Ist die Pascal'sche Wette ein Pseudo-Argument für die Religion?

12 Antworten

Pascal (der Mathematiker war) hat lediglich aus seiner Sichtweise und durch reine Logik versucht zu erklären, warum es sinnvoller ist an Gott zu glauben als es nicht zu tun. Und das ist ihm aus meiner Sicht gut gelungen. Wenn dennoch Logikfehler da sein sollten (ich sehe keine) dann beweist das weder daß Gott existiert noch das Gegenteil.

Glaube entsteht durch die Worte Jesu die gepredigt wurden und noch werden. Lies die Bibel, da hast du Argumente und Denkanstösse genug um über den Sinn des Lebens nachzudenken. Es nicht zu tun, weil Pascal eine vielleicht umstrittende These geschrieben und veröffentlicht hat, wäre als Gegenargument für den Glauben nur eine Ausrede.

Es geht auch nicht um Religionen (von denen es ja tatsächlich viele gibt), sondern um Gott und um die Wahrheit. Christen glauben und wissen, daß diese Wahrheit in Person Jesus Christus ist (Johannes 14,6). Es geht um die Vergebung der Sünden am Kreuz (Johannes 3,16) - nicht um Religionen oder Kirchen.


Es geht im Glauben nicht darum, sich selbst (oder von andern) Scheuklappen aufzusetzen.

Letztlich ist die Wette nur ein Einstieg. Wenn du dich auf das Experiment "Gott ist da" einlässt, kannst du anfangen IHN kennenzulernen,

Frei nach dem Motto: Du verlierst nicht viel, wenn es Gott nicht geben sollte. - Derjenige der mit dir wettet ist aber schon an einem Punkt, wo er daran glaubt.

Aber eigentlich geht es nicht um einen allgemeinen Gottglauben.

Jak 2,19 Du glaubst, dass nur einer Gott ist? Du tust recht daran; die Teufel glauben's auch und zittern.

Es geht um den Glauben an Jesus Christus, der für uns am Kreuz von Golgatha gestorben ist und auferstanden ist.

 Apg 10,34 Petrus aber tat seinen Mund auf und sprach: Nun erfahre ich in Wahrheit, dass Gott die Person nicht ansieht; 35 sondern in jedem Volk, wer ihn fürchtet und recht tut, der ist ihm angenehm. 36 Er hat das Wort dem Volk Israel gesandt und Frieden verkündigt durch Jesus Christus, welcher ist Herr über alle. 37 Ihr wisst, was in ganz Judäa geschehen ist, angefangen von Galiläa nach der Taufe, die Johannes predigte, 38 wie Gott Jesus von Nazareth gesalbt hat mit Heiligem Geist und Kraft; der ist umhergezogen und hat Gutes getan und alle gesund gemacht, die in der Gewalt des Teufels waren, denn Gott war mit ihm. 39 Und wir sind Zeugen für alles, was er getan hat im jüdischen Land und in Jerusalem. Den haben sie an das Holz gehängt und getötet. 40 Den hat Gott auferweckt am dritten Tag und hat ihn erscheinen lassen, 41 nicht dem ganzen Volk, sondern uns, den von Gott vorher erwählten Zeugen, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben, nachdem er auferstanden war von den Toten. 42 Und er hat uns geboten, dem Volk zu predigen und zu bezeugen, dass er von Gott bestimmt ist zum Richter der Lebenden und der Toten. 43 Von diesem bezeugen alle Propheten, dass durch seinen Namen alle, die an ihn glauben, Vergebung der Sünden empfangen sollen.

Mal davon abgesehen, dass es keinen Gott gibt, ist auch die Unterstellung an Christen, ihren Glauben nach persönlichem Nutzen zu gestalten, ganz schön anmaßend! Stimmt´s, liebe Gottesknechte?

Und dann die "Logik" in dieser "Wette"!

Hier wird ein uralter Trick genutzt, nämlich die Begrenzung auf zwei Alternativen, wobei die Bedingungen so formuliert werden, dass eine dieser Alternativen attraktiver erscheint. 

Genau so wie: »Entweder, ich bin wahnsinnig und habe demzufolge nicht recht. Oder aber ich bin nicht wahnsinnig und habe in allem, was ich hier sage, recht. In ersterem Falle wäre ich weder in der Lage, hier oder woanders was Vernünftiges zu fabrizieren. Auch würde ich vermutlich nicht frei herumlaufen. Da ich aber das eine oder andere Vernünftige zustande bringe und auch noch frei herumlaufe, habe ich also in allem recht und bin nicht wahnsinnig».

(frei nach https://www.dittmar-online.net/pascalsche-wette.html)

Alle Alternativen, Zwischenlösungen, Kompromisse und Nuancen werden von Vornherein ausgeblendet und haben scheinbar keine Gültigkeit!

Fü den Islam würde analog gelten:

Strebt man das bessere Paradies an, oder meidet man die schlimmere Hölle?

Es ist also wie so vieles, was mit Göttern in Zusammenhang steht, eine Zirkulärlogik! Denn um sich zu entscheiden, muss man sich einen Gott mit bestimmten Eigenschaften vorstellen können, man muss (auch wenn es nach Pascal sein könnte, dass er nicht existiert) eine konkrete Vorstellung von ihm haben, also rein theoretisch annehmen, dass er existiert.  

Wir hören hier von allen Gottesknechten, Gott entziehe sich dem Vorstellungsvermögen von uns Menschen! Aber nun soll sich einer für oder gegen was entscheiden, wovon er keine Ahnung hat!!

Wiederum aus o. g. Quelle:

"Die kürzeste Widerlegung der Wette stammt aus der Serie »The Simpsons«: »Und wenn wir nun die falsche Religion erwischt haben? Dann wird Gott von Woche zu Woche nur wütender !«

Dies ist ähnlich dem Vorschlag, den der Quirmianische Philosoph Ventre gemacht hat, der sagte: 'Vielleicht existieren die Götter und vielleicht auch nicht. Warum sollte man nicht an sie glauben? Denn wenn es wahr ist, gelangst Du an einen lieblichen Ort, wenn Du stirbst, und wenn es nicht wahr ist, hast Du nichts verloren, richtig?'. Nach seinem Tod wachte er auf, umringt von Göttern mit übel aussehenden Prügeln in der Hand, und einer von ihnen sagte: 'Wir werden Dir jetzt zeigen, was wir von Mister Ach-Ich-Bin-So-clever in dieser Frage halten …'"

Terry Pratchett (Zitat Ende)

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