Ist die Türkei ein Legaler Staat?

5 Antworten

Ein Staat ist dann einer, wenn er über ein Staatsgebiet, ein Staatsvolk und Staatsgewalt verfügt. Das ist bei der Türkei der Fall.

Im Vertrag von Lausanne wurden u.a. die Grenzen der Türkei festgelegt. Was das an der 'Legalität' des Staats ändern soll, ist mir unklar.

Naja kann eine eine Vertreterregierung in Ankara denn einen Staat einfach so auflösen und Gebiete verschenken? Zumal der Staat 1923 ja eben noch in Istanbul war, die Vertreterregierung in Ankara. Mir geht's darum, wer diesen Vertrag unterschrieben hat. Denn jenachdem Wer ihn unterschrieben hat, ist der Vertrag gültig oder nicht. Es kann ja, um ein extrembeispiel zu nennen ja auch kein normaler deutscher Bürger nach Russland gehen und deutsche Gebiete verschenken.

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@Muslimhelper

Niemand zweifelt die Gültigkeit des Vertrags an (außer dir anscheinend), und deshalb gilt er.

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@PatrickLassan

Wenn ich jetzt aber Deutsche Gebiete verschenken würde, und die meisten es akzeptieren würden, würde es das Gesetz doch sicher nicht zulassen. Zwar gibt es Staaten nur in den Köpfen der Menschen, ja. Wenn Menschen nichtmehr an Staaten und ihre Herrschaftsgebiete glauben würden, dann gäbe es diese von heute auf morgen nichtmehr. Aber rein rechtlich, angenommen man glaubt noch an Gesetze, würde das doch niemals gehen.

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@Muslimhelper

Du vergleichst das, was vor annähernd hundert Jahren nach dem 1. WK und dem Untergang des Osmanischen Reichs passiert ist, mit der Gegenwart.

Wenn Staaten untergehen, dann passiert das nun mal nicht nach irgendwelchen gesetzlichen Regeln. Für die Türkei war der Vertrag von Lausanne posotiv, weil er die durch den Vertrag von Sevres getroffenen Regelungen teilweise aufhob.

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@PatrickLassan

Die Siegermächte wollten das so. Glaubst du, ihre militärische Stärke hätte nicht ausgereicht, um die von der kolonisierung, dem 1 wk und dem Krieg gegen die Griechen geschwächten und gespaltene Türken zu besiegen? Wenn sie gewollt hätten, hätten sie ganz Türkei einnehmen können. Einzige Konsequenz wären vielleicht Proteste, Unruhen und Chaos gewesen. Aber auch das lässt sich mit genügend militärischer Macht niederschlagen, welche die Siegermächte, besonders wenn sie das ganze vereint gemacht hätten, definitiv hatten. Ohne den Vertrag von Lausanne stünde der Türkei der norden syreins und Iraks zu, sowie kleine Gebiete im Kaukasus, ostgriechenland und ein Recht großer Teil Bulgariens.

Ich verstehe nicht, warum der Vergleich nicht in Ordnung sein soll?

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@Muslimhelper
Die Siegermächte wollten das so

Möglich, interessiert aber in diesem Zusammenhang nicht.

Ohne den Vertrag von Lausanne stünde der Türkei der norden syreins und Iraks zu, sowie kleine Gebiete im Kaukasus, ostgriechenland und ein Recht großer Teil Bulgariens.

Dass ein verlorener Krieg zu Gebietsverlusten führen kann, kommt vor.

Durch den Vertrag von Lausanne war die Türkei besser gestellt als durch den Vertrag von Sevres.

Ich verstehe nicht, warum der Vergleich nicht in Ordnung sein soll?

Du vergleichst die durch einen verlorenen Krieg und dem Untergang des Osmanischen Reichs ausgelösten Gebietsverluste mit dem 'Verschenken' von Gebieten in der Gegenwart. Überleg einfach mal, warum man das nicht vergleichen kann.

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Du vergleichst Mustafa Kemal Atatürk mit irgendwelchen Abgeordneten? Es ist sehr deutlich, dass du hier Geschichtsrevisionismus betreibst!

"Es war kein anderer als der Sultan des Osmanischen Reichs selbst, Mehmed VI., der den Weltkriegshelden und Sieger von Gallipoli zu Hilfe rief, um Unruhen in Anatolien niederzuschlagen. Der Sultan jenes Reichs also, das zu den Verlierern des Ersten Weltkriegs gehörte und dessen Überreste Kemal dereinst hinwegfegen und durch ein modernes Staatswesen ersetzen sollte.

Mehmed VI. gab ihm den Auftrag, im Hinterland von Samsun am Schwarzen Meer für Ruhe zu sorgen. Ab Ende April 1919 sollte er die von den westlichen Siegermächten – England, Frankreich, Italien – aufoktroyierten Bestimmungen des Waffenstillstands durchsetzen. Was folgte, war für den Sultan das Gegenteil von Ruhe. Kemal organisierte den Widerstand gegen den Osmanenherrscher, der dabei war, sein Land an auswärtige Mächte zu verschleudern. Innerhalb von nicht einmal einem Jahr hatte Mehmed VI. eine von Kemal angeführte Gegenregierung in Ankara am Hals, und weitere zweieinhalb Jahre später waren das mittelalterlich geprägte Osmanische Reich und das Sultanat Geschichte, Istanbul als Hauptstadt gefallen. Stattdessen gab es ein neues Land mit Namen »Türkiye Cumhuriyeti«, Republik Türkei."

https://www.spektrum.de/news/uebervater-der-tuerken/1607190

Die Niederlage des Osmanischen Reiches im ersten Weltkrieg war total! Zusammen mit Deutschland, Österreich-Ungarn und Bulgarien hatte man bedingungslos kapitulieren müssen! Von Seiten der siegreichen "Alliierten" gab es Pläne, alle Küsten von Kleinasien an Griechenland zu übergeben! Atatürk hat es geschafft, das "türkische Viereck" zu erhalten!

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Studium an div. Universitäten sowie Intereligiöser Dialog.

Gibt es daran irgendwelche begründeten Zweifel?

Gruß, earnest

Naja kann eine eine Vertreterregierung in Ankara denn einen Staat einfach so auflösen und Gebiete verschenken? Zumal der Staat 1923 ja eben noch in Istanbul war, die Vertreterregierung in Ankara.

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