Ist ein Burka-Verbot sinnvoll?

... komplette Frage anzeigen

Das Ergebnis besteht aus 33 Abstimmungen

Ich bin für ein Verbot, weil 48%
Ich bin gegen ein Verbot, weil 27%
Andere Meinung 24%

40 Antworten

Andere Meinung

Ich kann derzeit keine Entscheidung treffen. Auch die Frage, ob "ein Burka-Verbot sinnvoll" sei oder nicht, ist mir zu schwammig formuliert!

Was bedeutet "sinnvoll"? Für wen eigentlich? Wen trifft man mit einem solchen Verbot, wem hilft man damit?

Wir leben in einer freien Gesellschaft. Das schließt die Tatsache mit ein, dass sich Menschen kleiden und verkleiden dürfen, wie sie wollen. Mit äußerster Toleranz könnte man diese Freiheit auch auf eine Burka und Vergleichbares beziehen. Wieweit darf ein Staat solche Freiheiten der Kleidung und - im speziellen Falle - der Religionsausübung gehen?

Gewiss, manche Frauen werden von ihrer Familie und ihrer umgebenden (Parallel-)Gesellschaft gezwungen, sich zu verhüllen. Was nützt es den Frauen, ein Burkaverbot zu beschließen und Bußgelder zu verhängen? Können diese überhaupt eingetrieben werden? Frauen, die zum Burkatragen gezwungen werden, brauchen ganz andere gesetzliche und staatliche Hilfen als ein Burkaverbot, wenn sie sich gegen Familie und (Parallel-)Gesellschaft auflehnen wollen!

Was ist mit den Frauen, die selbst religiösem Wahn und Irrglauben unterliegen und fest davon überzeugt sind, nicht ins Paradies zu kommen, wenn sie keine Burka tragen? Wird man sie von ihrem Wahn durch gesetzliche Verbote und Geldstrafen abbringen können? Ich bezweifle das.

Ist denn ein Burkaverbot für die deutsche Gesellschaft in irgendeiner Weise sinnvoll? Es besteht doch kein Zweifel, dass man vollständig verhüllten Frauen mit Ablehnung teilweise gröbster Art begegnet. Ist das nicht Ablehnung genug? Muss auch noch eine Strafe erfolgen? Beides bewirkt nur, dass sich diese Frauen wiederum schutzsuchend an ihre Familien und (Parallel-)Gesellschaften wenden - also das Gegenteil von dem, was das Verbot vielleicht bewirken soll. Staatlich-gesetzlicher Zwang wird Menschen kaum von ihren Ansichten, wenn sie sie fanatisch-rücksichtslos vertreten, abbringen können.

Das Problem des Tragens von Burka usw. ist nur ein äußerlich sichtbares Symptom für tiefergehende menschlich-kultuelle Probleme, die viele Menschen aufweisen, die aus islamisch geprägten Ländern kommen und dort eher selten zu den gebildeten Schichten gehörten. Hier muss man gezielt ansetzen und versuchen, zusammen mit gebildeten, aufgeklärten Muslimen Einfluss zu nehmen und die Parallelgesellschaften aufzubrechen. Dass gebildete Muslime diese Aufgabe übernehmen, ist ganz wesentlich, weil sie unter Muslimen eher Gehör finden als christliche oder gar atheistische Staatsbeamte! Nur über Aufklärung wird es langfristig möglich sein, Muslime davon zu überzeugen, dass eine Burka usw. keine religiöse Erfordernis ist. Gerade die muslimischen Frauen müssen zu Selbstbewusstsein angeleitet werden, um sich in ihrem kulturellen Umfeld durchzusetzen. Zudem wird es helfen, Muslimen bewusst zu machen, dass sie selbst es sind, die ihre Ausgrenzung durch Missachtung von kulturellen Gepflogenheiten in Deutschland bewirken. Sie müssen also lernen, selbst Toleranz zu üben.

Warum wurde das bisher so noch nicht versucht? Weil es den Staat viel Geld kostet. Denn der Staat muss massiv bei den Parallelgesellschaften und ihren kulturellen Defiziten ansetzen, wenn er nachhaltigen Erfolg haben will. Es nutzt wenig, irgendeine Verwaltungskraft ohne die notwendigen Kenntnisse als "Stadtteilmanager" einzusetzen, der dann brav wartet, dass man zu ihm kommt, wie das viele Kommunen als Alibi, irgendetwas für die Integration getan zu haben, praktizieren.

Ob dieser Integrationsansatz auch durch bestimmte gesetzliche Änderungen, zu denen freilich ein Burkaverbot gehören könnte, unterstützt werden könnte, darüber mag man diskutieren. Aber ein alleiniges Burkaverbot, das die Symptome einer verfehlten, nicht vorhandenen Integration in die deutsche Gesellschaft mit dem Strafgesetz zu kurieren versucht, halte ich für untauglich.

MfG

Arnold


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Andere Meinung

Ich bin nicht pauschal gegen ein Verbot (ich kann die Argumente pro-Verbot durchaus partiell nachvollziehen). Aber ich denke, dass hier ein kleines Problem zu einem großen Problem künstlich "aufgeblasen" wird.

Mal ehrlich: wie oft hattet ihr persönlich Probleme mit einer Frau, die in Burka gekleidet war?

(Ich bin oft in Deutschland unterwegs, auch in Städten, aber irgendwie wollte mir nie eine begegnen.) Ich persönlich meine nur, dass wir bedeutendere Probleme haben als das.

Zudem ist das ein "Herumdoktern am Symptom" (die Ursache wird nicht durch ein Kleidungsverbot behoben). Als ob ein Arzt einem Patienten, der das Symptom "Fieber" zeigt, einen Aufenthalt in einem Kühlhaus verschreiben würde.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Andere Meinung

Gestern fragte mich beim Einkaufen ein sportlich adrett gekleideter Mann auf Englisch nach reinem Quellwasser. An der Kasse wartete seine Frau auf ihn. Gekleidet im Tschador, in dem schwarzen Tuch, das den ganzen Körper umhüllt.

Mein erster Gedanke: Das Paar sollte die Rollen wechseln:

Er im Tschador und sie gut geschminkt, modisch gekleidet befiehlt ihrem Schatz ein paar Schritte hinter ihr zu laufen.

Frauen dazu zu bringen, in der Öffentlichkeit ihr Gesicht zu verhüllen, gelingt nach meiner Überzeugung nur im Rahmen eines rigiden  menschenunwürdigen Buchstabenglaubens, der von Männern in der Absicht  geschaffen wurde,  die Unterdrückung der Frau auf ewig zu sanktionieren.

Der Blick in das Gesicht meines Gegenübers, die Wahrnehmung der Mimik ist wie der Klang der Stimme, von so grundlegender Bedeutung im gesellschaftlichen Miteinander, dass ich die Verhüllung des Gesichts als nahezu gewaltsamen Akt erlebe.

Aber da ich nicht möchte, dass in Deutschland die Einschränkung der Freiheitsrechte sich  der Praxis in orthodox ausgerichteten islamischer Staaten annähert, würde ich mich „trotz alledem“ doch gegen ein Burkaverbot aussprechen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von saliksemi
16.08.2016, 19:42

kleiner tipp : nicht der mann hat der frau zu sagen das sie eine burka tragen soll das kann sie selber FREI entscheiden . ja es kommt vor das einige höhlen menschen ihre frauen zwingen aber es gibt viel mehr frauen die es tragen wollen .

0
Ich bin gegen ein Verbot, weil

Ein Burkaverbot ist meiner Meinung nach ein Angriff auf die Freiheit des Einzelnen. Zu einem freien Staat gehört nun einmal auch, dass Menschen das Recht haben, sich anzuziehen, wie sie wollen. Und wenn sie eine Burka anziehen wollen, dann dürfen sie das. Völlig unabhängig davon, warum sie es tun.

Außerdem: Wie viele Frauen in Deutschland tragen denn Burka? Gibt es überhaupt welche? Die ganze Diskussion ist schon deshalb sinnlos, weil es praktische keine Burkaträgerinnen in Deutschland gibt. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Ich bin für ein Verbot, weil

Dafür: es gehört nicht zu unserer Kultur, es wiederstrebt der Gleichheit von Mann und Frau und es dient zur Sicherheit 

Dagegen: das mit der Sicherheit ist nicht unbedingt wahr ( siehe Frankreich), das Gesetz ist schwer umzusetzen.

Das sind die Argumente die meistens gesagt werden, ich bin dafür, einfach weil die Frauen die so rumlaufen weniger offen gegenüber anderen sein müssen (weil es jeden skeptisch macht) und es die Intigration behindert.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich halte nichts von Burkas, Kopftüchern oder Ähnlichem, deshalb würde ich auch nie eine Frau drängen etwas derartiges zu tragen. Dies ist aber meine Meinung und ich habe nicht das Recht sie anderen aufzudrängen bzw. sie mithilfe eines Gesetztes dazu zu zwingen.

Viele Leute behaupten Burkas würden nicht zur Westlichen Kultur passen, ich persönlich sehe das zwar bedingt auch so, ich bin aber der Meinung das Bekleidungsvorschriften und Verbote noch viel weniger zur Kultur eines demokratischen Landes passen. 

Ich bin aber gegen eine Sonderstellugn von Burkas gegenüber anderer Kleidung, das Vermummungsverbot bei öffentlichen Demos sollte z.B. auch für Burkas gelten.  

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Pestilenz3
16.08.2016, 12:30

Bis jetzt am besten beschrieben. 

1

Zur Zeit ist ein Verbot nicht sinnvoll, weil es relativ wenige Burkaträgerinnen in Deutschland gibt. Die Diskussion ist ein Ablenkungsmanöver, weil man halt einfach einen Aktionsplan braucht, weil Politiker Aktivität vorgaukeln müssen.

Aus religiöser Perspektive müsste man ja eigentlich sagen, jeder soll seine Religion so ausüben, wie er will. Aber man muss auch sehen, dass Burkaträgerinnen sich vollständig von ihrer Umwelt abkapseln. Es ist schwer mit ihnen in Kontakt zu treten. Und deshalb ist es auch fast unmöglich Burkaträgerinnen in die deutsche Gesellschaft zu integrieren. Es gibt hier vermutlich ein Integrationsproblem.

Und dann, wenn die Zahl der Burkaträgerinnen in Deutschland zubehmen sollte, müssen wir vielleicht doch aus integrationspolitischen Gründen ein solches Verbot erlassen.

Aber sicherheitspolitisch - so wie es zur Zeit diskutiert wird - macht ein Burkaverbot keinen Sinn. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Ich bin für ein Verbot, weil

so keine Frau dazu gedrängt werden kann. Das hat übrigens nichts mit der Religion,.. zu tun. Ich bin auch gegen Schuluniformen, weil ich finde, dass die Kleidung einfach auch ein individuelles Merkmal einer Person ist/sein sollte. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Piratin2000
16.08.2016, 12:01

Und damit in Kauf nehmen, dass vielleicht sogar noch mehr Frauen dazu gezwungen werden keine zu tragen obwohl sie es möchten?

1
Ich bin gegen ein Verbot, weil

... weil, ich einen solchen Eingriff in die Religionsfreiheit für Fatal halte.

Es steht einer Regierung nicht zu Menschen das Tragen einer bestimmten Kleidung zu verbieten. Viele sehen das Tragen einer Burka als Zeichen der männlichen Macht.

Gegenfrage: Würden viele Frauen auch in Tops und Hotpens herumlaufen, oder im Freibad einen Bikini tragen, wenn es keine Männer gäbe?

Natürlich werden jetzt wieder viele sagen, dass die Frauen das aus freien Stücken tragen, aber dann beweist doch mal, dass die Burka-Trägerinnen dazu gezwungen werden. Wenn ich an eine Religion glaube, die mir empfiehlt eine solche Kleidung zu tragen, dann habe ich auch jedes Recht dazu.

Nun zu meinem zweiten Punkt: Was würde ein solches Verbot bewirken? Außer, dass ich keine Frauen in Burkas auf der Straße sehe? Ich habe die letzten 3 Jahre keine Frau mit Burka gesehen.

Außer diesem Effekt bringt ein Verbot NICHTs, aber auch GAR NICHTS, außer eine Religionsgruppe zu diskriminieren.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Ich bin gegen ein Verbot, weil

Eine sehr sehr schwierige Frage, zu der ich je nach Blickwinkel eine unterschiedliche Meinung habe.

1. Die ethische Perspektive: Nach reinen ethischen Maßstäben bewertet halte ich die Burka für nicht akzeptabel. Eine Gesellschaft muss Grenzen setzen. Es ist verboten, splitterfasernackt herumzuspazieren und so sollte auch das andere Extrem, nämlich eine Komplettverschleierung, verboten sein. Man sollte seinem Gegenüber allermindestens in die Augen schauen können, das ist ein wichtiger Grundsatz unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens. Außerdem basiert die Burka auf Werten, die gegensätzlich zu unserer Verfassung sind, in der u.a. die Gleichstellung von Mann und Frau festgeschrieben steht. Die Burka drückt aus, dass eine Frau sich schuldig macht, wenn sie auch nur einen Millimeter ihres Körpers zeigt, weil sie damit die Männer provozieren könnte. Für das eigentliche "Fehlverhalten" der Männer, nämlich auf versaute Gedanken zu kommen oder Frauen sexuell zu belästigen, müssen die Frauen büßen, indem sie tagein tagaus ein Kleidungsstück tragen müssen, das sie in diversen Alltagsaktivitäten einschränkt/ausschließt.

2. Die religiöse Perspektive: Dass eine Burka getragen werden soll oder muss, steht weder im Koran noch in der Sunnah. Zu Lebzeiten des Propheten existierten keine Burkas. Es handelt sich dabei also um eine Erfindung ultraorthodoxer Prediger, welche mit Religion nicht mehr viel zu tun hat. Terrororganisationen wie die Taliban, die von der Mehrheit der Muslime abgelehnt werden, schreiben beispielsweise die Burka vor. Da sich also auf religiöser Basis keine Burka-Regelung vorfinden lässt und die Burka sowieso nur von einem geringen Prozentsatz der Muslime getragen wird, kann man mit dem Paragraphen der Religionsfreiheit eigentlich nicht argumentieren.

3. Die pädagogische Perspektive: So verwerflich die Burka auch sein mag, die wichtigste Frage ist, ob ein Burka-Verbot die gewünschten Effekte bewirken würde. Okay, es würde natürlich die Anzahl der Burkaträgerinnen auf deutschen Straßen verringern. Aber ist das wirklich so ein großes Problem? Es dürfte ein Nullkomma-Prozentsatz der deutschen Gesellschaft sein, der Burka trägt. Also eigentlich nichts, weswegen man so ein riesen Bohei, so eine große öffentliche Debatte machen müsste. Steht das also in Relation zu den negativen Auswirkungen, die ein Burka-Verbot mit sich bringen würde? Wohl kaum. Zuerst einmal wissen wir nicht, ob alljene Männer, die ihre Frauen zwingen, die Burka zu tragen, sie bei einem Burka-Verbot nicht möglicherweise gar nicht mehr auf die Straße lassen würden. Zum zweiten, und das ist viel ausschlaggebender, würde ein Burka-Verbot die gesellschaftliche Spaltung nur vorantreiben und Integration erschweren. Die muslimische Community, die bei solchen Themen hochsensibel reagiert, empfindet ein solches Verbot als weiteren Angriff auf ihre private Lebenssphäre. Sie solidarisiert sich natürlich viel eher mit ihren ultraorthodoxen Glaubensgenossen als mit deutschen Moralaposteln. Am Ende hätten wir vielleicht einer Handvoll Frauen ein wenig mehr Freiheit geschenkt, dafür im Gegenzug aber die Abschottung großer Teile der muslimischen Community vorangetrieben und damit verbunden den konservativen bis fundamentalistischen Kreisen mehr Zulauf gewährt.

Fazit: Ein Burkaverbot wäre zum aktuellen Zeitpunkt sinnlos, da es mehr negative als positiven Folgen mit sich bringen würde. Wir müssen die eigentlichen Probleme hinter diesem Thema, nämlich die Spaltung unserer Gesellschaft sowie den Einfluss reaktionärer Werte innerhalb der muslimischen Community, auf andere Weise revidieren.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von 666Phoenix
16.08.2016, 20:33

uyduran, sorry, das ist alles ein wenig (sicher gut gemeintes) Kauderwelsch.

indem sie tagein tagaus ein Kleidungsstück tragen müssen

Wo bleibt denn Deine Argumentation, wenn diese Frauen das inständig WOLLEN??

Dass eine Burka getragen werden soll oder muss, steht weder im Koran noch in der Sunnah.

Zitat: „O Prophet! Sprich zu deinen Ehefrauen und Töchtern und zu den Frauen der Gläubigen, sie sollen ihre Gewänder tief über sich ziehen. So ist es am ehesten gewährleistet, dass sie erkannt und nicht belästigt werden. Gott aber ist barmherzig und bereit, zu vergeben“ (Sure 33,59).

Wie "tief" und wie "züchtig", steht da nicht. Aber das erklären Dir hier bloß die notorischen Hasser anderer Kulturen und Religionen (leider u. a. auch Christen)!

Am Ende hätten wir vielleicht einer Handvoll Frauen ein wenig mehr Freiheit geschenkt, dafür im Gegenzug aber die Abschottung großer Teile der muslimischen Community vorangetrieben und damit verbunden den konservativen bis fundamentalistischen Kreisen mehr Zulauf gewährt.

Das ist OK! Ob es allerdings für diese Frauen "Freiheit" bedeutet (die wir in unserem Sinne interpretieren, wenn wir "Freiheit" nur nach unserem abendländischen Wortgefühl benennen und nur so von der ganzen Welt verstanden haben wollen), sei dahin gestellt!

1
Kommentar von Fantho
16.08.2016, 20:35

würde ein Burka-Verbot die gesellschaftliche Spaltung nur vorantreiben und Integration erschweren

Wer sollte sich intergrieren? Jener, der in ein 'fremdes' Land kommt, odre derjenige in seinem Heimatland?

Es kann doch nicht sein, dass deutsche Staatsbürger sich in ihrem Heimatland integrieren sollen, indem sie ein im Normalfall als Vermummungsverbot geahndetes Vergehen durchgehen lässt...

Wenn ich mir dann ansehe, dass in Aleppo die Muslima in aller Öffentlichkeit die Burka verbrannt haben um aufzuzeigen, dass dies nicht in ihrem islamischen Glauben verankert ist, sondern ein radikales Bild islamischer Anhänger darstellt, dann frage ich Dich, weshalb sollten man dann dieses radikale Bild islamischen Glaubens in Deutschland erlauben?

Genau dieses Bild ist ein Nichteinbringen an Integrationswilligkeit und fehlendem Respekt gegenüber ihrem 'Aufnahmeland', denn die Burka ist kein notwendiger Bestandteil des Islam...

Ein Burkaverbot wäre zum aktuellen Zeitpunkt sinnlos, da es mehr negative als positiven Folgen mit sich bringen würde.

Hinter dieser Aussage kann ich nur Feigheit vor der eigenen Courage und Angst vor einer möglichen islamischen Gewalt in unserem Land erkennen und genau diese 'Emotionalität' würde sogar eine Beschneidung und Einschränkung gewisser demokratischer Freiheiten in Kauf nehmen...

Und es ist doch hoffentlich in unserem Rechtssystem noch so verankert, dass es zwar eine Religionsfreiheit statuiert, aber diese nicht über die 'staatliche' Freiheit gestülpt wird...

Gruß Fantho

1
Andere Meinung

Ich stehe der Sache kritisch gegenüber, da

- Es trotzallem ein schwerer Eingriff in die Religionsfreiheit ist, da man ja ein Teil der Religion (Islam) versucht zu verbieten.

- Die Personen die die Burka tragen, tuen dies im Gegensatz zu den Kopftuckträgerinnen (Hijab) unfreiwillig, meist wird in dies aufgezwungen.(Siehe Befreiung von Mandbidsch: Dort rissen sich die Frauen eben diese Gesichtsschleier runter.) Also werden nach einem Verbot künftig die Frauen gar nicht mehr raus dürfen

- (Das hört sich jetzt komisch an) Es steht der Integration im Wege ich kann mich mit meinem Gegenüber schlechter unterhalten da ich weder ihre Mimik noch sonstige Regung bzw. das Gesicht sehe.

- Viele Trägerinnen der Burka sind nur zu Besuch hier (München) dort kommen z.B.: viele "Saudis" hin da sieh Deutschland im Sommer bei 30° Grad eher als Abkühlung betrachten und vorallendingen in München shoppen gehen.

Das waren meine Hauptargumente.

Und bitte keine "Nazidiskussionen" lostreten ich wurde schon als Gutmensch beleidigt.

MfG THWTyp

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Ich bin für ein Verbot, weil

weil (...) ich finde das solche Vollverschleierung diskriminierend und menschenverachtend sind und die freie Entfaltung der Persönlichkeit extrem eingeschränkt wird.

Damit ist die Burka in meinen Augen auch kein Teil der deutschen Gesellschaft. 

Und damit gehört sie, wie auch in Frankreich, einfach verboten.

Keine Toleranz der Intoleranz. Ganz einfach.

Die Menschen, die dieses Kleidungsstück tragen, verachten westliche Werte und sehe deutsche Frauen als "nuttig", beschweren sich anschließend aber das sie komisch angesehen werden. 

Es ist immer wieder dieses Opferrolle gespiele, schlicht nervig.

Auch Frauen die behaupten, derartige Kleidungsstücke freiwillig zu tragen, sind entweder mit kultureller Indoktrination aufgewachsen, oder es handelt sich um Konvertiten, die sowieso dazu neigen, aus devoter Folgsamkeit alles zu übertreiben.

Außerdem ist es ein Symbol der Integrationsverweigerung - man lehnt freiheitliche, demokratische Werte ab und beugt sich stattdessen dem Diktat einer radikalen Ideologie. Diese Menschen grenzen sich vorsätzlich ab.

Vom hygienischen Aspekt mal ganz abgesehen.

Und während muslimische Frauen in anderen Teilen der Welt ihre Unterdrückung beklagen und gegen die Verschleierung protestieren, soll man ausgerechnet bei uns solch ein Symbol dulden? Aus welchem Grund sollte ich das akzeptieren ?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von lumi2000
16.08.2016, 19:03

Dass eine Frau, dass wirklich selbst und frei will, kannst du dir nicht vorstellen. Soviel zur freien Entfaltung der Persönlichkeit.

Eine Burka ist anders und ungewöhnlich, aber deswegen nicht schlecht. Es ist keine deutsche Tradition, aber deshalb Dinge gleich zu verbieten - wo kommen wir denn da hin?

Du siehst das als Zeichen der Inegrationsverweigerung - Darüber kann man streiten. Deren Bereitschaft zur Integration wird durch ein Verbot sicherlich nicht steigen.

Deren Hygiene kann dir egal sein.

Das ist zu akzpetieren, weil sich der Staat aus aus religiösen Sachen raushalten muss.

Eine Burka willst du verbieten. Was ist mit einer Hidschāb? Einem Kopftuch? Einem Nonnengewand? Das sind alles religiöse Symbole einer veralteten Zeit.

1
Ich bin gegen ein Verbot, weil

Es bringt nichts in der jetzigen Situation und vor allem in der Diskussion über den Terrorismus. 

Sollte wirklich eine Muslima ihr Gewand dazu nutzen Waffen, oder Sprengstoffe zu transportieren, so kann sie das auch mit unverhülltem Gesicht.

Ausserdem wäre es nur ein Punkt mehr, der die Aufmerksamkeit und die Ablehnung des IS auf Deutschland lenkt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Diese Streitfrage wird wohl erst geklärt sein,wenn Rockerbanden oder Vollzeitrandalierer anfangen, aus "religiösen" Gründen darauf bestehen, Gesichtsmasken tragen zu dürfen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Andere Meinung

Naja, wäre es denn okay, wenn ein Mann schwarz Angezogen, mit schwarzen Umhang und ner Sturmhaube durch die Gegend laufen würde? Wenn du ein Juwelier wärst, würdest du einen solchen Mann hereinlassen?

Es ist halt ne Frage der Sicherheit, man muss das Gesicht von jemanden sehen können, unter einerr Burka könnte sich jeder verstecken.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es ist nicht die Kleidung, sondern die dahinter steckende Geisteshaltung, welche ein Verbot von verhüllender Kleidung, einschließlich der Kopftücher, erforderlich macht. 

Diese Geisteshaltung teilt uns mit, dass wir, die Ungläubigen, schlechte und sündige Kuffar sind, die in der Hölle braten sollen, weiters wird damit festgestellt, daß unsere Gesetze und gesellschaftlichen Sitten für Moslems keinen Stellenwert besitzen und dass ausschließlich der Koran und die Scharia anerkannt werden dürfen. 

Diese Einstellung, die leider zu viele unserer muslimischen Mitmenschen teilen, ist eine Gefahr für die Gesellschaft und unserem Staat. 

Ein Verbot ist dringend geboten....

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Pestilenz3
16.08.2016, 15:26

Wiso stimmst du dann nicht ab ?

0

Die Burka gehört zum Islam. Der Islam ist in Asien verbreitet.

Europa ist ein Christlich geprägter Kontinent. Da kennt man keine Burka.

Wer aus Ländern mit Islam geprägten Ländern nach Europa kommt, kommt als Gast und sollte sich an das Gastland anpassen. Nicht umgekehrt.

In Europa kannst du in Shorts und T-Shirt laufen. Könnten das Gäste auch in islamisch geprägten Ländern auch? Gibt es dort nicht Stadionverbote für Frauen, wenn Männer Fußball spielen.

Im Moment läuft die Olympiade. Dort sind viele Länder vertreten. Aber Frauenmannschaften aus streng muslimisch regierten Ländern suche ich vergeblich.

Soll sich nun die ganze Welt den Vorschriften des Islam anpassen?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Ich bin gegen ein Verbot, weil

Ich bin gegen ein Verbot, weil mir noch keiner einen plausiblen Grund genannt hat, weshalb es sinnvoll sein könnte.

Dass auf Demos Vermummungsverbot besteht, sollte bei behalten werden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von bluestyler
19.08.2016, 12:32

okay


0

Ich bin für ein Verbot. Zum ersten haben wir ein Vermummungsvetbot. Viel schwerwiegender ist allerdings der Punkt Tradition/Relegion. In den Ländern, wo die Burka üblich ist, herschen strenge Regeln bezüglich dem westlichen Kleidungsstil. Sobald eine Frau im Arabischem Raum bauchfrei rumlaufen darf, können sich die Leute hier einpacken wie sie wollen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Ich bin gegen ein Verbot, weil

jeder Mensch das Recht hat, sich so zu kleiden wie er möchte. Allerdings wäre ich nicht gegen ein Verbot an bestimmten Orten wie z B bei Sicherheitskontrollen am Flughafen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Pestilenz3
16.08.2016, 12:06

Das ist ja das problem.

Entweder oder.

0
Kommentar von hummel3
16.08.2016, 15:59

Ich bin gegen ein Verbot, weil

jeder Mensch das Recht hat, sich so zu kleiden wie er möchte.

"Kleiden ja, aber nicht "vermummen". - Es gehört als vertrauensbildende Maßnahme mit zu unserer Kultur, das Gesicht und die Augen zu zeigen. Wer das nicht einhält, schürt Misstrauen und Ablehnung gegen seine Person und sollte sich nach einer anderen Heimat umsehen, denn hier kann er nie "heimisch" werden. 

0

Was möchtest Du wissen?