Ist die Stimme, die man beim Denken hört, seine eigene?

17 Antworten

Ich habe bei mir schon festgestellt, dass wenn ich laut denke, also sprechend denke, dass dann meine Gedanken anders sind, als beim leisen denken.

Dann geht es darum den Unterschied zwischen Denken und Phantasie zu definieren. Gedanken können Erinnerungen sein, wie auch Wünsche.

Naja, was ist denn das Hören überhaupt, fragt der Kopfmensch; wie ist Hören definiert? Wenn ist darunter die akkustische Übermittlung von Schallwellen bis zum Gehirn und deren Verarbeitung darin verstehe, kann ich eine Stimme nur dann hören, wenn sie "Laut" gibt. Nein, völliger Quatsch, sagt der Bauchmensch, das war doch gar nicht die Frage! Wenn ich meine Gedanken höre, klingt natürlich auch meine Stimme im Kopf, mit ihren Feinheiten, ihren Nuancen und mit der mir eigenen Intonation. Und deshalb kann ich auch die Worte und Gedanken von anderen Menschen mit deren Stimme "hören", auch wenn ich ganz allein bin. Tolle Frage, Danke für die Anregung!

Ich kann mir zwar meine eigene Stimme und andere Stimmen sozusagen "vorstellen", aber wenn ich denke dann würde ich nicht sagen, dass ich eine Stimme höre. Es ist eher so, dass ich Worte ohne Stimme höre. Ich weiß nicht ob das Sinn ergibt, ist schwer zu erklären.

Als würde man lautlos reden, die zunge bewegt sich auch ab und zu beim denken.

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Bei mir ist die "Stimme" meiner Gedanken meine eigene - wenn es eine fremde wäre müsste ich mir Gedanken machen...

Tja, - bei mir definitiv keine stimme zu "hören", wenn ich denke. Ich denke meine Worte eher - wenn es überhaupt worte sind, die ich denke. Aber wie schon erwähnt wurde: jeder tickt anders. Es gibt Menschen die sehen Töne oder hören Farben. Das ist nicht krank, sondern eine spezielle Form der interpretation. Dann ist auch relevant, ob wir jeweils visuelle, auditive oder haptische typen sind. (musiker sind eher auditive, maler eher visuelle, wir alle meist stark visuell weil unsere kultur visuell geprägt ist). audiotypen träumen auch eher mal töne, andere sehen eher was. bist du evtl. auch sonst ein stark auditiver typ? wie sprichst du? wie beschreibst du ereignisse? vielleicht mit hör-metaphern "hört sich gut an" / statt "sieht gut aus". und: auch wenn's mehrere stimmen sind, sind es stimmen von verschiedenen persönlichkeitsanteilen, glaubenssätze (überich = gelernte regeln von eltern, schule, gesellschaft) oder ähnliches) die sich korrigierend einmischen. und so diskutieren "engelchen" und "teufelchen" manchmal.

Gute Antwort, Danke!

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