Ist die Rettung der Menschheit wie im Film "Armageddon" gezeigt möglich?

6 Antworten

Hallo BesterStratege,

Bruce Willis rettet die Welt... jedenfalls im Drehbuch. ;-)

Rate mal wie physikalisch realistisch der Film ist?

Ja, äh... ich sag's mal so: Als Physiker nagelt man im Kino besser die Schuhe am Boden fest, damit es sie einem nicht auszieht.

Ich hab' den Film jetzt seit ein paar Jahren nicht mehr gesehen, aber so aus der Erinnerung heraus die gröbsten Fehler:

1) Die fliegen da mit dem Space Shuttle hin.

Erst mal unrealistisch: Das kurzfristige Organisieren zweier Space Shuttle-Starts. Derartige Flüge brauchten Monate Vorlauf.

Vor allem aber vollkommen falsch dargesellt ist die Reichweite und Leistungsfähigkeit des Space Shuttle. Das Shuttle war ein Orbiter, also eine Fähre von und zur Space Station (Mir, ISS) und in die niedrigen Satellitenorbits.

Seine maximal erreichbare Höhe über Grund waren ein paar hundert Kilometer. Die ISS ist z.B. auf 400 km Höhe. Es wurde bis gut 600 km Höhe eingesetzt, viel mehr war aber einfach nicht drin.

Im Film fliegen die damit um den Mond rum, der durchschnittlich 384 000 km weit weg ist. Das hätte das Shuttle NIE UND NIMMER geschafft.

Das Shuttle war kein Raumschiff, wird im Film aber so dargestellt.

Einen Flug wie dargestellt würde man nur mit einer geeigneten Trägerrakete machen können, Raketen, wie man sie z.B. bei der Rosetta-Mission eingesetzt hat... die taugen aber wiederum nicht für bemannte Flüge. (Erreichen aber die nötigen Geschwindigkeiten)

2) Die sprengen das Ding

Die Sprengung des Himmelskörpers wie im Film wäre eine sehr unpassende Methode, um den Einschlag eines Himmelskörpers zu verhindern.

Im Ernst: Hätten wir wirklich einen Asteroiden oder großen Kometen mit Kolliosionskurs, dannn würde KEIN PHYSIKER dazu raten, das Ding zu sprengen. Warum? Weil das nichts bringt, die Situation aber unkontrollierbarer macht.

Eine Explosion wird einen Asteroiden vor allem in viele kleine Trümmer zerlegen... das aber auch noch rein zufällig. "Verdampfen" wird übrigens nicht einmal eine atomare Explosion so einen Himmelskörper zuverlässig oder vollständig. Man hat es nach einer Explosion also statt eines einzelnen Körpers bekannter Flugkurve mit vielen (in der Summe ähnlich massereichen) Trümmern zu tun. Man könnte auch sagen: Statt einer einzelnen Gewehrkugel feuert man nun mit einer Schrotflinte auf's Ziel... und das wird dadurch eben eher noch sicherer getroffen.

Tatsächlich gehen physikalisch sinvolle Pläne in eine völlig andere Richtung: Man würde versuchen, große Massen vor oder hinter den Asteroiden zu setzen und diesen GANZ auf seiner Bahn zu verzögern oder zu beschleunigen. Bei typischen Relativgeschwindigkeiten von einigen 10 000 km/s reicht eine Verzögerung von etwa 1 Sekunde, dass ein Himmelskörper die Erde eben doch nicht trifft.

So was könnte man sauber berechnen, während eine Sprengung immer Zufallsergebnisse liefert. Sie wäre deshalb zwar die "Cowboy-Methode", aber sicher nicht die von Wissenschaftlern gewählte.

3) Die Schwerkraft auf dem Asteroiden ist völlig übertrieben dargestellt.

Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, fahren die da sogar mit einem Auto rum. Tatsächlich wäre die Schwerkraft auf einem solchen Objekt so klein, dass man mühelos mit Muskelkraft davon runter springen könnte...

Wie gesagt, das sind jetzt die gröbsten Schitzer, die ich so in Erinnerung habe. Auch da, wo die MIR explodiert, passen ein paar Kleinigkeiten nicht; auch, dass man einfach so ein paar Crewmitglieder mit an Bord nehmen könnte bei einer solchen Mission. Aber egal, solche Kleinigkeiten gehen unter im Vergleich zum Grundsätzlichen.

Hollywood-Physik ist eben nicht Physik. Das heißt aber nicht, dass man den Film als netten SciFi nicht doch unterhaltsam finden kann.

Wenn Du mehr nachlesen magst, als ich jetzt auf die Schnelle aus der Erinnerung zusammen kriege: Physiker haben schon auch Humor... und schreiben mitunter über so was ihre Diplomarbeiten:

http://www.brgkepler.at/~rath/fba/armageddon.pdf

Ansonsten: Du könntest mal gucken, ob das Buch "Asteroid Now"

https://www.amazon.de/Asteroid-Now-Zukunft-Menschheit-Sternen/dp/3446443096/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1517687247&sr=8-1&keywords=asteroid+now

was für Dich wäre. Da überlegt der Astronom Florian Freistetter auch ein wenig, wie man anfliegende Asteroiden bekämpfen könnte.

Grüße

Und P.S.: Wenn ich als verlinktes Thema die "Astrologie", diesen Horoskopunfug, lese, dann fühle ich mich als Physiker, Naturwissenschaftler und __Astronom__ einfach nur beleidigt.

Hallo

Wie dir schon an anderer Stelle erklärt wurde, ist die Sprengung eines Asteroiden die schlechteste Idee von allen - dann träfe uns nicht einer, sondern sehr viele. Und Space-Shuttles sind als "Taxi" sowieso völlig ungeeignet, zumal es die derzeit nur noch im Museum gibt.

Es gibt verschiedene Ideen einen Asteroiden abzulenken - den meisten sanften ist aber gemeinsam, daß sie sehr viel Vorlaufzeit benötigen, oder daß uns die nötige Technologie derzeit und mittelfristig nicht zur Verfügung steht.

Sollte heute ein großer Asteroid entdeckt werden, der uns in wenigen Jahren trifft, dann können wir keinen Gravitationstraktor hinschicken. Wir können ihn auch nicht durch Superlaser ablenken und wir können auch nicht hinfliegen und dort ein Ionentriebwerk installieren (mal davon abgesehen, daß er sowieso trudelt).

Die einzige Möglichkeit, die wir derzeit haben wäre ein Impakt - bei einem großen Asteroiden viele Impakts, die ihn einen winzigen Betrag von seinem Kurs abbringen.

Für einen Impakt benötigt man eine relativ große Masse oder eine entsprechend hohe Geschwindigkeit des Impaktors. Dabei ist aber Vorsicht angeraten, denn eine zu hohe Geschwindigkeit kann den Asteroiden auch zerstören und dann haben wir ein Desaster.

Unser Problem sind unsere geringen Startmöglichkeiten, um genügend Masse in den Orbit und von dort auf Abfangkurs zu bringen und in kurzer Zeit können wir daran auch nichts ändern. Und sehr hohe Impaktgeschwindigkeiten können wir auch nicht erreichen.

Eine andere Möglichkeit mit hohem Impakt-Impuls wären deshalb nukleare Sprengköpfe. Die haben den Vorteil, daß wir relativ wenig Masse auf Abfangkurs bringen müssen und sie können relativ langsam sein.

Damit soll der Asteroid aber nicht zerstört werden, sondern nur ein Impuls übertragen werden. Deshalb dürften solche Sprengköpfe auch nicht zu groß sein - mehrere kleine nacheinander wäre besser.

Schönen Gruß

Nein wäre so nicht möglich. Ersten kennen wir gar keinen so großen Asteroiden wie im Film beschrieben er wäre bei der Größe schon ein Zwergplanet und zweitens würde so ein Objekt beim Sprengen nur in viele zwar kleinere aber immer noch viele zig Kilometer große Brocken gesprengt werden die die Erde wie einen Schrotladung treffen. Auch ist es völlig absurd zu behaupten ein Objekt dieser Größe könne sich umbemerkt der Erde nähern. Ceres der als kleinster der Zwergplaneten gilt hat nicht die Größe des Objektes in den Film und Ceres wurde schon 1801 mit recht einfachen Teleskopen entdeckt

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Danke Christoph

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jetzt zu meiner frage: gibt es eine möglichkeit, den receiver in diesen nebenraum zu platzieren, das tv-signal (am liebsten HD - sprich incl HDMI-anschluss) per funk zu übertragen? entsprechend müsste auch die möglichkeit bestehen über diesen "empfänger" am tv-gerät die programmumschaltung am receiver zu tätigen.

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