Ist die Zeitschrift/das Unternehmen Öko-Test völlig unabhängig oder werden je nach Zahlungseingang von Unternehmen die Testergebnis "Korrigiert"...?

6 Antworten

So etwas wie völlig unabhängige Medien (egal ob Zeitung, Zeitschrift, Fernsehn etc.) gibt es nicht. Öko-Test lebt, wie alle anderen auch von Werbeeinnahmen. Die Zeitungsverkäufe als solches fallen schon seit geraumer Zeit nicht mehr ins Gewicht. Das ließe einen natürlich vermuten das da Gelder fließen um Testberichte zu schönigen. 

Ganz so einfach ist es aber dann doch nicht. Denn im Gegensatz zu normalen Zeitungsartikeln, von denen schon ewig Bekannt ist das da beeinflusst wird und nicht selten bereits vor dem Schreiben eines Artikels dessen Kernaussage bereits fest gelegt ist, kann man die Testverfahren nachvollziehen. Das heißt das jeder der Ahnung hat die Versuche und Analysen ebenfalls durchführen kann. Wenn also an den Ergebnissen herum manipuliert werden würde, dann würde das recht schnell auffliegen, der Ruf des Blattes wäre ruiniert und kein Mensch würde es noch lesen. 

Das bedeutet aber nicht, das es im stillen Kämmerlein nicht doch gelegentlich zu Mauscheleien kommt. Den Test (bzw. die Tests - sind ja meist mehrere) selber kann man also wenn überhaupt nur bedingt manipulieren. Was man aber sehr wohl beeinflussen kann ist das was getestet wird und wie die einzelnen Kriterien gewichtet werden. So kann es auch schon mal vor kommen das Produkte, deren Inhaltsstoffe eigentlich nicht das Gelbe vom Ei sind sehr wohl mit einer guten Bewertung davon kommen. Auch kann es vorkommen das die Testmuster vom Hersteller selbst kommen und nicht auf dem freien Markt erworben wurden. Das diese dann entsprechend anders zusammen gesetzt sind, als das was vom Fließband kommt ist ein offenes Geheimnis. Auch darf man nicht vergessen, wenn ein solcher Test gemacht wurde, Produkt XY ne gute Bewertung erhalten hat, wer garantiert das der Hersteller nach Veröffentlichung das Produkt nicht still und heimlich ändert? Niemand. Und last but not least darf nicht vergessen werden, das die Aussagen jeweils nur für das entsprechende Testmuster gelten und nicht auf die gesamte Produktion angewendet werden sollte, auch wenn ein solcher Test ja repräsentativ dargestellt wird. Denn innerhalb der Produktion kann es immer zu Schwankungen in den verschiedensten Bereichen kommen.

Trotz allem denke ich das die Tests bzw. die Testergebnisse eher weniger manipuliert werden. Nicht umsonst werden Test/Öko-Test bzw. deren Verlag jedes Jahr dutzende Male verklagt und Unternehmen versuchen Veröffentlichungen zu verhindern. Wäre alles so manipulativ könnten sich die Unternehmen Geld und Stress sparen und es den Zeitungsmachern direkt auf den Tisch legen. Und das es solche Versuche offener Manipulation bzw. versuchter Schmiergeldzahlungen von Seiten der Unternehmen gegeben hat ist bekannt.

Letzten Endes muss jeder für ich selbst entscheiden ob er solchen Testberichten glauben schenkt oder nicht. 

Warentest und Ökotest leben davon, "unabhängig" von den Herstellern zu sein. Wenn man ihnen das nicht mehr glaubt, können sie aufhören Hefte zu drucken. Daher gehe ich nicht davon aus, daß dort Abhängigkeiten bestehen.

Was man dort sehen kann sind natürlich Gewisse Grundeinstellungen (politische, ökologische), von denen der Mensch und auch eine Redaktion nicht unabhängig ist und die sicher auch in die Bewertung einfließen. Ich würde aber denken das zwei Produkte, bei denen man die gleichen Schadstoffe findet Herstellerunabhängig schlecht bewertet werden.

Daher gehe ich nicht davon aus, daß dort Abhängigkeiten bestehen.

Zumindest keine offensichtlichen...

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Unbewiesene Unterstellungen sollte man unterlassen,  sonst ist man  ruckzuck dran.

Abgesehen davon, unabhängig von Ökotest,  denen ich nix schlechtes nachsagen kann: : Man würde das umgekehrt  machen,. Erst kommen freundliche Zuwendungen, dann baut man den Test so passend, dass genau Produkt x gewinnt. 

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