Ist dieser Satz blasphemisch?

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15 Antworten

Nichts neues unter der Sonne, Pkkmember!

Was steht in der Bibel?

Hiob 4:17 ‚[Der] sterbliche Mensch — kann er gerechter sein als Gott selbst? Oder kann ein kräftiger Mann reiner sein als der, der ihn gemacht hat?‘ 18 Siehe! An seine Diener glaubt er nicht, Und seinen Boten legt er Mängel zur Last;

Hier behauptet jemand, das Gott beispielsweise seinen Boten Mängel zur Last legt - er ihnen nicht vertrauen kann und somit nicht an ihren Erfolg glaubt.

Derjenige, der das sagte lag vollkommen verkehrt. 

Es war Eliphas, und Hiob, Elihu und Jehova Gott belehrten ihn eines besseren, Hiob durfte dann für ihn um Vergebung beten.

Du glaubst an Gott. 

Ok, das ist eine Richtung. Halte daran fest.

Glaubt er an Dich?

Das es Dich gibt, das weis er, das braucht er nicht zu glauben.

Wenn Du lügst oder die Wahrheit sagt - er weis es immer - weil der in Dein Herz sehen kann. Also auch hier braucht er nichts zu "glauben".

Er überträgt Dir einen Auftrag.

Warum?

Jetzt kommt es:

Weil er glaubt, das Du diesen Auftrag ausführen kannst, wenn Du es willst.

Das muss er zunächst glauben, darauf hoffen und vertrauen.

Wissen kann er es nicht, denn Du hast freien Willen.

Sagst Du nun zu Gott "Du glaubst nicht an mich!", dann sagst Du also sinngemäß "Gott, Du glaubst das ich es nicht mache (oder das ich es nicht schaffe / oder das Du mir nicht vertraust). 

Das wäre allerdings eine Unterstellung, die Du nicht begründen kannst, denn Du kannst die Gedanken Gottes unmöglich kennen:

1. Korinther 2:16  Denn „wer hat den Sinn Jehovas kennengelernt, daß er ihn unterweise“?. . .

Wikipedia:

Blasphemie (altgr. ἡ βλασφημία, τῆς βλασφημίας – blasphêmía – die ‚Rufschädigung‘, zusammengesetzt aus βλάπτειν – bláptein – ‚Schaden bringen‘, ‚benachteiligen‘ und ἡ φήμη –phếmê oder dorisch ἡ φάμα – pháma – ‚die Kunde‘, ‚der Ruf‘) bezeichnet das Verhöhnen oder Verfluchen bestimmter Glaubensinhalte einer Religion. Eine öffentliche, Ärgernis erregende Beschimpfung Gottes wird als Gotteslästerung bezeichnet.

So gesehen könnte die Aussage auch anders verstanden werden wie ich sie formuliert habe. Versteht jemand die Frage so das derjenige sich selber als "göttlich" betrachtet und mit einer Selbsterhöhung zusammen hängt, dann wäre das Blasphemie. 

Beste Güße

JensPeter

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Blasphemie ist Gotteslästerung, also Herabwürdigen eines Gottes. Die Behauptung, Gott wäre eine Märchenfigur, kann als blasphemisch aufgefasst werden.

Zweifel an Gott sind noch keine Lästerung.

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blasphemisch nicht.

An alle: auch wenn ihr nicht an Gott glaubt, Gott glaubt an euch und wartet auf euch :) er hat alle Menschen lieb! lg

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Nein, er ist falsch.
Anders rum wäre er richtig.

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Der letzte Satz-Teil ist mehrdeutig. Sofern Du Gott unterstellt, dass Er Dich fallengelassen hast, kann es Gotteslästerung sein oder auch nur eine unvernünftige Aussage, weil Gott nicht mit Deinen (vielleicht überspannten) Erwartungen an Ihn konform gegangen ist.

Blasphemie ist es im Prinzip dann, wenn Du diese Aussage machst, um die Ehre Gottes zu schmälern oder diese Schmälerung bewusst in Kauf nimmst.

Aber da Du sagst, dass Du an Ihn glaubst, hört es sich an für mich, dass Du mit Ihm unzufrieden ist, also eigentlich keine Gotteslästerung, sondern eher etwas unbeherrscht (als solches auch erkennbar). Objektiv stellst Du Dich jedoch über Ihn, da Du Dir eine Leistung zusprichst, die Du Ihm absprichst. Aber keine Lästerung in eigentlichen Sinne, mehr eine menschliche Schwäche vor der eigenen Ungeduld und aus mangelndem Vertrauen, vielleicht verbunden mit einer unhaltbaren Aussage in der Hoffnung, Gott damit zu reizen, dass Er sich ändert?

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Kommentar von Minilexikon
14.01.2016, 12:31

Nach deiner Aussage geht es um das "zum Trotz". Das heißt, der Satz wäre ggf. blasphemisch, wenn er hieße: "Ich glaube nicht an Gott, weil er nicht an mich glaubt."

Im Umkehrschluss heißt es, der Fragesteller äußert eine Kritik, mit der er offensichtlich leben kann, d.h. sie ist nicht besonders schlimm und kann somit nicht als Blasphemie gewertet werden.

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Es handelt sich um eine Aussage, die sich genauso wenig belegen wie widerlegen lässt.

Dass Gott alle Menschen liebt ist ein empirisches Axiom. Menschen, die diese Ansicht vertreten, gehen ganz einfach davon aus, dass es so ist.

Wenn überhaupt ist der Satz optimistisch und satirisch.

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Kommentar von nobytree2
14.01.2016, 11:47

Was ist ein empirisches Axiom?

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Das klingt eher etwas deprimiert... Der ganze Witz von gott ist ja, dass er eine gütige, wohlwollende, ermutigende Figur in deinem Leben ist, an die du dich vertrauensvoll mit deinen Sorgen und Nöten wenden kannst...

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Nein.

Blasphemie ist das beleidigen Gottes oder einer Religion. Durch diesen Satz macht man nur sich selbst nieder, es zeigt eher Ehrfurcht vor Gott.

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Berufenere Leute als ich haben schon darauf hingewiesen, dass Gott so weit über seiner Schöpfung steht, dass seine Geschöpfe ihn gar nicht beleidigen können.

Man nehme immer den Vergleich des Verhältnisses eines Vaters oder einer Mutter zu ihrem kleinen Kind.

Wenn  das kleine Kind sagt: "Ich glaube, ihr habt mich nur bekommen, um mich ärgern zu können.", schreien dann die Eltern: "Elternbeleidigung! Das muss bestraft werden."?

Der in der Frage genannte Satz kann also nicht blasphemisch sein, sondern entspricht aus der Sicht Gottes der trotzigen Reaktion eines liebenswerten Kleinkindes.

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Unter Blasphemie versteht man Gotteslästerung. Der von dir zitierte Satz ist nur traurig.

Da denkt also jemand, Gott hätte ihn "verlassen". Das ist traurig und entspricht nicht den Tatsachen, ist aber der Eindruck dieser Person. Das hat mit Blasphemie nichts zu tun.

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Nein. Warum sollte eine Lüge (gott liebt mich nicht) blasphemisch sein?  :-)

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Dieser Satz ist einfach falsch, da Gott alle Menschen liebt (Johannes 3,16) und möchte, dass jeder zur Erkenntnis der Wahrheit kommt (1. Timotheus 2,4).

Gott hätte sich von den Menschen nach dem Sündenfall von Adam und Eva (1. Mose 3) auch gänzlich abwenden können. Die ersten Menschen hatten sich bewusst von Gott abgewendet, wussten um, ihr eigenes Ding  machen und ohne Gott leben zu wollen (bzw. sie wollten sein wie Gott). Trotzdem hat Gott die Menschen nicht verlassen, obwohl das vielleicht verdient gewesen wäre. Er hat einen Rettungsanker ausgeworfen, dass sie Menschen, die an ihn glauben, wieder zu ihm finden können.

Also könnte man schon sagen, dass Gott an die Menschen "glaubt", da er sie nicht verlassen und ihnen den Rettungsanker in Jesus Christus ausgeworfen hat.

Gott hat aber keine Roboter erschaffen, die sich nach ihrem festen Programm für ihn entscheiden müssen. Er bietet jedem Menschen an, sich in aller Freiheit für oder gegen ihn zu entscheiden. Wer sich für Gott entscheidet, an ihn glaubt und Vergebung seiner Sünden haben möchte, bekommt diese Vergebung (1. Johannes 1,9) und das ewige Leben geschenkt (Johannes 5,24; Römer 6,23).

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Irgendwie schon.

Gott baut ja auf der Aussage auf, dass er alle seine Geschöpfe liebt. Das heißt, er glaubt nicht nur an dich, er liebt dich sogar. 

Es ist durchaus blasphemisch diese Prämisse zu revidieren, da sich sehr viele Gläubige dadurch in ihrem Glauben verletzt fühlen könnten.

(Ich spreche von "ihm" nur, weil explizit danach gefragt wurde, ob er tatsächlich existiert oder nicht ist mir nicht bekannt und ich bevorzuge davon auszugehen, dass nicht bestätigte Phänomene nicht existieren.)

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Ja, das ist er.

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Nein, blasphemisch klingt dieser Satz nicht für mich.

Er wirkt auf mich nur widersprüchlich und etwas dumm, denn wer überhaupt an eines Gottesglauben glaubt, der wird nicht an den zweiten Teil des Satzes übernehmen, weiß er doch, dass zumindest der Gott der Christenheit ganz anders denkt. - Wer aber umgekehrt nicht an Gott glaubt, der spricht hier nur unüberlegt einen vorformulierten Satz nach, an dessen Inhalt er sowieso nicht glaubt.

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Kommentar von Minilexikon
14.01.2016, 11:16

Die weißt schon, dass es mannigfaltige Arten des Gottesglaubens gibt.

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