Ist ein Alkoholproblem ein Kündigungsgrund?

8 Antworten

Vorab zum Kündigungsgrund wegen offensichtlich bestehender Akloholkrankheit:

° Das Vorhandensein solch einer Krankheit an sich ist zunächst einmal kein Kündigungsgrund, da der Arbeitgeber in solchen Fällen gehalten ist, alles denkbar Mögliche bzw. Zumutbare zu tun, die Arbeitnehmerin zu einer Therapie zu bewegen, um anschließend geheilt (hier: "trocken") weiterzuarbeiten. Erst bei einer definitiver, nachgewiesener Verweigerungshaltung der Arbeitnehmerin wären arbeitsrechtliche Konsequenzen (bis hin zur Kündigung) möglich.

Zur Sache selbst:

° Lese ich jedoch den Werdegang dieser ganzen Geschichte, tritt bei mir allerdings ein gewisser Verdacht zutage. Hier scheinen (außer der Tatsache des alkohlbedingten Verhaltens der Kollegin) noch tiefergreifende innerbetriebliche Probleme vorzuliegen. Möglicher Weise ist das Problem bei der Geschäftsführung zwar bekannt, man deckt aus irgend einem Grund aber die Arbeitnehmerin. Ansonsten könnte es kaum zu dieser Ungleichbehandlung kommen.

Abhilfemaßnahmen:

° Ich würde ab sofort ein Protokoll (mit Datum, Uhrzeit, Vorfall, beteiligten Personen, Zeugen etc.) über das Fehlverhalten der Kollegin erstellen und sorgfältig führen. Wenn einige Vorfälle konkretisiert sind, würde ich dies der  Geschäftsleitung vorlegen, die die Pflicht hat, dieses Problem zu lösen.

° Ich gehe davon aus, dass kein Betriebs- oder Personalrat vorhanden ist, den man ansonsten natürlich mit einbinden sollte.

° Reagiert die Geschäftsführung nicht, müsstet Ihr Euch zusammentun und beraten, ob Ihr das Problem massiver angehen wollt. Das kann einmal darin bestehen, mit der Kollegin ein ernstes Wort zu reden, weiter, wenn das nichts bringt, ihr keine Hilfe mehr gewährt (sie also nicht mehr anruft usw.)  - bis hin zur Verlangen an die Geschäftsleitung, dieser Mitarbeiterin zu kündigen. Die dafür gebräuchliche Bezeichnung ist "Druckkündigung". Das könnte z.B. so aussehen, dass Ihr dem Chef droht, alle gleichzeitig zu kündigen, wenn hier nichts passiert.

Zur Druckkündigung siehe auch:

http://www.etl-rechtsanwaelte.de/stichworte/arbeitsrecht/druckkuendigung

Ich wünsche Euch gutes Gelingen - in dem Sinne, dass eine gute, einvernehmliche Lösung für alle Beteiligten erreicht wird. Aber gehandelt werden muss auf jeden Fall!

Gruß @Nightstick 


Die bewährte Vorgehensweise ist:

1. Vorgesetzter führt Gespräch: Lass dich beraten
2. Vorgesetzter und Betriebsrat: Du musst dich beraten lassen und uns darüber Rückmeldung geben.
3. Vorgesetzter, Betriebsrat und Personalrat: Lass dich behandeln und gib uns darüber Rückmeldung
4. 1. Abmahnung
5. 2. Abmahnung
6. Entlassung
7. Bist du eine angemessenen Zeit trocken, kannst du wiederkommen.
8. Der nächste freie Arbeitsplatz ist deiner!

Wenn aber der Vorgesetzte sie deckt, wird das leider nicht so passieren. Einfach kündigen geht nicht, denn es ist eine Krankheit.

Die Punkte 1-3 sind mir zu undeutlich dargestellt :((

Die Punkte 7-8 sind reine Theorie bzw. nur in den allerseltensten Fällen zu realisieren.

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Einfach nur feuern geht nicht. Klagt die Dame gegen die Kündigung, wird die Kündigung verworfen. 

Alkoholsucht ist eine Krankheit, die nicht zur sofortigen Kündigung taugt. Alkoholmissbrauch ist eine Verfehlung, die eine verhaltensbedingte Kündigung rechtfertigen würde. 

Daher wäre erst mal das Gespräch und die Hilfe zu einer Therapie angesagt. Wird diese von der Kollegin ausgeschlagen und die Vorfälle gehen weiter, dann wäre eine verhaltensbedingte Kündigung möglich. 

Ich habe dir hier mal eine Seite rausgesucht, in der das alles etwas ausführlicher behandelt wird: http://www.hensche.de/Arbeitsrecht_aktuell_Alkoholismus_Kuendigung_Therapieversuche_5Sa1072-09.html

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