Ist die Psi-Funktion in der Kopenhagener Deutung ein reales Objekt oder nur ein mathematische Instrument?

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3 Antworten

Die beiden "Erfinder" der Kopenhagener Deutung - Bohr und Heisenberg - waren sich uneins darüber, ob die "Quantenunschärfe" nun real sei oder nur eine - wenn auch prinzipielle - Unfähigkeit, bestimmte Größen gleichzeitig beliebig genau zu messen. Wohl auch deshalb lässt die Kopenhagener Deutung diese Art von unbeantwortbaren Fragen bewusst offen.

Für die Psi-Funktion im Besonderen bedeutet dies: Da die Psi-Funktion komplexe Werte annimmt und alle Messwerte notwendigerweise real sind, lässt sich die Psi-Funktion selbst nicht messen. Damit lässt die Kopenhagener Deutung offen, ob sie real existiert oder nur ein rechnerisches Hilfsmittel ist.

Übrigens, nachdem ich den von dir verlinkten Artikel überflogen habe, denke ich, zu den Experimenten mit polarisierten Photonen sagen zu können, dass wir hier wieder eine prinzipielle Messgrenze haben, wodurch sich die Messungen aufgrund von quantenmechanischen Naturgesetzen nur so weit verfeinern lassen, dass gerade so viele Photonen nicht gemessen werden, dass hier wieder keine Entscheidung möglich ist.

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Kaenguruh 07.01.2016, 19:37

Vielen Dank für Deine Antwort. Kannst Du mir noch sagen, wer (Bohr, Heissenberg) weiche These (real-ontisch, subjektiv-epistemisch) vertrat?

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Kaenguruh 10.01.2016, 11:56
@PWolff

Vielen Dank. Ich würde gerne Deine Antwort als die hilfreichste bewerten. Das geht aber bei nur einer Antwort nicht. Gib einfach noch eine Dummy-Antwort, dann geht das.: -)

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gilgamesch4711 29.01.2016, 12:51
@Kaenguruh

<< Die beiden "Erfinder" der Kopenhagener Deutung -

<< Bohr und Heisenberg -
<< waren sich uneins darüber,

<< ob die "Quantenunschärfe" nun real sei

  << oder nur eine - wenn auch prinzipielle -

<< Unfähigkeit, bestimmte Größen
<< gleichzeitig beliebig genau zu messen.

<< Wohl auch deshalb lässt die Kopenhagener Deutung

<< diese Art von unbeantwortbaren Fragen bewusst offen.

  Mit so Kantonisten wie dir führe ich immer einen ===> Sokratischen ===> Dialog; dabei berufe ich mich auf einen Versuchsaufbau aus dem von mir so heiß geliebten Eugen Fi ck / Darmstadt; siehe das Zitat in meiner eigenen Antwort.

  Der Elektronen-oder Neutronenspin hat nur zwei quantisierte Einstelljngen; " Plus oder Minus Eins " entsprechend " Spin up / down "

   Hast du das verstanden? Natürlich nicht. Frei nach Sokrates

  

   " Du weißt nicht mal, dass du rd nicht weißt. "

  

    Sagen wir du misst die x-Komponente - ( +1 ) Dann die y-und z-Komponente. Ist ja auch ganz egal, was dabei raus kommt. Stets zeigt die Resultierende in Richtung der Raumdiagonale, und nach Pythia und Goras hat sie Länge Wurzel ( 3 )

   Aber " Spin Wurzel ( 3 ) " gibt es doch gar nicht. Es gibt nur Up und Down.

   Ick höre immer " Diagonale " Wat denn für Diagonale? In welche Richtung soll die denn zeigen ???

   Die Quantisierungsregeln sind UNVEREINBAR MIT DEN GESETZEN DER EUKLIDISCHEN GEOMETRIE .

   So looks it out, mein Lieber.

   Scheint der Alte über den Wolken ist schlauer wie du.

   Was tun, sprach Zeus.

   Wohlan; sehen wir gott auf die Finger.

   Die x-Messung liefere ( +1 ) so wie y auch ( +1 )

   Jetzt wiederholen wir - nur so zur Sicherheit - die x-Messung.

   Du irrst nämlich, wenn du glaubst, das Elektron habe ein Gedächtnis. Mit Wahrscheinlichkeit fifty-fifty wirst du finden up oder down. Die drei Spinkomponenten unterliegen nämlöich einer Unschärfe; du darfst immer nur eine messen.

  Was höre ich da= Immer noch Widerspruch auf den billigen Plätzen?

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PWolff 29.01.2016, 13:06
@gilgamesch4711

TL;DR

Ok, did read, aber es hört sich so an wie das Geschwurbel aus der esoterischen Ecke. Oder wie ein Theologe, der die neuesten Erkenntnisse von vor 50 Jahren als "Begründung" für sein theologisches Gedankengebäude verwendet, und das auf eine Weise, die völlig klar macht, dass er nicht einmal das Problem, geschweige denn die Antwort verstanden hat.

Die Physiker haben lange und oft genug versucht, die Messergebnisse klassisch zu erklären. Die mathematischen Methoden der Quantenmechanik sind nun mal sehr viel genauer den experimentellen Befunden angepasst.

Ähnlich wie mit den Kepler-Ellipsen, die ketzerischerweise nicht mit den vollkommenen Kreisen der vollkommenen himmlischen Körper vereinbar sind, aber deutlich genauer mit den Messungen übereinstimmende Werte ergeben.

Anmerkung: Das Physikstudium ist kein Priesterseminar. Ein Physiker wird von niemandem gezwungen, an die Quantentheorie, die Relativitätstheorien, die Kepler-Ellipsen, das Elektron etc. zu glauben. Hauptsache, er kann damit rechnen und anderweitig umgehen. Dann kann er auch an den Äther, das Phlogiston, die flache Erde, die Seelenatome und die Aristotelische Mechanik glauben.

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gilgamesch4711 29.01.2016, 13:28
@gilgamesch4711

<< Für die Psi-Funktion im Besonderen bedeutet dies:

<< Da die Psi-Funktion komplexe Werte annimmt

<< und alle Messwerte notwendigerweise real sind,
<< lässt sich die Psi-Funktion selbst nicht messen.

<< Damit lässt die Kopenhagener Deutung offen,

 << ob sie real existiert

<< oder nur ein rechnerisches Hilfsmittel ist.

    Tut sie nicht. Am Anfang steht das Glaubensbekenntnis, dass nur KOMPLEXE Matrixdarstellungen untersucht werden. Eine ganz einfache Eselsbrücke. Wenn du ein Photon mit Polarisation p drehst um den Winkel ß , dann hast du Polarisation ( p + ß )

   Und ein links polarisiertes Photon? Bleibt doch links, wenn du es um den Winkel ß drehst; es stellt einen EIGENZUSTAND dar zu dieser ( reell unitären ) Drehmatrix. Nun haben aber reelle 2 X 2 Drehmatrizen nur komplexe Eigenvektoren. Eben. Der eine bedeutet " links rum " der andere rechts.

   Ganz abgesehen einmal davon, dass du bei ===> Zeitumkehr grundsätzlich ===> Komplexkonjugation der Phase beobachtest. Mein Kommilitone " Hardy "

  " Von der Studienstiftung musste ich auch dieses Jahr wieder nach ===> Alpach. Da trug ein Idiot vor, der die reelle Wellenfunktion erfunden haben will. Natürlich musste der dann so viel klammheimliche Nebenbedingungen einführen - während des Vortrags hast du das bloß in der kurzen Zeit nicht gemerkt; quasi ein Zaubertrick.

  Für die Stiftung muss ich einen Bericht verfassen; gleichzeitig muss ich das aber gegenüber ( Institutsleiter ) Prof. Drexel verheimlichen. Hier der schmeißt mioch raus, wenn der dahinter kommt, dass ich meine Zeit für so'n unnützen Kram vergeude ... "

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gilgamesch4711 29.01.2016, 14:01
@gilgamesch4711

 Zu Wolf; auf dein theologisches Problem bin ich bereits in meiner Antwort eingegangen.  Die Leipziger Professur bekam Heisenberg nur durch Vermittlung über die Kirchen. Ein neuer Gottesbeweis; die Unbestimmtheit sei der Wirkungsbereich Gottes - ===> Jacques Monod:

   " Ich ging mal in eine QM Vorlesung. Nicht weil ein Biologe sowas braucht. Sondern weil ich sie auch mal verstehen wollte; weil ich es satt hatte, immer zu hören, die QM sei die Domäne Gottes ... "

   Hier wer hat meinen Institutsdirektor ===> Walter Greiner noch gekannt? Der kleidete sich schon so komisch wie ein Priester.

  Aktion ===> Damasio ===> Amygdala. Ich bin mir da heute ganz sicher. Wenn ich mich irren sollte, will ich Karl-Egon Eimer heißen.

   Greiner glaubte an das Übersinnliche; Paranormale.

   Was, bitte, soll das denn sein? Wenn eine 5. Wechselwirkung entdeckt wird, ist die doch nicht mehr paranormal.

   Greiner verfolgte so typisch den Kurs

   " Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass. "

  Falls ein kein Parapsi gibt, wollte er sich keines Falls der Lächerlichkeit Preis geben.

  Aber wenn - Greiners Mitarbeiter riskierten den Job, wenn sie nicht von Morgens bis Abends tönten, nächstes Jahr kriegt Greiner den Nobelpreis ...

   Ich machte mir mal den Spaß und ging in den grün-alternativen Teeladen einer Gesundbeterin, die mit einem Wünschelrutenschrat verbandelt war - das wusste ich. Folgender Ansatz:

   " Frau Müller; Erdstrahlen sind ja vielleicht Mikrowellen? Oder Infraschall; wer weiß? "

 ( Ich bin der ===> Wanderer ferner Wege ; daher nenne ich mich ja Gilgamesch. Ich argumentiere nie trivial; die Existenz von Erdstrahlen bezweifeln kann schließlich jeder. )

   Frau Müllers Empörung übertraf meine kühnsten Erwartungen:

   " NIIIIIIIIIIIE wird es möglich sein, Erdstrahlen physikalisch zu messen. Ich schmeiß Sie raus, wenn Sie mir das nicht zugeben; ICH übe hier das Hausrecht aus. "

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gilgamesch4711 29.01.2016, 14:34
@gilgamesch4711

  In Wolfs Wikilink, betreffend die Kopenhagener Deutung, fand ich dies:

<< Bislang ist es aber trotz großer Anstrengungen

<< nicht gelungen, eine allgemein akzeptierte

<< und experimentell bestätigte Theorie

<< für die Beschreibung von Vorgängen

<< im Mikrokosmos zu finden,

<< die stets hinsichtlich sämtlicher Messgrößen

<< deterministisch wäre. 

   Wie der Link näher ausführt, heißen derartige determinierende Varible ===> verborgene Parameter ( VP ) In unserer Institutsbücherei gab es allein zu diesem Tema ein vier Etagen hohes Bücherbord; da gab es Titel, ohne Leiter kamst du da nicht ran ( Vioelleicht Wittgensteins Leiter? )

   Dazu ist zu sagen; Seit 1964 ist die Existenz von VP widerlegt durch die ===> Bellsche Ungleichung ( BUG ) Die BUG geht aus von dem Erkenntnis teoretischen Ansatz, dass es zwischen zwei Messapparaturen keine ===> raumartige ( geheime ) Verständigung gibt ( Einsteins " spukhafte Fernwirkung " )

  Im Gegentum zu allen anderen Unmöglichkeitsbeweisen trifft die BUG  keine darüber hinaus gehenden speziellen Annahmen über die Eigenschaften der QM.  Die BUG behauptet auch nichts über die Korrektheit der empirischen QM Vorhersagen - das unterscheidet sie von sämtlichen konkurrierenden Unmöglichkeitsansätzen.

  Die BUG gibt nur einen Bereich an für einen Korrelationskoeffizienten, inmnerhalb dessen die beiden verschränkten Teilchen am Ort ihrer Entstehung noch eine Chance haben, sich zu verschwören.

  Klassisch haben sie diese Chance. Wenn die QM Recht hat, haben sie sie nicht mehr - es gibt keine VP .

  Stets bestätigen sich die QM Vorhersagen mit hinreichender Genauigkeit.

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Ooooh freu !!!
Ich darf mich outen; Jg. 51 ( Ganz sicher nicht 2051; mein Busenfreund " Fritz " hat doch Tatsache ===> " Zurück in die Zukunft " geschlagene 40 Mal ertragen ) Ich bin promovierter Physiker im Ruhestand ( Was ist das; eine Promotion, die ruht? ) Bei mir wirst du fachlich beraten; melde dich ruhig mit Kommentaren.
Du nimmst jetzt jenes oft verschmähte Lehrbuch zu Hand; Eugen Fi ck / Darmstadt . Hier insbesondere das Kapitel " Der unitäre Vektorraum " ( ich glaube das dritte ) Aber ich habe fest gestellt; im Fi ck liest du dich fest wie in einem spannenden Krimi; viel Spaß.
Was ein Vektor ist, wirst du mit Ach und Krach noch zusammen kriegen. Aber eine ===> Matrix; ein ===> Operator? Wo nicht, befindest du dich zu Mindest in bester Gesellschaft; als Erfinder der ===> Matrizenmechanik gilt ja nach wie vor ===> Werner Heisenberg. Obwohl bereits ===> Heinrich Schiemann, der " Mondfahrer " des ZDF , zu berichten wusste
" ===> Max Born litt ein Leben lang unter dem Ressentiment, dass Heisenberg den Nobelpreis bereits mit 32 bekam, er selbst aber erst mit 82. "
Mir liegt vor der von Born heraus gegebene private Briefwechsel mit dem von ihm hoch verehrten Einstein. Dort gibt er folgenden Kommentar:
" Heisenberg war ein Hallodri, der bei mir ganze Seminare verschlief. Der wusste überhaupt nicht, was eine Matrix ist, obwohl ich mich krampfhaft bemüht hatte, ihm das näher zu bringen ... "
Alle Welt bemühte sich damals, jenen verborgenen Code zu entziffern, die via regia, welche von der klassischen Physik hinüber führt zu einer korrekten widerspruchsfreien QM. Ich befand mich damals im 2. Semester; da schlug es bei mir ein wie eine Bombe.
Eines von Borns Schreiben zählt eine Unmasse ===> kanonischer Klammern auf. Kein Zweifel; damit gebührt Born die Entdeckung sämtlicher kanonischen Vertauschungsbeziehungen EINSCHLIESSLICH der " berühmten " Unschärfebeziehung.
Warum tat adolf in ===> Dünkirchen das, was er nun mal tat?
Bei Born findest du ein ganz analoges Verhalten.
Statt das alles entscheidende Paper über die Unschärfe in Druck zu geben ( ER war Konkurrenz los Meister aller Klassen ! ) spielt er die Frucht Jahre langer Irrungen und Wirrungen - Einstein zu ...
In seiner Antwort nimmt Einstein von dem allem nicht einmal Notiz.
Mir ist nicht bekannt, dass Einstein den kanonischen Formalismus je beachtet hätte. Das ging dem voll am Aaasch vorbei; und zu erwarten, dass Einstein, nachmaliger Don Quichotte wider den " würfelnden Gott " , ein Interesse hatte, die Unschärfe auch noch zu ENTDECKEN ...
Nun es kam bekanntlich anders; immerhin war Heisenberg ja Borns bester Mann ...
Die " Spektrum " beschäftigte übrigens einen Anwalt, ein Schreiben von ===> Wolf Pauli an Heisenberg beweise, dass in Wirklichkeit Pauli der wahre Entdecker sei. Nach reiflicher Abwägung bleibe ich bei meiner oben geäußerten Ansicht.
( Spiegelleser wissen bekanntlich mehr; Spektrumleser nicht. )
Nach Heisenbergs Ableben wurde das Denkmal angekratzt; Zeugen sagten in der Spektrum aus, Heisenberg habe geweint, weil ihm zunächst ein Mitbewerber um die Leipziger Professur vorgezogen werden sollte. Ganz offensichtlich witterten die beiden Volkskirchen Morgenluft; die Kirche werde seine Kandidatur unterstützen unter dem Vorbehalt, dass er sich zu dem historischen Kompromiss bereit finde, den Gott Platons zu bekennen - Heisenberg hatte " lebenslänglch " ( Heucheln )
Du kennst das; die Unschärfe als Gottesbeweis.
Hier ich kann das sogar beweisen; in einem telefonischen Diskussionsforum mit Hörern im Studio des Hessischen Hörfunks ( 19 h - 24 h ) hat mein Institutsdirektor ===> Walter Greiner die nämliche Masche geritten
" Herr Professor; glauben Sie an Gott? "
Und ich wusste, was kommen würde. In einem offenen Brief machte ihn Bischof ===> Camphaus darauf aufmerksam, Gott sei
" Nicht alleine der Demiurg, sondern auch der Barmherzige, zu dem die bedrängte Kreatur betet. "
( Hey Greinerlein; du bist noch lange nicht der Fels von und zu Heisenberg. )
Ich weiß; an sich sollte ich Mucks Mäuschen still sein.
Denn Heisenberg habe ich alles zu danken, was ich in meiner Karriere je erreichen durfte. Fi ck ist quasi der Begründer einer Schule der " Neo Heisenbergianer " Ohne den hätte ich NICHTS kapiert.
Und Fi ck nahm mich am Händchen. Das Buch präsentiert pädagogisch Wert volle Übungsaufgaben nebst Lösungen. Z.B. waren da etliche, wo Fi ck selbst als Lösungsvorschlag auf die Taylorreihe verfällt. Schon als Schüler hatte ich Reihen konstant verschmäht und Erfolg reich nach kreativen Alternativen gesucht.
Auch bei Fi ck sollte es mir wieder gelingen.
" Bei Lichte besehen, steht hier ein Symmetriegenerator. Fass doch diese Aufgabe einfach auf als das von dem Generator erzeugte HEISENBERGBILD und löse die DGL ... "
Bis in meine Diplomarbeit hat mich das beglitten.
Ein guter alter preußischer Grundsatz - oder britisches Understatement?
" Mehr Sein als Scheinen. "
Wer Einstein ist, wisse " die Buwe uff die Gass " Kennst du auch ===> Paul Antoine Marie Dirac ? ( Obwohl das ein " Tommy " ist, musst du den französisch aussprechen; siehst du. Nicht einmal seine Aussprache ist gesichert. )
Dass der Planet Neptun am Schreibtisch entdeckt wurde, steht ja überall. Dagegen das ===> Positron, die Antimaterie, wird immer als Zufallsentdeckung ausgegeben; ===> Carl Anderson habe es 1928 gefunden. Die Wahrheit: Dirac hatte es am Schreibtisch vorher gesagt.
Die ganz Großen sind ja die, die einen " Kalkül " entwickelt haben. Z.B. Leibniz und Newton die Differenzial-und Integralrechnung.
Einstein und Heisenberg gehören eindeutig nicht in diese Riege - Dirac schon mit seinem " Bracket"-Formalismus. Wo ich dahinter gekommen bin: Ein " Bra " ist ein Zeilen-und ein " ket " ein Spaltenvektor. Und genau so entsteht das ===> Skalarprodukt; die ===> Wahrscheinlichkeitsamplitude.
Ich pflege ja zu sagen: In Wirklichkeit ist die Sesamstraße ( surreales ) pädagogisches Kabarett:
" The ' ET ' family. You take a ' W ' and an ' ET ' , you put them all together and they spell ' wet '
You take a bra and a ket, you put them all together and they spell ' bracket ' . . . "
Wenn du von kets sprichst und Hilbertraumvektoren, klingt das allerdings bedeutend weniger mystisch-esoterisch als die " Psi-Funktion " Und noch etwas; eine Funktion ist doch eine Zuordnungsvorschrift. Wo, bitte schön, wird bei diesem Psi etwas " zugeordnet " ?
Jetzt wäre noch das Problem: Hast du noch Fragen zu dem eigentlichen Formalismus oder zu einem besonderen physikalischen System? In der QM wird radikal unterschieden zwischen zwei Dingen, die in der klassischen Physik das Selbe sind: zwischen dem augenblicklichen Zustand, dem Psivektor des Systems, so wie den Messgrößen ===> Observablen . Das sind immer Matrizen.
Im Fi ck steht schon kursiv: Wir führen das Axiom ein, dass du über ein QM System niemals mehr erfahren kannst, als sein Psivektor aussagt.
Ich rate dir dringend, dich mit den Schriften des groß deutsch-amerikanischen Philosophen ===> Hans Reichenbach auseinander zu setzen.
Macht der Psivektor eine objektiv nachprüfbare Aussage; oder enthält er gleichzeitig Elemente subjektiven Glaubens; subjektiver Überzeugungen? Reichenbach:
" Bevor wir uns Sinn voll über QM unterhalten können, muss ich einen Punkt klar stellen. Ich habe ein 2 000 Jahre altes Erkenntnis teoretisches Problem gelöst; das ===> Solipsismusproblem.
' Woher weiß ich, dass ich nicht nur träume? '
Leider konnte ich mich noch nie für Philosophie begeistern; ich fange den Ball hier lediglich auf, weil wir es für unsere Untersuchung benötigen. Die bisher wesentlichsten Vorschläge
1) Platon / Berkley: der absolute Gott. Gott könne man vertrauen; er habe nicht die Absicht, uns zu betrügen.
Es ist nachgerade der schlechteste Vorwand, nur deshalb an Gott zu glauben, damit ich an der Realität nicht irre werde.
2) der Materialismus / Physikalismus. Setzt die Außenwelt ohne Beweis axiomatisch als objektiv existent. Sämtliche Denker stimmen darin überein, diese Position sei naiv.
3) Immanuel Kant, dessen Einfluss und Ruhm im umgekehrten Verhältnis zu seiner Leistung stehen. Als vermittelnde Entität führt er das ' Ding an sich ' ein - wie konnte er nur? Ich meine, bei der Art ernsthaften Erwägungen hat ein ' Ding ' nun wirklich nichts verloren. Ja um ehrlich zu sein; ich bin richtig ärgerlich. Welcher Ebene soll Kants Ding denn angehören? Der außenwelt, dessen Existenz ja allererst bewiesen werden soll? Der Sinnenwelt? Meinem Denken? Es ist wohl nicht zu viel gesagt, wenn ich Kant vorwerfe, er hat sich hier nichts weiter ausgedacht als eine Ausrede. "
Worauf er hinaus will. Immer wieder musste ich überrascht fest stellen, dass Reichenbach gleich mir ein ===> Wander ferner Wege ist ( der Titel von Gilgamesch ) Der kennt Denker so wie Systeme - da kannste nur noch mit den Ohren schlackern.
===> Heinrich v. Helmholtz hatte es nur so zum Spaß unternommen, sich eine Welt vorzustellen, in welcher Objekte mit zunehmender Entfernung nicht nur perspektivisch verkleinert erscheinen, sondern auch real kleiner werden - ohne auch nur auf einen einzigen matematischen Widerspruch zu brettern. Natürlich breitet sich das Licht in der Helmholtzwelt nicht mehr geradlinig aus.
Oder die berühmte Zahnbürste, die im Zahnputzglas abknickt. Da sagst du, die knickt wirklich ab, nicht nur scheinbar auf Grund der Optik. Bloß unter Wasser gelte eine völlig neue Mechanik, welche verhindere, dass die Bürste zerbricht ... Usw; Reichenbach führt Zahl reiche derartge Beispiele an. Um dir den Erkenntnis teoretischen " Chauvinismus " zu nehmen.
Also woher nehmen wir die objektive Realität?
Gar nicht: es bleibt ein Sprechen " als ob "
Wir müssen das ganze Problem vom Kopf auf die Füße stellen.
Betrachten wir eine Klasse von Phänomenen; z.B. die Planeten. Eine Sprache, die über diese Phänomene spricht so, als wenn es uns, die Beobachter, gar nicht gäbe. Die nenne ich " Normalsystem "
Alle kausaldeterministischen Teorien sind Normalsysteme. Denn sie kennen ja nur Ursachen und ihre Wirkungen; die Physiker selbst kommen in ihnen nicht vor.
Die makroskopische Alltagsphysik hat ein Normalsystem.
Ja Reichenbach stellt uns gar die umgekehrte Aufgabe. Wenn es mir gelingt, für eine bestimmte Phänomenklasse ein Normalsystem aufzustellen, habe ich etwas über diese PHÄNOMENE gelernt; nämlich die Existenz des Normalsystems bewiesen.
Die Aufgabe des Geisteswissenschaftlers; Die Position ( von Reichenbach ) in eigene Worte zu fassen so wie ich oben, um darzutun, dass du es auch verstanden hast. Du bist ihm also so weit gefolgt. Un d jetzt der Paukenschlag; das kursiv Gedruckte:
" DIE QM BESITZT KEIN NORMALSYSTEM . "
( Vor dem Essen gibt es keine Schokolade mehr; teil sie dir ein. )
Mit einem Mal schaust du mitleidig herunter auf die ganzen heißen Debatten um die Kopenhagener Deutung. Vergleiche doch mal Reichenbach mit Heisenberg. Heisenberg voll arrogant
" Die Alltagssprache ist diesem Formalismus nicht gewachsen. Deshalb wird der ( dumme ) der Matematik Unkundige die Quantenwelt nie durchdringen. "
Dagegen Kumpel Reichenbach voll hemdsärmelig
" Da wir über kein Normalsystem verfügen, greifen wir zu anderen Bildern wie Wellen-und Teilchenbild. Keines Wegs ist das ein Ungenügen; wir hatten ja gesagt: Es ist nicht möglich, ein QM System unabhängig von mir, dem Beobachter, objektiv durch Raum und Zeit zu verfolgen. "
Sicher besitzt die Psifunktion auch ein Element subjektiven Vorwissens. Als Beispiele fallen mir da ein die ===> quantenkryptografie so wie das ===> ERP Paradox ===> Bellsche Ungleichung.
Soll ich hier erst mal schließen; oder in welche Richtung willst du jetzt weiter gehen?

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Vielen Dank Pwolf!

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