Ist dieser Stundenlohn zu wenig?

14 Antworten

Der Mindestlohn ist so berechnet, das du als alleinstehende Person bei einer 40 Stunden Woche soviel raus hast, das dir kein ALG2 mehr zusteht. Du bekommst etwa 1500 € Brutto raus. Das sind etwa 1100-1200 Netto.

Für dich alleine ok, man kann auch davon Leben. Sobald du aber Kinder haben willst oder gar einen nicht arbeitenden Lebenspartner, hast du von dem Geld Verloren.

Du kannst mit dem Geld keine ganze Familie ernähren, die 2. Oerson im Hasuhalt müsste mindest Teilzeit Arbeiten gehen, damit man auf minimalstem Wege gut Leben kann.

Die "Speziallisten" haben mal berechnet, das der Mindestlohn bei 12 € liegen müsste, damit man vernünftig von dem Geld Leben könnte ohne auf jeden cent schauen zu müssen.

Haben diese Spezialisten auch die Preissteigerungen durch den höheren Mindestlohn berücksichtigt?

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Ist halt der Mindestlohn und der ist mit Deutschland vergleichbaren Länder wie Benelux oder Frankreich natürlich deutlich höher. Der Mindestlohn reicht für eine Person gerade so bei Vollzeit über die Runden zu kommen ohne staatliche Leistungen, bei einer Familie aber eben nicht; zudem ist automatisch Altersarmut vorprogrammiert.

PS: Ab 01/2020 steigt der Mindestlohn um wahnsinnige 16 Cent, also dann auf 9,35 Euro und du hast dich wohl vertippt, aktuell ist der Mindestlohn 9,19 Euro.

Die SPD sollte sich auch anhand des Mindestlohns fragen, warum die Wähler weglaufen...

Ab 1.1.2020 steigt der Mindestlohn auf 9,35 € pro Stunde. Entsprechend wären 9,18 € ab dann gesetzeswidrig.

Ansonsten ist der Mindestlohn tatsächlich zu niedrig, um z.B. Altersarmut vorzubeugen. Da sind sich die Experten ziemlich einig.

Allerdings ist Mindestlohn eben auch primär für recht unqualifizierte Aushilfstätigkeiten, die nahezu jeder mit ein bisschen Anlernen schaffen kann, gedacht. Will man mehr verdienen, muss man eben zusehen, dass man Qualifikationen erwirbt, also Aus- und Weiterbildungen absolviert. Will man das nicht, nun, dann muss man eben mit solch geringen Gehältern (und auch eher langweiligen Tätigkeiten) leben. Da ist man tatsächlich seines eigenen Glückes Schmied.

Es ist richtig, dass der Mindestlohn nicht für eine auskömmliche Rente reicht. Die Lösung ist jedoch nicht den Mindestlohn anzuheben, sondern den Mindestbeitrag zur Rente.

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@5432112345

Ein Mindestbeitrag zur Rente reduziert aber das Nettogehalt. Womit man vom Mindestlohn dann nicht mehr leben könnte.

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@5432112345

Es gibt etliche Stellschrauben, an denen man drehen müsste, um die ganzen Probleme rund um Altersarmut in den Griff zu bekommen. Beispielsweise auch, dass man gut verdienenden Berufsgruppen wie Ärzten, Anwälten oder Beamten nicht mehr gestattet, "ihr eigenes Ding" zu machen und sich aus der Solidargemeinschaft herauszuziehen. Aber auch ein Mindestlohn, der diesen Namen wirklich verdient, wäre durchaus ein Ansatz, insbesondere unter dem Aspekt, dass diejenigen, die arbeiten, ja besser gestellt sein sollten als diejenigen, die keinen Beitrag zur Gesellschaft leisten....

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@berlina76

Guter Einwand, dann erhöht man den Mindestlohn um diesen Betrag. Das wäre immernoch wesentlich weniger als den Mindestlohn pauschal anzuheben. Dabei kann man dann auch gleich die Geringfügigkeitsgrenze von 450€ anheben und gleichzeitig die Möglichkeit der Rentenbeitragsbefreiung abschaffen.

Es muss nicht der Verdienst groß genug sein um eine auskömmliche Rente zu verdienen, sondern der Beitrag zur Rentenversicherung.

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Mindestlohn.

Bei LSK 1 und 174 Stunden Vollzeit sind das 1200€ netto aufs Konto.

Kommt darauf an, was und wen man davon finanzieren muss.

Mindestlohn.

Ja, viel ist das nicht. Stimmt.

Aber für welchen Job? Was hast Du gelernt? Welche Berufserfahrung hast Du?

Mit steigender Qualifkation steigt im Regelfall auch das Gehalt.

Nur Aushilfe bzw Teilzeit bei Burger King.aber war nur ein neben Sache.

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@chrisuna

Was erwartest Du? Ungelernte Kraft im Niedriglohnsektor.

Und das ein Aushilfsjob / Teilzeit zum Mindestlohn nicht zum Leben reicht sollte klar sein.

Zum Mindestlohn muss es dann schon eine Vollzeitstelle sein.

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