Ist die Spannungsrichtung immer gleich der Stromrichtung?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

sofern es gleichstrom ist, fließt er immer in die gleiche richtung. hier wird aber unterschieden zwischen der teschnischen und der physikalischen stromrichtung. die technische wurde einst festgelegt, als man das mit den fließenden elektronen in der leitung noch nicht wusste...

die spannung fließt übrigens nicht. sie ist nur der druck, der den strom fließen lässt...

lg, annna

Grundsätzlich, bei ohmschen Widerständen, stimmt die Spannungsrichtung mit der Stromrichtung überein. Außerdem fließt der Strom immer von der Kathode zur Anode per Definition. Bei Elektronenröhren ist eine Umkehrung gar nicht möglich (Diode), weil hier nur die Kathode beheizt ist. Die Anode kann da keine Elektronen emmitieren. In ionisierten Fluiden kann natürlich die Stromrichtung auch wechseln mitsamt der Spannungsrichtung bei Wechselstrom. In diesem Falle gibt es dauerhaft keine Kathode und keine Anode, die wechseln sich als Elektroden ab.

Ansonsten gibt es zwischen Spannungsverlauf und Stromverlauf auch Phasenverschiebungen: Bei induktiven Widerständen (Wicklungen) am Wechselstrom eilt die Stromkurve der Spannungskurve um eine viertel Periode hinterher, bei kapazitiven Widerständen (Kondensatoren) ist das umgekehrt.

Ich würde von der Denke wegkommen, dass da wirklich ein Strom so fliesst wie wir uns das einzeichnen. Strom fliesst definitionsgemäss von Plus nach Minus, wohingegen ja eigentlich Elektronen, welche negativ geladen sind, "Sprünge" machen. Dann gibt es noch das mit den Löchern (wo ein Elektron fehlt), wo durch Elektronensrpünge "das Loch wandert". Und nicht zuletzt ist elektrischer Strom nicht gleichzusetzen mit dem immer gleichen Elektron, dass da durch den Leiter fliesst.

Ansonsten siehe auch hier: http://www.gutefrage.net/frage/chemie-unterschied-anodekathode-und-pluspolminuspol

Plus = Elektronenmangel

Minus = Elektronenüberschuss.

Gewöhnlich wird als Richtung Plus -> Minus angegeben, dabei fließt der Strom tatsächlich umgekehrt - vom Ort des Elektronenüberschusses zu dem mit einem Elektronenmangel.

Ist allerdings auch nur eine Denkhilfe und nicht vollständig korrekt.

Veteran70 27.05.2013, 14:45

Ja, das war mir schon klar. Was ich wissen wollte war ob die "physikalische Stromrichunung" in diesm Fall (Anode) unabhängig von Spannungsrichtung ist (egal ob technisch oder physikalisch).

Ich weis aus der Chemie: z.B. eine Zinkanode in einer galvanischen Zelle gibt Elektronen ab, und d.h. ist der Minuspol an der Zinkanode. Aber bei der Elektrolyse lege ich einen Pluspol an die Anode, und somit ist jetzt der Pluspol an der Zinkanode.

Das was dort im Artikel über Elektrotechnik steht verwirrt mich aber, weil dort gesagt wird, die Stromrichtung nicht mehr von der Spannungsrichtung abhängt.

0
dompfeifer 27.05.2013, 15:09
@Veteran70

Bei der Elektrolyse fließt der Strom durch ein ionisiertes Fluid (Siehe meine Antwort unten). Bei Gleichstrom fließt der Strom immer synchron zur Spannung von der Kathode zur Anode. Spannungsrichtung = Stromrichtung.

Bei Wechselstrom macht die Unterscheidung keinen Sinn. Die Stromkurve stimmt mit der Spannungskurve bei Wechselstrom nicht immer unbedingt überein.

0
Veteran70 27.05.2013, 15:55
@dompfeifer

Sollte man nicht auch korrekterweise in diesem Zusammenhang schreiben "technische" Stromrichtung, da die "pyhsikalische" Stromrichtung extakt entgegengesetzt ist? Oder habe da was falsch verstanden?

0
Veteran70 27.05.2013, 16:35
@Veteran70

Also betrachtet man bei der Elektrolyse das innere System, (also die Elektronen im Fluid) fliessen Elektronen von der Kathode zur Anode. Von aussen über die Spannungsquelle fliessen die Elektronen von der Anode zur Kathode zurück.

Da Elektronen physikalisch immer von Minus nach Plus wandern, ist die Anode im Fall der Elektrolyse der Pluspol, da hier von einer externen Gleichspannungquelle Elektronen von der Anode "abgesaugt" werden.

Das war zwar nicht exakt meine Frage, wollte das aber nochmal erklären.

0

Was möchtest Du wissen?