Ist Dünger eigentlich gut für den Boden?

...komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Dünger ist ein Oberbegriff für ganz unterschiedliche Dinge. Man unterscheidet erst mal sehr grob organische und mineralische Dünger. 

Organische Dünger, wie Stallmist, Kompost oder Gründüngung müssen im Boden erst zersetzt (mineralisiert) werden, bevor die Nährstoffe von Pflanzen aufgenommen werden. Organische Dünger verbessern den Boden, weil sie auch den Humusgehalt erhöhen und sie bieten den Bodenorganismen Nahrung und Lebensraum.

Mineralische Dünger werden mehr oder weniger direkt in pflanzenverfügbarer Form gegeben und die Nährstoffe können von den Pflanzen direkt aufgenommen werden. Werden Mineraldünger in zu großen Mengen gegeben kann das schädlich für das Pflanzenwachstum und den Boden sein.

Kalk z.B. in Form von Kohlensaurem Kalk ist ein Bodendünger, kein direkter Pflanzendünger,  er beeinflusst den pH-Wert des Bodens und damit die Tätigkeit der Bodenlebewesen und die Verfügbarkeit von anderen Nährstoffen.

Gut für den Boden sind in erster Linie organische Dünger, sie verbessern den Boden nachhaltig. Ein starkes Pflanzenwachstum durch mineralische Dünger kann den Humusgehalt durch Ernterückstände auch verbessern. 

Die Antwort auf deine Frage ist also nicht so einfach. 

Ja, die Pflanzen dem Boden Nährstoffe entziehen. Werden diese abgefahren und würde man nicht Düngen, würde der Boden langfristig auslaugen. Was wiederum einem zukünftigen Pflanzenwachstum als auch den Bodenlebewesen schaden würde.

Entscheidend ist jedoch, daß die Düngung bedarfsgerecht erfolgt.

"Gut" muss man natürlich erst einmal definieren. Grob kann man jedoch sagen, dass nicht Dünger an sich, sondern die ausgewogene und dem Boden so wie der Verwendung angemesse Düngung gut für den Boden sein kann - oft kann nur so sichergestellt werden, dass die benötigten Stoffe noch zahlreich im Boden vorhanden sind.

In Maßen ist er gut. Nur heute wird alles überdüngt. Der Massenkonsum verursacht, das wir belastete Lebensmittel zu uns nehmen und es wird immer schlimmer.

In Maßen hilft es enorm beim Wachsen von Früchten, Gras etc...und ist auch unbedenklich.

Nicht nur gut, sondern auch notwendig 

Dünger ist gut für die Nutzpflanzen, die darin wachsen sollen. Der Boden selbst kann auch ohne Dünger existieren.

In einem ungestörten Ökosystem ist kein Dünger notwendig.

Otilie1 02.07.2017, 17:25

......wenn es keinen dünger gebe wären wir schon alle verhungert

0
peoplelife 02.07.2017, 17:30
@Otilie1

Wären wir überhaupt nicht. Wir hätten halt nur nicht mehr so viel um uns zu überfressen. Jeder Mensch kann sich selbst Essen anbauen.

Aber der Massenkonsum macht uns krank, grad durch die Überdüngung.

0
Hoppser123 02.07.2017, 19:49
@Otilie1
  1. Wenn nicht 50 % der Lebensmittel in der westlichen Zivilisation weggeschmissen würden, könnten wir viel Fläche einsparen.
  2. Die meisten Flächen sind chemisch überdüngt und werden zu Tode bewirtschaftet.
  3. Die Frage beinhaltet nicht die Prämisse, dass Millionen von Menschen von einer Fläche ernährt werden müssen.
  4. Die Natur kam komischerweise Millionen von Jahren ohne den Menschen wunderbar klar. Jetzt hat sie plötzlich Probleme. Ob das an der Natur liegt oder am Menschen? Du darfst mal raten.
0
Blumenacker 03.07.2017, 06:10

Von ungestörten Ökosystemen könen wir nun mal leider nicht leben.

0
Hoppser123 03.07.2017, 08:50
@Blumenacker

Sagt ja auch keiner und darum geht es hier auch nicht. Und BTW: von Überdüngung, Artensterben, Monokulturen, Bienensterben etc. auch nicht.

0

Was möchtest Du wissen?