Ist die Versenkung der Lusitania ein (Kriegs) Verbrechen?

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2 Antworten

Nein, definitiv kein Kriegsverbrechen. Die Waffen an Bord waren ein Bruch der Neutralität. In einer Anzeige von deutscher Seite in einer New Yorker Zeitung wurden die Pasagiere vor Abreise davor gewarnt, das Schiff zu benutzen. Der U-Bootangriff erfolgte gemäß Kriegsrecht.

Es gibt Argumente, die dafür sprechen, Churchill habe die Lusitania geopfert, um Amerika in den Krieg hineinzuziehen. Was dann mittelfristig ja auch klappte. Beweisen läßt sich das allerdings nicht, ein expliziter Befehl Churchills an das Schiff, den Kurs zu ändern - und damit direkt auf das deutsche U-Boot zuzusteuern - wurde nicht gefunden. Die Marineakten sind meines Wissens immmer noch nicht zugänglich, deswegen wird sich dieser Teil der Schuldfrage so noch nicht lösen lassen.

Unabhängig davon ist seit langem klar: Es war kein Kriegsverbrechen.

Gruß, earnest

Das New Yorker Appellationsgericht stellte Ende Januar 1923 in einer gerichtlichen Entscheidung fest, dass die "Lusitania" Munition an Bord gehabt hatte, dass die Versenkung nicht als "Seeräuberverbrechen", sondern als eine regelrechte Kriegshandlung angesehen werden muss.

Quelle: http://www.deutsche-schutzgebiete.de/lusitania.htm

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