Ist "Ehre" ein Moralbegriff?

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10 Antworten

Ehre ist kein moralischer Begriff, sondern ein juristischer. Die Ehre anderer Menschen ist Teil des Schrankentrias des Grundgesetzes. Eine Rolle in der Ethik spielt sie aber nicht. 

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Ich denke jetzt verwechselst Du was, nämlich Werte der Gesellschaft wie Ethik, Moral und Straftaten wie Blutrache. Blutrache hat doch nichts mit Moral zu tun, es ist die Wahnsinnstat von Persönlichkeitsgestörten Personen.

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Du hast einen falschen Begriff von Ehre. Wenn jemand ehrbar ist, so doch deshalb, weil er sich moralisch verhält, er ist ehrlich (ein Begriff, der ja mit "Ehre" zusammenhängt). Die etwas lächerliche "Familienehre", die den Vater entehrt, weil die Tochter sich zu ihrer sexuellen Selbstbestimmung bekennt, hat mit dem Moralbegriff "Ehre" gar nichts zu tun. Auch Blutrache, um eine angebliche Ehre wiederherzustellen, entehrt doch den Täter eher als ihr ehrbar zu machen.

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Nunja es kommt darauf wofür dieses Wort benutzt wird! Das was du beschreibst ist für diese Leute Ehre, für den Rest der Welt ganz sicher nicht! Deshalb ist dieses Wort in dem Zusammenhang eigentl fehl am Platz, weil diese Leute eine falsche Vorstellung von Ehre haben!

Bei uns bedeutet Ehre seine Frau wie eine Königin zu behandeln und alles zu tun um sie glücklich zu machen! "Kuck mal wie glücklich ich meine Frau machen kann"

Bei denen bedeutet Ehre zu demonstrieren das sie ihre Frauen im Griff haben und keine Scheu haben sie zu verprügeln oder zu töten wenn sie nicht so funktionieren wie sie sollten!  "Kuck mal meine Frau hört aufs Wort und wenn nicht blutet sie"

Ehre ist Auslegungssache!

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Blutrache hat mit Ehre nichts zu tun, das ist ein Verbrechen, was schwer bestraft wird durch die Justiz.

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Ich fürchte, du verstehst etwas falsch.

Der Begriff Ehre ist positiv. Grundsätzlich. Auf meine Ehre bin ich stolz.

So, wie man im Namen Gottes Falsches tun kann, kann man im Namen der Ehre Falsches tun. Deswegen ist Ehre trotzdem gut und richtig.

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Kommentar von mRath
20.07.2016, 03:27

Das Ehrge­fühl macht stolz. Stolz macht überheblich,sorgt für Dominanz, für Krieg, für die Schlechtbehandlung der Kon­kurrenz
und der Schwachen. Die Ehre und Das Ehrgefühl sind mit Hochmut verbunden. Moralische Korrektheit ist viel besser als Ehre.

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Wenn du jemanden ehrst, dann schätzt du ihn. Wenn du jemanden schätzt, dann ist er dir wichtig. Wenn er dir wichtig ist, dann bist du in Sorge, wenns ihm schlecht geht. Und dein Schuldgefühl ist deine Moral. Auch wenn er dich verpfiffen hat, kann er sich auf dich verlassen, weil du Mensch bist.

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Ich danke Ihnen für Ihre Beiträge und versuche einmal eine Zwischenbilanz:

1) Es ist moralisch, andere zu respektieren und zu schützen, auch deren Ehre, einverstanden.

2) Es hat aber nichts mit Moral zu tun, wenn ich die Respektierung meiner Ehre verlange, auch wenn diese nicht aus verschrobenen Vorstellungen besteht und Gewalt gegen andere ausschliesst.

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Nazitugenden wie Hochmut, Rangbewusstsein, Stolz, Würde, Ehre, Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein, Selbstsi­cher­heit, … sind
glückshormonbenebelte Bewusstseinszustände. Bausteine des Rassismus. Sie pusten nur auf. Sie sind Naziblähungen. Wenn der Nazi sich nicht schämt, ist er automatisch stolz. Er ist stolz, um sich nicht schämen zu müssen. Die Ehre des Siegers macht stolz, die Ehre des Nützlings auch. Wer Ehre sucht, wird ein ehrgeiziger Siegertyp, oder ein williger Sklave. Er vernach­lässigt Ge­rech­tigkeit. Gutes darf man nicht für Auszeichnungen, für Belohnung, für Dankbarkeit, für Ehre, … tun. Ein Berg von Eh­re ver­leiht Stolz, Rang, Würde. Ehre benebelt, macht selbstverliebt, unkritisch, rücksichtslos, siegreich. Der Glückshormon­nebel 'Ehre' verhindert guten Willen, gute Moral. Wer gleich gutes Leben für alle anstrebt, braucht keine Ehre. Moralische Kor­­rektheit ist viel besser als Ehre. Andererseits sollte man das Gegenteil von Ehre, (Ruch­lo­sigkeit, Schändlichkeit, An­ti­eh­re) auch nicht anstreben. Man soll­te auf der Trennlinie zwischen Ehre und Antiehre bleiben. Um sich überlegen zu fühlen, braucht der Nazi Würde und Würdi­gung. Menschen die Überlegenheit suchen, möchten für ihre Leistungen und Fähigkeiten mit Geld, Lob und Ruhm
gewürdigt werden. Ohne Siegerei gibt es keine Überlegenheit, keine Würde, keine Ehrsucht und Ehre. Wür­den­­trä­ger, Ehrenwelt­meister siegen bis sie die Welt zerstört haben.

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genau da täuscht du dich !

darf ich den Moralbegriff erklären:

Handlungsmuster/regeln  / -prinzipien bestimmter Individuen ... Gruppen ... Kulturen

genau da liegt das Problem

in unserer Kultur wird Blutrache ganz anders betrachtet als in Albanien der Kanun

in weiten Teilen der Welt betrachte man auch die Ehre der Frau/Tochter anders als hier ... eben ! andere Kultur

wenn du deine Schulden nicht zurückzahlst, hierzulande eine Frage der Ehre, auf den Philippinnen ... ein sehr kleines Vergehen, das keinen juckt

und wenn du behauptest das für dich Ehre nichts mit Moral zu tun hat, dann hast du recht, hierzulande hat es damit nichts zu tun

aber es gibt eben nicht nur hierzulande und nicht nur unsere Kultur

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Kommentar von pilot350
28.12.2015, 18:30

Aber du lebst hierzulande und wirst dich nach hierzulande richten müssen. Wenn du das nicht kannst gehe doch dorthin wo mittelalterliche methode programm sind wenn du dich dabei wohlfühlst.

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