Ist die Zeit der Wissenschaft vorbei 2.0?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Ein Gedankenexperiment reicht:

  • Was weiß man noch nicht?
  • Was sind die größten Rätsel der Physik und Kosmologie?
  • Was sind die größten Herausforderungen der Medizin?
  • Wie viele unentdeckte Arten vermutet die Biologie?
  • Was sind die unbewiesenen Sätze der Mathematik?

Lautet die Antwort auf alle fünf Fragen "Nichts"? Dann wäre der ganze Kosmos erforscht und die Wissenschaft wäre arbeitslos.

Tja, bisher ist es aber so, dass jede neue Erkenntnis zehn neue Fragen aufwirft. Es gibt also immer mehr zu erforschen, statt immer weniger.

Übrigens dachte man vor gut 100 Jahren schon mal, alles sei erforscht. Man riet Schulabgängern sogar davon ab, Physik zu studieren. Dann kam Marie Curie und entdeckte die Strahlung ... mal sehen, welche Entdeckung morgen kommt, damit dein Lehrer aufwacht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn du definierst was für dich "Zeit der Wissenschaft" ist und warum sie "vorbei" sein soll kann Dir da vielleicht geholfen werden.

Ähnliches gilt für dein Experiment mit Bärtierchen (Beertirechen???), wenn Du uns sagst was du gemacht hast und wie, mit welcher Hypothese und welchem Ergebnis können wir Verbesserungsvorschläge machen.

So können wir nur raten...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von maxxxxam
23.10.2016, 11:25

Mein Philosophielehrer meinte das die Zeit der Wissenschaft vorbei ist( das keine bedeutenden Entdeckungen mehr gemacht werden) ( siehe Frage "Ist die Zeit der Wissenschaft vorbei?").
Ich hab mir bei dem Experiment gedacht, dass das gut auf der Ebene der persönlichen Wissenschaft ist.

1
Kommentar von maxxxxam
23.10.2016, 11:47

Er hinterfragt alles und glaubt wenig (Philosophisch Gesehen)

Experiment:
Mit der Klasse das Bärtierschen Mikroskopieren
Dann überlegen was dieses Tier alles aushalten kann
Anzünden, einfrieren, ins Vakuum packen
Ich weiß das dem Tier nichts passieren kann, aber es soll halt spannend wirken

Klingt ein bisschen nach Tierquälerei ist es aber nicht, da dieses Tier sogar schon in aktiven Vulkankratern gefunden wurde,....

1

Hm. Also irgendwie kann ich da deinem Philosophielehrer nicht wirklich folgen. Nichts gegen Philosophie (da verstehe ich nur wenig von), aber unser Alltag wird wesentlich stärker von den Errungenschaften (und auch den Erkenntnissen) der Wissenschaft geprägt als von der Philosophie.

Das Internet ist noch nicht so alt, aber es hat die Kommunikation revolutioniert, um mal ein Beispiel zu bringen. Gravitationswellen sind eine durchaus aufregende neue Erkenntnis (nun auch experimentell belegbar) der Physik. Die Chemie macht weitere Fortschritte (molekulare Maschinen), und die Biologie auch (es gab schon eine Zeugung eines Menschen, an der das Erbgut von 1 Mann und 2 verschiedenen Frauen beteiligt war).

Kann es sein, dass er da einiges verschlafen hat?
Natürlich mag es sein, dass das alles nicht nach seinem Geschmack ist, aber wenn das so ist, dann kann dies wohl kaum ein valides Beurteilungskriterium sein.

Warum ein Bärtierchen ihn nun überzeugen sollte, weiß ich auch nicht. :)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das Zerlegen der Menschheitsgeschichte in Zeitalter gehört zur Tätigkeit der Historiker und ist kein naturwissenschaftlicher Forschungsgegenstand. Ob die "Zeit der Wissenschaft" vorbei sei, ist keine naturwissenschaftliche Fragestellung. Freilich ist es denkbar, daß künftige Historiker so eine These einmal aufstellen könnten, aber wenn, dann würden sie es nicht mit einem Schülerexperiment aus dem Jahre 2016 begründen, sondern z.B. mit einer über viele Jahrzehnte andauernden weltweiten Stagnation der Forschung und der Forschungsresultate, verursacht vielleicht durch Austrocknen der Geldmittel aufgrund einer schweren langanhaltenden Wirtschaftskrise infolge von Klimawandel, Dürre- und Hungerkatstrophen und Bürgerkriegen, oder vielleicht verursacht durch einen dramatischen Prestigeverlust der Wissenschaften, etwa weil man ihnen vorwerfen könnte, angesichts realer Menschheitsprobleme korrupt geworden und den Interessen herrschender Eliten gedient, aber denen der Mehrheit geschadet zu haben. Hierüber kann man zwar von heute aus keine soliden Prognosen machen, aber man kann Zeitzeichen beobachten, darüber nachdenken, auf welche Zukünfte die Menschheit sich zubewegt, und sich für richtige Entscheidungen einsetzen. Und man kann Science-Fiction-Stories darüber schreiben. Ein klassischer SF-Roman, der ein ähnliches Thema behandelt, ist "Lobgesang auf Leibowitz" von Walter M. Miller jr.

https://de.wikipedia.org/wiki/Lobgesang\_auf\_Leibowitz

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein, es gibt noch vieles zu entdecken, und die Wissenschaften werden weiterhin benötigt, um das Leben der Menschen zu erleichtern, aber auch, um die Mehrheit bei Laune zu halten, damit sie nciht die Minderheit beim Herrschen stört.

Ja, die Zeit ist vorbei, zu der sich Menschen für die Wissenschaften begeistert haben und auch noch daran interessiert waren, etwas darüber zu lernen. Heute gibt es Wissenschaft im TV nur noch knapp über Vorschulniveau, und auch das nur spätabends in wenig verbreiteten Spartensendern.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Bevarian
23.10.2016, 20:32

Oh wie wahr!  ;(((

2

Was möchtest Du wissen?