Ist die Welt zu hart geworden?

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9 Antworten

Das kommt auf die Zeitspanne an, die du meinst. Es gibt heute wesentlich bessere Medikamente und Arzneimittel gegen Krankheiten, allerdings ist die Verarbeitung von Patienten als Massenware nicht sonderlich vorteilhaft. Es gab auch immer wieder Phasen, wo es absolut schwer war, einen Job zu finden. Massenarbeitslosigkeit gab es früher auch.

Der Kontakt mit Mitmenschen war damals deswegen leichter, weil es an Alternativen mangelte. Damals gab es gerade mal 3 Fernsehprogramme. Man kann heute mit jedem in Kontakt treten, ohne ihn direkt anzusprechen. Deswegen verlernen auch einige den sozialen Kontakt mit ihren Mitmenschen. 

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Wahrscheinlich bist Du zuviel Gelatine und zu wenig Knochen! Die Welt ist voller geworden. Das erhöht die Chancen. Das erhöht aber auch die Konkurrenz. Die Welt ist freier geworden. Das erhöht aber auch den Zwang zur Wahl. Die Welt ist vielfältiger geworden. Das erschwert die Übersicht. Die Welt ist sicherer geworden. Das erhöht die Überwachung. Die Welt ist - zumindest in Deutschland - im moralischen Anspruch gewachsen. Das erhöht den Druck zur Heiligkeit oder zur guten Selbstdarstellung. Das Leben ist nicht schwerer geworden, nur anders und ungeschützter. Weil wir mit 81 Millionen nicht genug eigene Probleme haben, übernehmen wir die Probleme der Welt, am besten hier, weil hier soviel Platz ist. Das machts doch kuschelig. War es früher schon schwierig mit Christen auszukommen, ist uns das heute einfach zu wenig. Wir erhöhen die Toleranzgrenze, dass auch Kannibalen Platz finden, möglichst als Veganer. Wenn die Kuh aufs Eis geht, bist Du mit dabei.

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Nur eine kleine Anzahl von Dingen, die es Mal gab:

- Kein Wahlrecht der Frauen vor nicht all zu langer Zeit

- Gladiatorenkämpfe

- Folter

- Verfolgung aufgrund verschiedener Religion

- Die Pest

- Fast alle Kinder sterben

- Du wirst in einen Stand hineingeboren ("Bauer") und wirst nie etwas anderes sein

- ...


Was ich damit sagen möchte, das extreme Gegenteil ist der Fall. Die Welt ist zwar nicht perfekt, sie ist aber nicht schlechter/härter geworden, sondern besser.

(Auch treffen einige dieser Dinge in manchen Ländern sogar heute noch zu.)

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Welchen Vergleich hast du dass das Leben früher einfacher war? Kontakt zu Mitmenschen kann man heute schon allein durch die Technik viel besser aufbauen als früher wo nicht mal jede Familie ein Festnetztelefon hatte. Das Leben ist das, was du draus machst. Wenn man nur in seinem Zimmer in Selbstmitleid badet, ist es nicht einfach, das stimmt.

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Kommentar von Schmeilie
23.10.2016, 10:23

Wegen der Verbindung zu den Mitmenschen; der Fragensteller könnte es auch anders gemeint haben. Manchmal ist es schwer mit bestimmten Menschen auszukommen, manchmal will man einfach allein sein oder versteht nicht warum die anderen einem nicht verstehen... Zum Beispiel.

Ist nur eine Vermutung, aber ich habe das jetzt so verstanden, dass das Problem nicht bei dem Wege des Kontaktes liegt (also ob über Telefon oder Facebook) sondern eher in der Art des Kontaktes.

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Job ja aber auch nein. Die Leute früher mussten härter arbeiten. Heute wollen halt alle den besten Job was die Sache schwieriger macht. Kontakt zu Menschen vllt. schon, da vorallem die Technik die Menschen eigentlich antisozial macht  aber im Bezug auf Gesundheit nein, da die Lebenserwartung der Menschen immer mehr steigt. Vor 200 Jahren hätte man schon mit 60-70 Jahren ins Gras gebissen heute im Durchschnitt erst mit 70-80 Jahren

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Da hast du recht, ich finde die Welt ist kompliziert geworden. Auch haben finde ich, die Menschen den Sinn für das wichtige im Leben verloren.

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"Echt schwer geworden" kann ich nicht zustimmen, aber der zunehmende Egoismus und das sinkende Interesse am Gemeinwohl gibt mir schon zu denken.

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Wenn du in der Zeit des dreißigjährigen Krieges leben würdest, hättest du vermutlich die gleiche Frage - aber mit mehr Berechtigung - gestellt.

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Die Welt war schon immer hart.

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