Ist dieses Katana echt?

Katana - (billig, katana)

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das ist ein Deko Schwert.
D.h. es ist zum an die Wand hängen, und nichts anderem.

Wenn es schön aussieht und du es nur zur Dekoration und nichts anderem verwendest kannst du so etwas kaufen.

Was ein "echtes Katana" ist, da kann man sich streiten.
Nihonto, also Katana von japanischen Meisterschmieden in traditioneller Weise hergestellt kosten so viel wie ein Kleinwagen...

Es gibt aber für einige hundert Euro schon "Practical" Katana, deren Klinge meist in China geschmiedet wird. In unterschiedlichen Qualitäten. Zum Beispiel gibt es Klingen aus Federstahl (moderner Hochleistungsstahl mit Silizium Anteil), die wohl nahezu "unkaputtbar" sind.

Für "Traditionalisten" sind das dann keine "echten Katana" aber sie sind geeignet um damit Tameshigiri (Schnitttests) zu machen. Also ist das Definitionssache...

Vielen Dank für die Auszeichnung! :)

Übrigens habe ich grad gestern eine Video Bewertung zu einem Katana von YariNoHanzo gemacht, da läuft momentan ein Wettbewerb und das hatte sich gut gepasst, weil ich mir grad eines von denen zugelegt hatte. (Aus der "Superior" Kategorie).

Um solche Übungen ("Formen" / Kata) wie ich in dem Video zeige mit einem scharfen Katana zu machen braucht man aber einige Erfahrung und sehr hohe Konzentration.

Beim Training im Verein benutze ich dazu ein "Iaito", also ein Katana mit stumpfer Klinge.

https://www.youtube.com/watch?v=dGNrYMALjLE

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Das sind im Regelfall alles Repliken. Anders bräuchtest du aber auch nen Waffenschein, oder sowas in der Art.

... und schon wieder Blödsinn!!! NEIN, MAN BRAUCHT KEINEN WAFFENSCHEIN UND AUCH NICHT SOWAS IN DER ART

Kurzform: Erwerb und Besitz frei ab 18, Führen verboten, Transport fest verschlossen und nicht sofort gebrauchsfähig erlaubt.

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@nihonto1

Ruhig Blut! Nicht aufregen, das ist schlecht für den Blutdruck.

Desweiteren denke ich hält sich der von mir geschriebene Quatsch in Grenzen. Du sagst selbst: "Führen verboten". Das kann doch aber sicherlich auch bestimmten Personengruppen erlaubt werden. Diese werden dann dafür aber eine Berechtigung brauchen, die von staatlichen Institutionen genehmigt werden muss. Somit ist diese Genehmigung im weitesten Sinne eine Art Waffenschein. Das wird mit Sicherheiten nicht so heißen, aber ich bitte darum sich nicht wegen Wortklauberein gleichen die Pulsadern zu öffnen. ;)

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@Thyralion

Es gibt keinen "Berechtigungsschein zum Führen eines scharfen Katana"...
Das Gesetz sagt meines Wissens zu allen Blankwaffen "Führen in der Öffentlichkeit verboten, außer wenn es der Brauchtumspflege dient"... (vereinfacht ausgedrückt).
D.h. wenn ein Iaido / Iai-Jutsu Verein bei einer öffentlichen Vorführung ein Tameshigiri (Schnitttest) in professionellem Rahmen zeigt wird sicher nicht die Polizei anrücken und alle verhaften...

Und besitzen darf ein scharfes Katana (Shinken) jeder ab 18 Jahre, es braucht auch nicht in einem Waffenschrank verschlossen sein, so weit kommt es noch...

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@Solaris80

OK habe ich verstanden.

Sicherlich sollte die Polizei nicht bei jeder Aufführung anrücken müssen, aber wer entscheidet ob ich eine Waffe tatsächlich nach Brauchtum führe, oder den Grund nur vorgebe. Anderweitig kann ich auch Gurken in der Gemüseabteilung kurz und kleinhobeln unter dem Vorwand der Pflege eines Brauches und als Schnitttest.

Ich verstehe das du dich in der Materie wirklich gut auszukennen scheinst. Das respektiere ich. Aber es fällt mir halt schwer zu glauben, dass ich ein Waffe mit der ich problemlos schweren Schaden anrichten kann, unter einem unprüfbaren Grund mitführen darf, aber wegen einem popeligen Wurstmesser mit (meines Wisstens nach) 15 cm Länge, einen Höllenärger bekommen kann.

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@Thyralion

Hallo,
ja, ich finde diesen Ausdruck "wenn es der Brauchtumspflege gilt" im Waffengesetz auch eher kurios.
Ich denke, dabei wurde mehr an Vereinsumzüge etc. gedacht bei denen Uniform mit Säbel oder so getragen wird.

"Einsatzbereit" darf im Prinzip keiner ein Katana in der Öffentlichkeit mit sich führen, deswegen gibt es dafür auch keinen Berechtigungsschein, darauf wollte ich hinaus. Man muss es in einer Tasche oder sonstigem Behälter transportieren, so dass es nicht sofort einsatzbereit ist. Das darf man aber auch ohne irgend einen Schein.

Also um bei dem Beispiel mit der Vorführung zu bleiben, ich bin zwar kein Jurist, aber ich habe das Waffengesetz so verstanden, dass man das Katana zum Vorführungsort in einem Behälter transportieren muss, und nur während der Vorführung hat man ein "berechtigtes Interesse" es in der Öffentlichkeit einsatzbereit zu führen.

Mit einem scharfen Katana einsatzbereit im Gürtel quer durch die Stadt zu der Vorführung gehen dürfte man nicht, da würde man sicher auch einen Höllenärger bekommen, klar.

Wie gesagt, bin auch kein Jurist, aber betreibe halt unter anderem japanische Schwertkunst und besitze zwei scharfe Katana.

Der Grund ein scharfes Katana zu besitzen ist übrigens nicht nur wenn die "Zombieapokalypse" mal ausbricht ;)
Im Iaido geht es viel um Konzentration, man wird "eins mit dem Schwert", vergisst alles um sich herum, es ist eine Art Bewegungsmeditation.
Und wenn man das irgendwann mit einem scharfen Schwert trainiert schult das die Konzentration natürlich sehr viel mehr als mit einem Iaito (stumpfes Katana), welches im Training normalerweise benutzt wird.

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Das ist sehr plausibel erklärt, danke dafür. Bildungsauftrag erfüllt, denn ich habe wieder was gelernt. :) Den Fernöstlichen Schwertkampf, bzw. die hintergründige Mentalität finde ich auch sehr spannend. Bei mir im Aikido steht das genannte Prinzip ebenso im Fokus und da es letztlich dem BudoKodex folgt, sind sie sehr nahe beieinander. Auch hier werden bei uns hin und wieder Übungen mit der Übungs"klinge" durchgeführt und ich kann nir bestätigen, dass selbst mit dem verhältnismäßig ungefährlichen Übungsschwert, der Konzentrationsbogen extrem ansteigt.

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@Thyralion

Ich mache auch Aikido ;)
Allerdings seit einiger Zeit Nishio Aikido / Aikido Toho Iai.

Da machen wir auch Iaido (also Aikido Toho Iai), allerdings nicht bloß weil es Spaß macht, der Hintergrund ist, dass wir spezielle Iaido Formen machen, die in den Bewegungen waffenlosen Aikido Techniken entsprechen.

Ich wollte lange schon auch regelmäßig Iaido machen (in meinem alten Verein haben wir ab und zu mal Iaido Lehrgänge mitgemacht), aber reines Iaido zusätzlich wäre mir zu viel gewesen und Aikido ganz aufgeben kam für mich nicht infrage.

Dazu kam dass ich mit einigem in dem Verband in dem ich vorher war nicht mehr so ganz glücklich war.
Hauptsächlich weil es dort Farbgurte gibt, und das m.E. dazu geführt, dass es im Training dort fast nur noch darum ging, die Techniken für die jeweils nächste Gurtprüfung perfekt vorführen zu können...

Mir waren Graduierungen nie besonders wichtig.

Im Nishio Aikido wird bis zum 1.Dan nur der weiße Gurt getragen, dafür darf jeder von Anfang an einen schwarzen Hakama tragen. Das liegt natürlich hauptsächlich daran, dass wir auch Iaido machen, dabei sollte man grundsätzlich einen Hakama tragen, weil der dem Schwert Halt gibt.

Aber ursprünglich war der Hakama ja kein "Statussymbol" für Dan Träger. Kennst du die Anekdote von O Sensei, dass jemand seinen Hakama vergessen hatte, und er ihm gesagt hat: "Du willst doch wohl nicht in Unterwäsche trainieren?" ;)
Erst als im 2. Weltkrieg der Stoff in Japan knapp wurde, fing das an, dass der Hakama erst ab dem 1. Dan getragen wurde.

Das Nishio Aikido ist übrigens ein etwas "härterer" Stil, d.h. wir arbeiten viel mit Atemi, Schläge auf empfindliche Körperstellen. Nishio Sensei hat immer gesagt, dass "sein" Aikido nicht von ihm entwickelt wurde, sondern dass er es von O Sensei so gelernt hat.

Nishio Aikido / Aikido Toho Iai ist aber wohl ziemlich selten, habe großes Glück dass es das bei mir in der Gegend gibt.
Jetzt muss ich zwar immer eine 3/4 Stunde mit dem Auto zum Training fahren, anstatt 5 Minuten zu Fuß zu gehen, aber es lohnt sich...

Gruß!

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Original werden 4- bis 5-stellig gehandelt, da bekommst du nur ein Stück Altmetall.

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