Ist diese Inkassoforderung rechtens?

6 Antworten

Gebühren von 0,3 bis 1,3 Prozent als Standard

Nix Prozent :D

Weiter habe ich gelesen, dass bei richtiger Auslegung Inkassokosten nicht erstattungsfähig sind, also vom Schuldner nicht getragen werden müssen, da es sich beim Einschalten eines Inkassounternehmens um eine Unnötige Maßnahme handelt, denn ein Inkassounternehmen hat keine umfangreicheren Methoden zum Geldeintreiben als das Gläubigerunternehmen selbst

Korrekt.

Außerdem habe ich von der DB nichtmal eine Mahnung oder einen anderweitigen Hinweis erhalten, dass die Zahlung nicht abgebucht wurde. Woher hätte ich denn wissen sollen, dass in in Verzug geraten bin?

Erm, wenn du mit Karte oder generell per Lastschrift bezahlst, bist du verpflichtet für eine ausreichende Deckung zu sorgen. Eine Rücklastschrift ist immer verzugsbegründend, eine Mahnung nicht erforderlich. Daher kann ich deine Frage nicht nachvollziehen in Zeiten von Onlinebanking schon gar nicht.

Ich wüsste jetzt gerne, wie ich weiter verfahren soll, ob ich die wucherhafte Inkassogebühr zahlen soll oder ob sich ein Widerspruch lohnt.

Zahle die Hauptforderung und ggf. Nebenforderungen, sofern statthaft (Zinsen, Rücklastschriftkosten, Adressauskunft, wenn es eine gegeben hat).

Zur Information: Auf einen Streit vor Gericht möchte ich mich ungern einlassen, da ich keine Rechtsschutzversicherung habe und die Gerichtskosten nicht stemmen könnte.

Dass du keine RSV hast kann ich sehr schnell ändern, aber du musst dir keine Sorgen machen, Inkassokosten werden nicht eingeklagt, den Grund hast du selbst geliefert.

1.)  Schau doch einfach mal deine Kontoauszüge, bzw. dein Online Banking an, ob da eine Lastschrift geplatzt ist. Über geplatzte Lastschriften erhält man immer einen Brief per Post. Da auch mal schauen.

2.)  Widersprich der Forderung des Inkassobüros schriftlich, wenn die Forderung an sich oder in ihrer Gebührenhöhe unbegründet ist. Fordere auch einen Gläubigervollmacht nach § 174 BGB . Ohne das diese Vollmacht vorhanden ist, darfst du die Inkassoforderung sowieso zurückweisen.

3.)  Eine Mahnung oder Erinnerung ist nicht notwendig, wenn der Gläubiger im Recht ist und dieser dir eine Rechnung gestellt hat, nachdem eine Leistung erbracht wurde.

4.)  Du hast Ahnung von der Sache. Respekt!  :)

Was ist diese Gläubigervollmacht? Ist das eine Vollmacht, über die das Inkasso verfügen muss, ansonsten darf es sich der Sache gar nicht annehmen?

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@lenni261290

So ist es. http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/\_\_174.html

Entweder muss die Inkassofirma die Gläubiger Vollmacht vorlegen oder zuvor der Gläubiger schriftlich dir gegenüber kundgetan haben, dass Inkassofirma XY mit der weiteren Beitreibung beauftragt wird.

Ist dies beides nicht der Fall, dann kannst du die Inkasso Forderung, mit Verweis auf den § 174 BGB, vorerst ablehnen. Die Inkassofirma kann dann aber die Vollmacht nachreichen.

Ich bin der Meinung das du hier nur die Hauptforderung von 17,50 € zahlen solltest. Sofern du die überhaupt der DB schuldest.

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Okay, der Einleitungssatz "Wir wurden am XX.XX.XXXX von der Firma XY mit dem Einzug der XY Gebühr in Höhe von X € beauftragt" reicht als Vollmachtsforderung nicht aus?

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@lenni261290

Richtig, sie reicht nicht aus.

Du musst zuvor ein Schreiben der Deutschen Bahn erhalten haben, indem diese darauf hinweisen das bei nicht fristgerechter Zahlung die Forderungsangelegenheit an die Inkassofirma weitergegeben wird, die dir jetzt geschrieben hat.

Hast du so ein Schreiben der Deutschen Bahn nicht erhalten und lag dem Inkasso Schreiben keine Vollmacht der DB bei, so kannst du die Inkasso Forderung mit Bezug auf § 174 BGB zurückweisen.

Auch muss in einer Inkasso Forderung immer stehen, um was es genau geht und wie sich die einzelnen Gebühren konkret zusammen setzen.

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3.) Eine Mahnung oder Erinnerung ist nicht notwendig, wenn der Gläubiger im Recht ist und dieser dir eine Rechnung gestellt hat, nachdem eine Leistung erbracht wurde.

Völlig richtig. Man muss sich hier aber eines Fallstrickes bewusst sein. Eine Rücklastschrift wird vor Gericht üblicherweise mit einer Verweigerung gleichgesetzt. Deswegen ist, wie du richtig schreibst, keine Mahnung mehr erforderlich.

Ich persönlich (und auch genug Gerichte) halten es für vollkommen absurd und übertrieben, bei Rücklastschriften vollkommen automatisiert ein Inkassobüro einzusetzen. Wie der TE richtig schreibt widerspricht das der Schadensminderungspflicht.

Aber: Es gibt auch einige Gerichte, die da nicht mit sich diskutieren lassen und bei genau diesem Sonderfall (Rücklastschrift) ein Inkassobüro als zweckmäßig ansehen.

Man sollte sich dieses Restrisikos bewusst sein.

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Du hast vollkommen Recht. Ignoriere das Inkassobüro und dessen Kosten und überweise direkt an die Bahn. Was sollen die 17,50 darstellen, wie kommen die zustande? Ist das die eigentliche Hauptforderung der Bahn, oder handelt es sich um eine pauschale Gebühr, z.B. für die Rücklastschrift? Letzteres wäre sicherlich angreifbar

Die 17,50€ sind die Stornierungsgebühren, die die DB dafür verlangt, dass ich das Ticket storniert habe.

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Also in dem Fall die Hauptforderung

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@lenni261290

Ich erinnere mich, du hattest vor ein paar Tagen eine Frage dazu gestellt. 

Du schuldest der Bahn im Prinzip die Hauptforderung, dazu kämen noch die Kosten für die Rücklastschrift (5,-) und evtl. Adressauskunft (10,-), falls diese nötig war. 

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Inkasso-Forderung in der Höhe und zum Zeitpunkt rechtens?

Hallo zusammen.

Meine Frage bezieht sich auf eine Forderung von einem Inkasso Unternehmen das von meinem Energieunternehmen beauftragt wurde. (Abschlag September - Zahlung per Überweisung)

Hier der Sachverhalt:

  1. Mahnung vom Stromunternehmen von 99,- Euro zum 5.10. nicht geleistet
  2. Mahnung vom Stromunternehmen von 101,50,- Euro mit Frist zum 12.10., bezahlt laut Bank zum 15.10.. In der Mahnung aber der Hinweis: Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns bei ausbleibendem Zahlungseingang die Abgabe des Forderungsfalles an einen externen Dienstleister vorbehalten.

Inkassoschreiben am 16.10. mit der Forderung + Inkassokosten von 58,50,- Euro + pauschale Entgelte von 11,70,-

In dem Schreiben wurden auch schon Teilzahlungen abgezogen, ich hatte mehr überwiesen, weil ich wusste es wird teurer.

Inkassounternehmen den Sachverhalt geschildert / Wiederspruch, die Forderung sei hinfällig, weil bereits vor dem Schreiben des Inkassounternehmens an das Energieunternehmen überwiesen wurde.

Keine Antwort, erneute Forderung zum 25.10..

Energieunternehmen angerufen, das Geld wurde für den nächsten Abschlag (Oktober) benutzt (ich muss die Abschläge überweisen) und nicht für die offenene Forderung, denn es ist mitlerweile Oktober. Oktober Abschlag zum 29.10. gezahlt.

Energieunternehmen angeschrieben mit der Bitte die Beträge richtig einzuordnen und dem Inkassounternehmen mitzuteilen.

Inkassounternehmen den Sachverhalt noch einmal geschildert / Wiederspruch.

Nun folgendes Schreiben vom Inkassounternehmen zum 2.11.:

Energieunternehmen hat die Hauptforderung zum 30.10. verbucht.

Dieser Zahlungseingang erfolgte jedoch nach Verzugseintritt (spätestens am 15.09) und nach Inkassoübergabe.

Daher haben sie aus Verzugsschadensersatzgesichtspunkten zu zahlen zumal sie durch Teilzahlung den Anspruch anerkannt haben. Zahlbar zum 14.11.

Nun meine Frage: Es ist wohl klar, dass Energie- und Inkassounternehmen zusammen arbeiten.

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Vielen Dank für die Hilfe.

jo

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