem nimmt natürlich die Anzahl der mechanischen und hydraulischen Komponenten zu und erhöht damit natürlich zwangsläufig auch die Störanfälligkeit. Die zusätzlich vorhandenen Kupplungen und die häufigeren Schaltvorgänge erzeugen mehr Abrieb und Verschleiß und belasten das Öl stärker... etc etc.

Ich denke nicht ohne Grund findet auch bei manchen Herstellern wieder ein Umdenken statt und man gibt wieder Ölservice am Automatikgetriebe vor anstatt wie jahrelang den Unfug der life-time-Füllung zu kolportieren

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