Ist die Taufe heilsnotwendig für Christen, oder genügt schon der Glaube?

16 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Pasmalle,

es ist sehr gut die Dinge so zu hinterfragen. Auch finde ich es sehr gut unabhängig von diversen Religionsgemeinschaften Gottes Wort, die Bibel, als Maßstab dieser Glaubensfragen zu verwenden.

Ich mach es hier ganz kurz, die Bibelstellen erklären sich fast ganz von alleine:

Aber zuvor: Was bedeutet „Errettung, von was wird errettet“?

(Johannes 3:16) 16 Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe.

(Matthäus 9:6) 6 Damit ihr aber wißt, daß der Menschensohn Gewalt hat, auf der Erde Sünden zu vergeben —“, darauf sprach er zu dem Gelähmten: „Steh auf, heb dein Bett auf, und geh zu deinem Haus.“

(Lukas 23:43) 43 Und er sprach zu ihm: „Wahrlich, ich sage dir heute: Du wirst mit mir im Paradies sein.“

Das Ziel in Bezug auf den Mensch ist „Befreiung von Sünde und Tod, ewiges Leben auf einer paradiesischen Erde“

Als erstes: Was ist mit den Verstorbenen? Auch jenen, die einen anderen Glauben ausgeübt haben?

(Römer 6:7) 7 Denn wer gestorben ist, ist von [seiner] Sünde freigesprochen.

Folge davon:

(Apostelgeschichte 24:15) . . .und ich habe die Hoffnung zu Gott, welche diese [Männer] auch selbst hegen, daß es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird.

Generelle Ausnahme davon:

(Matthäus 12:31, 32) 31 Deswegen sage ich euch: Jede Art von Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden, aber die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben werden. 32 Zum Beispiel, wer irgendein Wort gegen den Menschensohn redet, dem wird vergeben werden; wer immer aber gegen den heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden, nein, weder in diesem System der Dinge noch in dem kommenden.

Wer zählt zu den „Gerechten“ in der Auferstehung?

(Jakobus 2:23) . . .„Abraham setzte Glauben in Jehova, und es wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet“, und er wurde „Freund Jehovas“ genannt.

(Jakobus 2:17) 17 Ebenso ist der Glaube, wenn er keine Werke hat, in sich selbst tot. . .

Welche Werke könnte man tun? Beispielsweise folgende Anweisung ausführen:

(Matthäus 28:18-20) 18 Und Jesus trat herzu und redete zu ihnen, indem er sprach: „Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden. 19 Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, 20 und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge.“

Warum taufen wenn durch den persönlichen Tod die Erbsünde bezahlt ist?

(1. Petrus 3:20, 21) . . .während die Arche errichtet wurde, in der wenige Personen, nämlich acht Seelen, sicher durch das Wasser getragen wurden. 21 Das, was diesem entspricht, rettet jetzt auch euch, nämlich [die] Taufe (nicht das Ablegen der Unsauberkeit des Fleisches, sondern die an Gott gestellte Bitte um ein gutes Gewissen), durch die Auferstehung Jesu Christi.

Wie Jesus im Matthäusevangelium sagt, können die Jünger Jesu getauft werden. Nur reife Menschen können nach Petrus die Bitte an Gott stellen. Die Kindstaufe ist wert- und sinnlos und biblisch nicht zu begründen.

Die Taufe wird hier als „Rettungsvorkehrung im Weltgericht“ beschrieben – in ähnlicher Funktion wie seinerzeit die Arche in der Sintflut. Wer nicht in der Arche war, hat das damalige „Weltgericht“ oder den damaligen „Weltuntergang“ nicht überlebt.

Gibt es dafür eine weitere Bestätigung in der Bibel, das dem so ist?

(Offenbarung 7:9-14) 9 Nach diesen Dingen sah ich, und siehe, eine große Volksmenge, die kein Mensch zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen stand vor dem Thron und vor dem Lamm, in weiße lange Gewänder gehüllt, und Palmzweige waren in ihren Händen. 10 Und sie rufen fortwährend mit lauter Stimme, indem sie sagen: „Die Rettung [verdanken wir] unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm.“ 11 Und alle Engel standen rings um den Thron und die Ältesten und die vier lebenden Geschöpfe, und sie fielen vor dem Thron auf ihr Angesicht und beteten Gott an, 12 indem sie sprachen: „Amen! Der Segen und die Herrlichkeit und die Weisheit und die Danksagung und die Ehre und die Macht und die Stärke [seien] unserem Gott für immer und ewig. Amen.“ 13 Und einer der Ältesten ergriff das Wort und sprach zu mir: „Wer sind diese, die in die weißen langen Gewänder gehüllt sind, und woher sind sie gekommen?“ 14 Da sagte ich sogleich zu ihm: „Mein Herr, d u weißt es.“ Und er sprach zu mir: „Das sind die, die aus der großen Drangsal kommen, und sie haben ihre langen Gewänder gewaschen und sie im Blut des Lammes weiß gemacht.

Äußerlich kann man sich vor dem wahren Gott als gerecht nur darstellen, wenn man das Loskaufsopfer, das Jesus mit seinem Blut erbracht hat, auch für sich anwendet (Aktiv: „Sie haben...“).

→ Teil 2

→ Teil 2

Daher hätten jene, die zu den „Gerechten“ in der Auferstehung von den Toten zählen, auch das Weltgericht von Har Magedon überlebt.

Wenn man das alles auch nur grob begriffen hat und das für sich behält – das ist verkehrt, ja sogar Sünde, denn

(Römer 10:14, 15) 14 Doch wie werden sie den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben? Wie aber werden sie an den glauben, von dem sie nicht gehört haben? Wie aber werden sie hören, ohne daß jemand predigt? 15 Wie aber werden sie predigen, wenn sie nicht ausgesandt worden sind? So wie geschrieben steht: „Wie lieblich sind die Füße derer, die gute Botschaft guter Dinge verkünden!“

(Matthäus 24:14) 14 Und diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen.

Ohne Glauben geht niemand predigen.

Nächstenliebe und Liebe zum wahren Gott und dem Herrn Jesus drängt zum „tätigen lebendigen Glauben und echten Gottesdienst.“

Hier ein Link zum Thema mit weiterführenden Gedanken:

http://www.gutefrage.net/frage/religion-taufe#answer34153544

LG

JensPeter

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@JensPeter

Obwohl deine Antwort auch Formulierungen enthält, die nur von den Zeugen Jehovas geteilt werden, trifft sie doch als Antwort auf meine Frage am genauesten ins Ziel! Danke.

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@pasmalle

Hallo Pasmalle,

besten Dank für den Stern :-)

Wenn ich helfen konnte freue ich mich.

LG

JensPeter

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Wenn jemand wirklich von Herzen glaubt, dass Jesus für seine Sünden gestorben ist, wird er von alleine den Wunsch haben, ganz zu Jesus zu gehören - und damit auch zu einer christlichen Kirche! Und auch den Wunsch am Abendmahl teilnehmen zu dürfen, wofür die Taufe Voraussetzung ist! Das "Sola fide" von Martin Luther hat nichts mit Deiner Frage zu tun, sondern es ging ihm darum, dass der - selbstverständliCH getaufte - Christ "allein aus Glauben" gerettet wird - und nichT, wie die katholische Kirche behauptet hatte, durch Werke wie Wallfahrten, Spenden (Ablass etc.) u.s.w.!

"Sola Fide", also allein aus Glaube muss in Kombination mit allein durch Christus und allein aus Gnade gesehen werden. Das heißt gerettet wird man allein durch den Glauben an Jesus den man aus der Gnade Gottes geschenkt bekommt.

Die Frage wann man gerettet ist, ist mit einem "Wer getauft ist und Glaubt" nicht vollständig beantwortet. Fragen wie "Was ist mit ungetauften Babys" oder "Was ist mit Menschen die nie von Jesus gehört haben" (oder nur falsches) werfen die Frage nach der Gerechtigkeit Gottes auf. Ein Gerechter Gott kann diese Menschen nicht ohne weiteres in die Hölle werfen, schließlich können sie nichts dafür das sie nicht getauft wurden.

Die kat. Kirche lehrt deshalb das es keine "Unseligsprechung" gibt, also das man nicht wissen kann ob jemand in die Hölle kommt oder nicht. Die evangelischen Kirchen haben diese Ansicht mittlerweile weitgehend übernommen.

Zusammenfassend kann man sagen das wer getauft ist und Glaubt gerettet ist und wer nur glaubt wahrscheinlich gerettet wird.

@Klaus02

Tut mir leid, aber ich muss dir im letzten Teil entschieden widersprechen. Das neue Testament lehrt - wenn man es verstehen will - ganz klar:

Getauft werden kann nur wer zum Glauben gekommen ist. - Dann die Taufe als Folge des Glaubens. - Dann die "Unterrichtung der Gläubigen im Glauben" (als letztes nach Matth. 28, 19) - Alles andere ist unlogisch und falsch, auch wenn uns die großen Kirchen etwas anderes lehren wollen und seit Jahrhunderten, bzw. Jahrtausenden vormachen.

Die Heil erlangt der Mensch nur mit dem Glauben. - Er ist Schritt 1. Die Taufe ist Schritt 2. - Wer umgekehrt beginnen will "stolpert" oder "fällt" wie im Alltag auch.

Diese Regel wird auch der Situation von Kleinkindern bzw. Erwachsenen gerecht die noch nie die Entscheidungsmöglichkeit hatten sich für oder gegen den Glauben zu entscheiden und verurteilt diese trotzdem nicht zu "Unseligen", da nach dem Evangelium mit Zuversicht davon ausgegangen werden darf, dass der christliche Gott eine "gerechter Gott" ist und die Umstände des zwangsläufigen "Unglaubens" mit berücksichtigen wird. Ich hoffe, ich konnte das was ich zu vermitteln versuche, allgemeinverständlich "rüberbringen".

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@pasmalle

Ich hoffe deinen letzten Satz nicht missverstanden zu haben. Falls doch müßten wir ja der gleichen Meinung sein.

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@pasmalle

Die Frage ist Umstritten, aber das die großen Kirchen der Auffassung sind das die Gnade und nicht die Erkenntnis (griechisch Gnosis) rettet hat durchaus seine Gründe. (z.B. was ist mit Geistig behinderten?) Bei "gesunden Erwachsenen" ist es klar das nur getauft werden kann wer zum Glauben kam, aber was ist mit Kindern oder Geistig behinderten?

Der Letzte Satz bedeutet das jemand der getauft ist und die Gnade Gottes im Glauben angenommen hat auch sicher gerettet ist, bei jemandem der nur glaubt, sich aber nicht taufen lässt weis man das nicht so genau.

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Danke für alle Antworten =)

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