Ist die übermäßige Nutzung des Smartphones nun ein Indiz für eine immer kälter werdende Gesellschaft oder verstärkt der Gebrauch die sozialen Bindungen?

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6 Antworten

ich denke das der straßenbahn vergleich hinkt. Die wenigsten haben sich auch früher in den öffentlichen verkehrsmitteln unterhalten. Da war dann zeitung angesagt.

Ich denke aber schon das diese art der vernetzung den sozialen umgang verändert. Ich sehe es z.b. immer wieder wie kids unfähig sind in den soziale medien ungewollte nachrichtenschreiber etc. einfach zu blocken.

Die interaktion wird etwas unpersönlicher und man macht definitiv weniger miteinander. Ich komme auch noch aus einer zeit in der man als 12-13 jähriger noch jedes wochende mit freunden durchs dorf marschiert ist und kram gemacht hat.

Aber das ist in diesem fall kein problem der technick sonder der gesellschaft allgemein.

Ich denke nicht das es eine wirkliche auswirkung auf die sozialen bindungen haben wird. Die meisten haben RL freunde mit denen sie regelmäßig was unternehmen.

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Kommentar von bachforelle49
28.07.2017, 15:32

soziale Kompetenzen grad der Jugendlichen und Heranwachsenden und die Fähigkeit(en), in der Ausbildung und Beruf, auch Privatleben, durchzuhalten, gehen flöten mit der Anonymisierung, für die der übermäßige Gebrauch des Smartphones (auch in der Schule) auch ihren Teil beiträgt

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In öffentlichen Verkehrsmitteln hat man sich schon früher nicht wirklich miteinander unterhalten, sondern einfach stumm nebeneinander gesessen Bis man seine Haltestelle erreicht hat.

Die gefühlte Vereinsamung aufgrund digitaler Medien ist laut aktuellen Studien eher eine subjektive Wahrnehmung, wohingegen häufig die besseren Möglichkeiten zur Kommunikation und zur Verabredung mittels Chat Programme wie z.b. WhatsApp häufig gar nicht so wahrgenommen wird.

Viele Jugendliche verabreden sich weitaus häufiger und kommunizieren auch häufiger, indem sie ihre Smartphones dafür nutzen.

Und selbst wenn Jugendliche nebeneinander sitzen und "auf ihr Handy starren", wird sich trotzdem zwischendurch unterhalten.

Ich für meinen Teil halte diese Sichtweise für reichlich überdramatisiert. Es ist ja längst nicht so, dass nur noch kommunikationslose Zombies durch die Innenstädte streifen.

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Ich bin gerade in der Generation die das noch richtig vergleichen kann. Damals sind wir raus gegangen und haben gespielt. Heute sehe ich viele Jugendliche die gar nicht mehr ohne Smartphone leben können.

Mir kommt es auf jeden Fall so vor, dass die sozialen Fähigkeiten enorm abnehmen.

Aber ich schiebe die Schuld nicht direkt auf den technischen Fortschritt. Es ist eher unsere Gesellschaftsform die uns glauben machen will, dass wir "effizient" sein müssen um einen Stellenwert im Leben zu haben. Und daher kommt der Bedarf an Technologie die angeblich Zeit sparen soll.

In Wirklichkeit spart man auch an sozialen Fähigkeiten.

Für uns ist es mittlerweile normal Überstunden zu machen. Das beide Elternteile arbeiten gehen um ihre Familie zu versorgen. Das man Dates mit Tinder auf einer oberflächlichen Art vereinbart, da das Gespräch viel zu "zeitaufwendig" und "anstrengend" ist.

Wie oft Treffen mit Freunden abgesagt wird, weil man noch "etwas zu arbeiten" hat.

Und dann zum Schluss Facebook was wiederum Zeit sparen soll. Hier postet man sein geiles Leben - was am Ende doch nicht so ist - um irgendwie doch noch Geltung im sozialen Bereich zu bekommen.

Ich finde das alles irgendwie krank und traurig. Ich habe schon seit Jahren alle meine sozialen Accounts gelöscht.

Vor allem sind Facebook & Co. oft für Depressionen verantwortlich. Weil Leute die ganze Zeit von Freunden tolle Fotos und Momente sehen und dann glauben das diese Menschen nur ein geiles Leben haben. Was oft nicht der Wahrheit entspricht. Und so schaukeln sich alle über dieses Sachen gegenseitig ins Abseits.

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Kommentar von Yuurie
25.07.2017, 17:39

Auch ich gehöre zu dieser Generation an und ich brauch einen eigenen Text hier gar nicht mehr verfassen. Ich stimme dir in allen Punkten zu.

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Ich hab neulich gelesen, dass uns die Dinger (Soziale NW) eher asozial machen, also das Gegenteil erreichen. Menschen, die häufiger auf SM-Kanäle waren, fühlten sich im Nachhinein eher schlechter

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Ich denke das nicht mehr wir sondern Datenbanken und Programme uns miteinander verknüpfen aber dieser Trend ist nicht aufzuhalten weil er mit allen anderen Industrialisierungen Hand in Hand geht. Ich denke nicht das die Gesellschafft anonymer wird.

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Besonders Laternenpfäle und Schilderstangen werden nicht wahrgenommen....

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Kommentar von bachforelle49
12.07.2017, 16:48

du meinst, man(n) läuft blind durch die Gegend...(frau auch...) :-)..

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