4 Antworten

Ein PCB ist eine geätzte Kupferschicht auf einer Trägerplatte....

So etwas kann man NICHT ausdrucken... schon gar nicht mit einem 3D Drucker der nur Kunststoffbahnen aufeinander legt...

Du brauchst einen Tinzenstrahldrucker,  mitdem du auf eine Folie druckst. Diese folie nimmst du dann zum Belichten einer Fotopositiv beschichteten Platine. Nach dem Entwickeln kannst du dann das blanke Kupfer in einer Ätzlösung wegätzen...

Dann ist das PCB fertig...

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Kommentar von alewx
25.11.2016, 14:45

Hey super :) danke für die informative Antwort :)
habe mir grade auf YT videos angesehen, wo genau das gemacht wird. Big thanks :)


vielleicht noch eine frage:
wovon ist die leiterbahn-stärke (dicke) abhängig? .. logischerweise würde ich sagen, von der spannung die transportiert werden soll.. liege ich da richtig?

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Kommentar von Ireeb
26.11.2016, 14:50

Einfachere Layouts kann man definitiv 3D-Drucken, es gibt Kunststoffe, die durch Zugabe von leitfähigem Pulver leitend gemacht werden. Ich habe allerdings nicht viel Ahnung von Platinen, noch habe ich mit dem Material gearbeitet, aber ganz unmöglich ist es nicht.

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Eine PCB kannst Du nicht drucken.

Mal einfach ausgedrückt:

Du benötigst als "Grundlage" zunächst mal eine dünne Platte aus Epoxy-Harz, die mit einer dünnen Kupferfolie beschichtet ist. Diese hat eine fotosensitive Schicht.

Das Platinenlayout projizierst Du da drauf und entwickelst das Ganze ähnlich, wie man früher Filme entwickelt hat. Dort wo kein Licht draufgefallen ist bleibt die Schicht stehen.

Dann ätzt Du das Kupfer weg. Die stehengebliebene Filmschicht lässt die Säure nicht hin, sodass Du dann die Leiterbahnen auf der Platine hast.

Bilde Dir bitte nicht ein, dass ein 3D-Drucker das könnte: eine Kunststoffplatte erzeugen und Kupferbahnen darüberlegen.

Außerdem musst Du ja später löten. Wie bitte soll die Kunststoffplatte die Temperatur aushalten, wenn das Material aus einem 3D-Drucker kam...

Vermutlich wird die Industrie irgendwann mal Platinen per Drucker herstellen, aber bis dahin ist noch ein weiter Weg. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass es 8- und 16-fache Layer gibt.

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Kommentar von Ireeb
26.11.2016, 14:56

Einfachere Platinen kann man jetzt schon mit "Desktop"-3D-Druckern herstellen. Wenn er zwei Düsen hat, kann man mit zwei Materialien gleichzeitig arbeiten, einem nichtleitenden, am besten einem hitzeresistenten Kunstoff (280° sollten machbar und druckbar sein), und eben einem Kunststoff, der durch zugame von leitendem Pulver leitfähig gemacht wurde. Mit diesem habe ich allerdings noch nicht gearbeitet, daher kann ich auch nicht sagen wie er sich z.B. beim Löten verhält. https://www.filamentworld.de/shop/pla-filament-3d-drucker/proto-pasta-filament-1-75mm-conductive-pla/

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Ich kenne mich gut mit 3D-Druckern aus, allerdings musst du mir erklären, was genau mit PCBs gemeint ist.

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Kommentar von alewx
25.11.2016, 13:17

printed circuit board - also eine leiterplatine

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Sicher nicht. Dafür brauchst du wohl eine wahre Monstermaschine!

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Kommentar von alewx
25.11.2016, 10:49

ok, danke dir :)

weisst du, was die voraussetzungen an so einen drucker wären?

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Kommentar von Ireeb
26.11.2016, 14:46

"Monstermaschine" würde ich jetzt nicht sagen, darunter würde ich eher die Indistrie-3D-Drucker fassen die so viel wie ein schicker Neuwagen kosten. Drucker mit Dual Extruder findet man "schon" im Bereich ab 2000€ in noch recht handlichen Größen (der, den ich verwende ist ein Würfel mit ca. 65 cm Kantenlänge)

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