Ist die Partei Afd rechtsradikal?

15 Antworten

Im Moment tut die AFD ja einiges, um sich von rechtsradikalen Tendenzen zu trennen, siehe die aktuelle Auflösung des saarländischen Landesverbandes. Sicher gab es die ein oder andere rechtsradikale Äußerung auch von jetzt noch aktiven AFD-Leuten, mein Eindruck ist aber, sie lernen hinzu, und distanzieren sich zum Teil von älteren eigenen Positionen. Die AFD ist eine sehr heterogene Ansammlung von sehr unterschiedlichen Leuten, es gibt sowohl Unternehmer darunter (die man früher eher FDP-nah eingeordnet hätte), als auch Leute wie Höcke, die eine (nicht existente) "Apokalypse" herbeireden, und deutlich völkische Töne anschlagen (diese wurden aber schon in etwas "milderer" Form von Leuten wie Thilo Sarrazin, SPD, vorbereitet).

Man muss beobachten, wie konsequent diese Trennung passiert. Zudem muss man schauen, wie die nun einsetzende parlamentarische Arbeit von der AFD erledigt wird (das "Tagesgeschäft", was nichts mit Wahlkampf zu tun hat). Für mich ist sie auch ganz abgesehen von der "rechts"/"links" Debatte nicht wählbar, da ihre Thesen rückwärtsgewandt sind und fortschrittsfeindlich, gerade auch im wirtschaftlichen und sozialen Sektor.

hi flyflyaway000 - rechts, links, oben unten sind subjektive Ortsbezeichnungen, immer bezogen auf den jeweiligen Standort des Betrachters. Also für ein Antifa-Mitglied ist Seehofer sicher n Rechtsextremist, und für Deutschlandabschaffer sind Politiker wie Björn Höcke, die ohne jedes Schamgefühl so schreckliche Unwörter wie "Heimat" oder "Deutschland" oder "Wohl des deutschen Volkes" aussprechen, na das sind ja dann schon "Nazisten".

Da die AfD das geltende Recht und Gesetz zur politischen Leitlinie gemacht hat und auch Prinzipien wie den Kanzler-Eid, gilt sie den Mitgliedern der Ganz Ganz Grossen Koalition aus CDU/SPD/Grünen/Linken in Fragen wie etwa der unkontrollierten Masseneinwanderung, Islamisierung und dem forcierten Bevölkerungsaustausch als massive Bedrohung.

Wie geht man gegen politische Gegner vor, zumal wenn sie grosse Resonanz in der Bevölkerung haben? Man denunziert sie als "rechtsextrem, rechtsradikal, nazistisch, als braunes Pack". So einfach ist das. Oder etwa doch nicht?

Als V-Kanzler Gabriel die Beobachtung des AfD als "verfassungsfeindliche, rechtsradikale Partei" forderte, entschied das Bundesamt für Verfassungsschutz, dass es KEINE Erkenntnisse gäbe, die eine derartige Beobachtung der AfD rechtfertigen würde.

Materialien: Unvereinbarkeitsliste der AfD. Auflösung des Landesverbands Saarland wegen Verstoss gegen die Unvereinbarkeitsbeschlüsse.

Eher rechtskonservativ. Wenn im April das offizielle Wahlprogramm erscheint, kannst du es ja mal mit den der NPD vergleichen. Wer nicht auf einem Auge blind ist, wird deutliche Unterschiede finden.

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