Ist ein Antrag zum Mietvertrag schon der Mietvertrag?

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6 Antworten

Der Antrag ist nicht der Vertrag. Ein Vertrag bestehst aus zwei übereinstimmenden Willenserklärungen. Dein "Antrag" ist nur das Angebot, das der Vermieter durch Annahmeerklärung (in der Regel Rücksendung eines unterschriebenen Vertragsexemplares) annehmen kann. Dein Angebot ist grundsätzlich bindend, was du ja durch deine Unterschrift zum Ausdruck bringst. Wenn der Vermieter auch unterschreibt, ist der Vertrag mit den darin enthaltenen Konditionen zustande gekommen.

Bei einem "Antrag" auf die Vermietung von Wohnraum kannst du doch nicht die Konditionen des Mietvertrages kennen. Diese Bedingungen entnimmst du doch erst dem Angebot des Vermieters, wenn der dir einen Entwurf des Mietvertrages übergibt. Nach Diskussion des MV und Besichtigung der Mietsache stimmst du dem Mietvertrag in aktueller Fassung zu oder nicht zu. Der MV kommt durch Unterschriften beider Parteien unter dem Vertragstext zustande.

Der Vermieter versucht hier einen Knebelvertrag abzuschließen, der dich verpflichtet die Wohnung zu mieten. Dieser sogenannte "Antrag" nimmt den Mietvertrag vorweg. Ich sehe diese Vorgehensweise als äußerst bedenklich und rechtswidrig..

Außerdem: Um eine Wohnung bewirbt  man sich, man beantragt sie nicht. Beantragen kann ich eine Leistung wie Rente, Wohngeld, Kindergeld, Bafög, Kur usw..

Lass dich nicht auf diesen Schwindel ein, du säßest in der Falle.

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