Ist die Mieterhöhung zulässig?

...komplette Frage anzeigen

12 Antworten

Ein Mieterhöhung ist erst nach 15 Monaten zulässig und  das auch nur mit entsprechender Begründung.

Das Herabsetzen der Nebenkostenvorauszahlungen (fals es Vorauszahlungen sind) würden nix bringen, da man dann nach dem Abrechnungszeitraum mit einer Nachzahlung rechnen muss.

Die Miete darf frühestens 15 Monate nach dem Einzug erhöht werden.

Dass die Nebenkosten sinken, ist ja keine Kompensation. Dadurch erhöht sich dann wieder die Nachzahlung am Ende der Periode.

Sind zwar nur 5 Euro, aber mich würde interessieren ob die Erhöhung der Miete zulässig ist.

Mich auch. Womit begründet denn die Vermieter die Mieterhöhung?

Davon abgesehen ist sie zum Jetzigen Zeitpunkt unzulässig.

Ich soll nun 20 Euro weniger Nebenkosten zahlen

Ist doch gut.

Wenn Du aber meinst das wäre die 20 € weniger pro Monat könnten eine Nachzahlung bei der nächsten Abrechnung zur folge haben, zahl weiter den bisherigen Betrag. Kurze Info in Textform an den Vermieter und gut ist.

San1234 20.02.2017, 02:59

Hallo, begründung gibt es keine. Habe 3 Leute die Abrechnung gegeben, wir sehen keinen Grund. Im mv steht auch nichts.

0
anitari 20.02.2017, 07:29
@San1234

Dann zahl, Miete und Nebenkosten wie bisher.

0

Eine erstmalige Mieterhöhung wäre bei Dir frühestens zum 01.08.2017 möglich, wenn der Mietbeginn der 01.05.2016 war.

Die Miete muss 15 Monate unverändert sein um eine Mieterhöhung durchzuführen.

Mit welcher Begründung will der Vermieter erhöhen? Er muss sich an die gesetzlichen Vorgaben halten.

Hier wäre der Bezug zur ortsüblichen Vergleichsmiete eine Möglichkeit.

Bei einer Mieterhöhung muss der Mieter übrigens zustimmen. Einfach schreiben: "Ab nächsten Monat zahlst Du 5 € mehr", ist unzulässig.

Hi,

die Mieterhöhung muss hinsichtlich der Zulässigkeit und Höhe vom Vermieter begründet und nachgewiesen sein, ansonsten ist sie Gegenstandslos.

Also, einfach mal die Mieterhöhung richtig lesen, versuchen zu verstehen und überprüfen, ob die Zulässigkeit der Mieterhöhung richtig ist.


Für welchen Zeitraum wird abgerechnet?

Infolge eines Guthabens darf die Vorauszahlung angepasst werden (durch beide Parteien zulässig). Das gälte natürlich auch so bei einer Nachzahlung. Die Anpassung kann frühestens ab übernächstem Monat nach Zustellung der Abrechnung für die Zukunft gefordert werden.

Wurden überhaupt Vorauszahlungen vereinbart und keine Pauschale?

Zur Mieterhöhung: Gab es ein formelles Mieterhöhungsverlangen? Mit welcher Begründung? Wann wurde es zugestellt und ab wann wird mehr Miete gefordert?

Wenn ein solches überhaupt erfolgt sein sollte, dürfte es frühestens nach Ablauf einer Mietzeit von 12 Monaten zugestellt werden. Wenn (wie hier) das vorher war, ist es unwirksam. Darauf nicht reagieren, keinen Widerspruch einlegen, einfach schweigen. Natürlich die Erhöhung nicht zahlen.

Eine Abrechnung (der Betriebskosten) setzt eine monatliche BK-Vorauszahlung voraus. Die Abrechnung  ist zwar hier sehr zeitig aber machbar. Auch wenn die Absenkung der folgenden Vorauszahlungen Ergebnis der Abrechnung war, solltest du die Berechnung beim Vermieter prüfen. Solltest du monatlich pauschale die BK bezahlen, gäbe es keine Abrechnung und die Prüfung erübrigt sich.

Die Nettomiete kann der Vermieter nur erhöhen, wenn er ein förmliches Mieterhöhungsverlangen an dich übermittelt, dem du zustimmen müsstest.

Dieses Verlangen könnte der Vermieter erstmals im Mai 2017 vorbringen. Daher sind die 5 € Mieterhöhung unbeachtlich. Du musst hier nicht zustimmen.

Die Erhöhung der Miete hat rein gar nichts mit der Senkung der Nebenkostenvorauszahlung zu tun. Der Vermieter muss die Mieterhöhung der Kaltmiete drei Monate vorher ankündigen. Außer es wurde bei deinem Mietvertrag bereits die Mieterhöhung für Februar 2017 festgelegt. Dazu schreibst du hier leider nichts. Also lies zu allererst mal deinen Mietvertrag!

San1234 20.02.2017, 03:06

Im Mietvertrag ist dazu nichts zu finden. Es steht einfach in einem roten Kasten das ich ab April 295 Euro (anstatt 290) kaltmiete zahle und nur 50 Euro Nk, was mir etwas wenig erscheint. Begründung gibt es keine, auch nichts im MV.

0

Ab wann sollst du die 5 Euro mehr bezahlen und mit welcher Begründung?

San1234 20.02.2017, 03:00

Ab April. Eine begründung gibts es keine. Im MV steht auch nichts zu diesem Thema.

0

Ja ist sie. Ein Vermieter darf jährlich einen bestimmten Prozentsatz anheben. Unabhängig von den Nebenkosten übrigens, die haben mit der Miete an sich nichts zu tun.

herja 17.02.2017, 14:15

Ja ist sie. Ein Vermieter darf jährlich einen bestimmten Prozentsatz anheben.

Das ist so pauschal, wie du das hier schreibst, leider falsch!

2
johnnymcmuff 17.02.2017, 22:17

Ja ist sie.

Falsch.

Findest Du es gut einen Fragesteller mit falschen Infos zu füttern?

Ein Vermieter darf jährlich einen bestimmten Prozentsatz anheben. Unabhängig von den Nebenkosten übrigens, die haben mit der Miete an sich nichts zu tun.

Ein Vermieter darf bei normalen Mietverträgen maximal 20 % in drei Jahren erhöhen.

Eine Mieterhöhung ist dabei erst nach 15 Monaten zulässig.

Nur bei Staffelmietverträgen gibt es andere Regelungen.

1
albatros 19.02.2017, 11:03
@johnnymcmuff

Wobei zu beachten ist, dass die Zustellung des Mieterhöhungsverlangens erst nach 12 Monaten Mietdauer erfolgen darf. Ansonsten ist bereits dieses unwirksam, auch wenn der Vermieter erst ab Juni mehr Miete haben will.

1

Was steht den zum Thema Mieterhöhung im Mietvertrag?

Gerhart 17.02.2017, 16:42

Da muss nicht zwingend etwas im MV stehen.

2
San1234 20.02.2017, 03:00

Dort steht nichts zu diesem Thema.

0

Was möchtest Du wissen?