Ist ein Darlehnsvertrag nötig bei grundschuldbestellung auf ein Grundstück?

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5 Antworten

Eine Grundschuld kann ohne Begründung einer Schuld eingetragen werden. Diese blockiert die Rangstelle im Grundbuch und könnte künftig zur Sicherung von Forderungen abgetreten werden, wenn der Gläubiger die in der Grundschuldbestellung genannten Bedingungen akzeptiert.

Zu deiner Überschirft: Nein, zur Eintragung einer Grundschuld braucht es nicht zwingend eine gesicherte Forderung.

Eine Grundschuld ist nicht zwingend an eine gesicherte Forderung gebunden (keine sog. Akzessorietät) . Das erfolgt erst durch den Sicherungsvertrag der z.B. eine Darlehensforderung an die Grundschuld bindet.

Die Grundschuld bleibt dann ggf. auch nach der völligen Bezahlung der gesicherten Forderung bestehen und kann z.B. später zur Sicherung einer anderen Forderung wieder verwendet werden was Kosten für die Eintragung und Löschung im Grundbuch spart.  Der Schuldner hat dann aber nach Begleichung der gesicherten Forderung ggf. einen Anspruch gegen den Gläubiger auf Erteilung einer Löschungsbewilligung. (bzw. Rückabtretung oder Verzicht durch den Gläubiger).

Du kannst also die Grundschuld auch im Grundbuch lassen wenn nun kein Darlehensvertrag (mehr) besteht falls du sie später mal brauchst oder diese Löschen lassen gegen Vorlage der Löschungsbewilligung des Gläubigers zu dessen Gunsten diese Grundschuld eingetragen wurde. Wenn ein geplanter Vertrag nie zustande kam hast du Anspruch auf Erteiliung dieser Bewilligung. Ob du dnn die Löschung vornimmst oder abwartest und die Bewilligung bei dir behältst liegt bei dir. . 

Ja, das kann man. Man kann die Grundschuld löschen lassen, wenn ein Darlehensvertrag nicht zustande gekommen ist (z. B. durch Widerruf oder beiderseitigem Einvernehmen) oder weil dieser vollständig abbezahlt wurde.

Schließlich braucht der ursprüngliche Darlehensgeber ja keine Sicherheit mehr, wenn es keine zu begleichende Schuld mehr gibt.

Allerdings geschieht das nicht automatisch, man muss es selbst in die Wege leiten.

Näheres hier:

http://www.anwalt.de/rechtstipps/grundschuldbestellung-kurz-und-praktisch_044388.html

Aber Achtung:

Im Prinzip stellt eine Grundschuld nur eine "leere Hülle" dar, wie im verlinkten Text nachzulesen. Diese hat aber bei der Eintragung Geld gekostet.

Wenn Du das selbst bezahlt hast (was die Regel ist), würde ich sie wenigstens dann eingetragen lassen, wenn Du beabsichtigst bei der gleichen Bank demnächst wieder einen Kredit aufzunehmen. Du sparst Dir dann die erneute Eintragung.

Ich mache das schon seit vielen Jahren so. Meine Bank hat somit immer Sicherheiten, wenn ich mal einen Kredit aufnehme um etwas zu modernisieren oder dergleichen und ich brauche nicht ständig irgendwo was eintragen zu lassen um den Kredit abzusichern.

Es ist ein Privater Eintrag, nun behauptet die gegenseite ohne Darlehnsvertrag ist die grundschuld nicht wirksam

Es ist ein Privater Eintrag

Das haben eingetragene Grundschulden so an sich ...

nun behauptet die gegenseite ohne Darlehnsvertrag ist die grundschuld nicht wirksam

Da täuscht sich die Gegenseite. Es kann sich aber aus dem geschlossenen Sicherungsvertrag eine Verpflichtung zur Erteilung einer Löschungsbewilligung ergeben.

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Es ist ein Privater Eintrag

Das haben eingetragene Grundschulden so an sich ...

nun behauptet die gegenseite ohne Darlehnsvertrag ist die grundschuld nicht wirksam

Da täuscht sich die Gegenseite. Es kann sich aber aus dem geschlossenen Sicherungsvertrag eine Verpflichtung zur Erteilung einer Löschungsbewilligung ergeben.

Also kann der gläubiger sich auf die grundschuld berufen, auch wenn kein Darlehnsvertrag vorliegt?? der vorgang ist auch schon 15 Jahre her.

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@netwibke

Das kann er grundsätzlich erstmal tun. Und die Gegenseite kann sich auch dagegen wehren.

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