Ist die Menschheit (schon) abhängig (geworden) von Handy & Smartphone?

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Das Ergebnis basiert auf 67 Abstimmungen

Ja 71%
Nein 28%

56 Antworten

Ja

Die Frage ist zu kurz gestellt.

Was bedeutet "abhängig"?

Abhängig im Sinne von süchtig, oder abhängig im Sinne von "es geht nicht mehr ohne"?

Halten wir erst mal fest: Wenn eine technische Neuerung eine Zeit lang verbreitet ist, so dass viele bis die meisten Menschen (eines Gebietes) sie nutzen, dann wird jeder, der in so einer Umgebung lebt, in gewisser Weise abhängig von der Neuerung. Wir erwarten heute z.B., dass man an einem Tag 200 km weit fahren kann, egal ob mit Auto oder Bahn - in Zeiten von Pferdekutschen wäre das nicht jedem möglich gewesen. Heute ist das für viele der Weg zur Arbeit. 

Heute gibt es fast keine Telefonzellen mehr. Früher gab es mal recht viele, man fand in Städten meist eine Telefonzelle in weiterer Umgebung. Wer also heute schnell mal irgendwo anrufen möchte, braucht ein Handy. Außerdem gibt es immer weniger Menschen, die eine Armbanduhr tragen - jedenfalls fällt mir das im Umfeld auf - und ohne Handy hat man oft die Uhrzeit nicht. Viele Menschen müssen heute auch beruflich "jederzeit" erreichbar sein - nicht nur durch den Chef, auch durch ihre Kunden - und ohne Handy wäre das schwierig.

GPS etc.: Einige brauchen es sicherlich beruflich, andere könnten darauf verzichten. Früher hatte man eine Straßenkarte mit, die man heute meines Wissens immer noch kaufen kann. Oder man hat in der Stadt/ einem unbekannten Ort jemanden gefragt - Menschen auf der Straße, Verkäufer, Kneipenwirte etc. - auch das ist heute durchaus ja noch möglich. Allerdings: Ich habe mich vor einiger Zeit total verfranst in eigentlich bekannter Umgebung und fragte dann eine Frau in einem parkenden Auto, ob ich auf dieser Straße in die richtige Richtung gehe. Sie holte ihr Handy raus und schaute nach. Hätte ich auch tun können, war mir aber nicht eingefallen!

Vieles ist "Luxus" in dem Sinne, dass man früher darauf verzichten konnte. In unbekannter Umgebung nachschauen, wann der nächste Bus oder die nächste Bahn kommt, bevor man sich zur Haltestelle aufmacht oder schauen, wann der nächste Laden öffnet/ schließt und wo überhaupt in der Nähe bestimmte Läden sind. Früher hätte man gefragt, wäre hingelaufen, hätte festgestellt, dass der Bus gerade abgefahren ist oder der Laden heute geschlossen hat und wäre achselzuckend wieder weggegangen oder hätte halt gewartet.

Die andere Möglichkeit wird allerdings zunehmend verbreiteter: Süchtig im Sinne von "man kann nicht mehr ohne". Kürzlich sah ich im Krankenhaus einen Mann, der gerade an dem Tag eingeliefert worden war und verzweifelt versuchte, eine Internetverbindung zu etablieren, damit er seine Filme schauen könnte. Das klappte längere Zeit nicht. Der Mann war völlig verzweifelt, unruhig, man könnte schon sagen: Fast süchtig. Früher hätte er ferngesehen - und es gab für 2 Patienten nur einen Fernseher im Zimmer, was beide furchtbar fanden, was aber früher wohl kein Problem war - oder gelesen. Bei mehreren Krankenhausbesuchen in letzter Zeit fiel mir auf: Egal ob jung (20-30) oder alt (60-70+): Patienten haben ihr Smartphone am Bett und beschäftigen sich vornehmlich damit. Obwohl es im Krankenhaus einen großen Kiosk mit größerer Bücher- und Zeitschriftenauswahl gibt.

Viele greifen blind zum Handy und überlegen dann: Was wollte ich eigentlich machen.

Ich habe einen Bekannten besucht, der nach einer OP erst mal lichtempfindlich war. Ich persönlich hasse diese ständige Erreichbarkeit und tausche mit Freunden keine oder nur sehr wichtige Nachrichten aus. Mein Bekannter bat mich, weil er nicht lange aufs Display schauen konnte, sechs Leuten seinen "Status" (wie es ihm geht, was an dem Tag passiert war) zu schreiben. Das wäre wichtig, die würden darauf warten. Es waren keine nahen Angehörigen, sondern Freunde und sogar halt Bekannte, also keinen engen Freunde! Nach 6 ausführlichen Nachrichten - was haben sie geschrieben, was antwortet er - war ich erschöpft, und wären es meine Kontakte gewesen, wäre ich frustriert und wütend auf diese Leute gewesen, dass sie mich "zwingen", so engen Kontakt zu halten. Insofern würde ich die Betroffenen schon als süchtig bezeichnen, als überängstlich, etwas zu verpassen, nicht alles mitzuteilen oder mitzubekommen (geschrieben wurde: Was hat der Arzt gesagt, was habe ich heute gemacht, was wurde untersucht, was habe ich gegessen, was passiert morgen, etc.).

Süchtig: Viele würden es nicht einen Tag ohne Handy schaffen, selbst wenn sie nicht arbeiten müssten. Viele würden es auch nicht einen Tag ohne Handy und ohne anderweitigen Internetanschluss schaffen. Man würde unruhig werden. Insofern sind wir "süchtig".

Aber: Wir lesen auch jeden Tag. 200 Jahre früher war das nicht für jeden üblich. Wir "müssen" heute Nachrichten lesen, und das meist übers Internet, sonst fühlen wir uns von der Welt abgeschnitten. Auch das war vor 200 Jahren nicht üblich. 

Und: Wir sind so mit Bekannten, Freunden etc. vernetzt., dass wir uns oft schon Sorgen machen, wenn wir - je nach Art der Beziehung - nur ein paar Stunden bis einen Tag nichts von jemandem hören. Das wäre in den 60ern (nicht jeder hatte ein Telefon!) oder 80ern (Telefon nur zu Hause) gar nicht der Fall gewesen! Insofern sind wir schon sehr abhängig vom Handy. 

Hinzu kommt, dass die meisten private Inhalte auf dem Handy gespeichert haben, von Internetseiten und Spielen zu ganz privaten Notizen, Mails etc., so dass das Handy zu einer Verlängerung von uns wird: Wir haben Angst, dass bestimmte Menschen, selbst nahestehende, unser Handy in die Finger bekommen und Dinge lesen/ sehen könnten, die wir als fast schon intim betrachten. Was paradox ist angesichts der Informationen, die die meisten von uns in Social Media für alle Welt raushauen!

Handwerkbursche 01.11.2016, 15:48
www.youtube.com/watch?v=35DG2mODWgMwww.youtube.com/watch?v=35DG2mODWgM

Die Frage ist zu kurz gestellt. Was bedeutet "abhängig"? Abhängig im Sinne von süchtig, oder abhängig im Sinne von "es geht nicht mehr ohne"?

Sowohl - als auch.

Anlass meiner Frage ist der TV-Film "Hilfe, wir sind offline!", der vor wenigen Tagen im ZDF gezeigt wurde (Erstsendung).


https://www.zdf.de/filme/filmdonnerstag/hilfe-wir-sind-offline-108.html

In dieser Komödie litten 3 von 4 Mitgliedern einer Familie sehr darunter, plötzlich "offline" zu sein.

Bei einem Familienmitglied (dem Vater) schien es tatsächlich so zu sein, dass es schon aus beruflichen Gründen "nicht mehr ohne Smartphone" ging (Variante 2).

Bei zwei jugendlichen Sprößlingen schien es dagegen eher so zu sein, dass sie vom Smartphone "abhängig im Sinne von süchtig" waren (Variante 1).

Schön, dass du auf beide Varianten der Abhängigkeit in deiner Antwort eingehst, die mir - wie mehrere andere Antworten - ausgezeichnet gefällt.

Herzlichen Dank!

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mylittlestar 06.11.2016, 23:23

Ich bin beeindruckt   wie viel man über nichts schreiben kann

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Nein

Manche sind es vllt. schon, aber ich möchte die Situation nicht schlechter reden als sie ist -------> es gibt durchaus eine Anzahl von Menschen, die sich Smartphones und Handys ersparen & das ist auch gut so. Nur redet man darüber in den Medien viel weniger als über Leute, die Handy- oder Internetsüchtig wurden.

Nein

Das heißt: Ich hoffe, dass dies bei möglichst vielen noch nicht der Fall ist. Ein Gerät sollte niemals eine Abhängigkeit zu seinem Besitzer beanspruchen können - das würde die eigene Freiheit gewaltig einschränken.

Und die meisten Funktionen - machen wir uns doch nichts vor - sind überflüssiger Kokulores. GPS benutzt man beispielsweise nur dort, wo man noch nicht war. Man war aber so gut wie überall schon. Ist man mal in einer unbekannten Gegend, dann plant man das sowieso vorher schon ausgiebig und druckt sich 'ne Karte aus. Und um sich wirklich mal "verlaufen" zu können um nicht mehr zurückfinden zu können, muss man sich wirklich gewaltig anstrengen :)

Na ja, die Telefonfunktion und SMS ist ok. Aber das reicht auch ! Warum unbedingt diese ganzen Apps immer dabeihaben wollen ? Warum gutefrage.net unterwegs benutzen können, anstatt zu Hause schön übersichtlich an einem großen Bildschirm ?

Man kann es drehen wie man will. Ein Handy/Smartphone etc. ist größtenteils nur Selbstzweck und viel zu teuer. Und vor allem ein Prestigeobjekt. Es geht dann teilweise nur darum, wer das "bessere" Handy besitzt, was "mehr" kann :))

Irgendwie ist das Thema ganz schön traurig :-)


NoHumanBeing 01.11.2016, 12:44

GPS benutzt man beispielsweise nur dort, wo man noch nicht war. Man war aber so gut wie überall schon. Ist man mal in einer unbekannten Gegend, dann plant man das sowieso vorher schon ausgiebig und druckt sich 'ne Karte aus.

Es ist schon wesentlich praktischer, das nicht machen zu müssen. Außerdem findest Du per GPS (sofern der Fix gut ist) schneller ans Ziel, als mit einer Karte.

Bei Benutzung einer Karte benötigst Du erst einmal einige "Referenzpunkte" (z. B. Straßenkreuzungen), um zu wissen, wo Du bist und in welche Richtung Du gehst. Zudem enthält die ausgedruckte Karte nur das, von dem Du vorher wusstest, dass Du es brauchen wirst. Was, wenn Du unterwegs bist und plötzlich doch wo anders hin möchtest? Oder wenn Du doch andere Informationen auf der Karte benötigst?

Klar ist es nicht "lebensnotwendig", aber es vereinfacht die Dinge (gerade in großen Städten) einfach enorm. Hier kann man einfach nicht jeden Winkel kennen. Ich fahre beispielsweise öfter mal irgendwo hin, wo ich noch nicht war, einfach um noch mehr von der Stadt kennen zu lernen.

Na ja, die Telefonfunktion und SMS ist ok. Aber das reicht auch !

Telefon und SMS dürften bei mir mit die am wenigsten genutzten Funktionen des Smartphones sein. Und wenn ich dann doch mal telefoniere, dann meist nicht per GSM/UMTS, sondern per VoIP. Das kann ein "nicht smartes" Gerät in aller Regel auch nicht.

Ich benutze das Gerät vor allem für den mobilen Internetzugang (Browser), als GPS-Gerät und eben um E-Mails zu versenden und zu empfangen. Da fällt das doofe Zeichenlimit weg, sie kosten (bei Vorhandensein einer Datenflatrate) kein weiteres Geld, es können Anhänge, wie Fotos dran. Wozu heutzutage noch eine SMS schicken? Ich kenne von viel mehr Leuten die E-Mail-Adresse, als die Mobiltelefonnummer.

Achja, a propos Fotos. Als Kamera ist ein Smartphone natürlich auch ziemlich nützlich. Natürlich liefert eine "richtige" Digitalkamera in der Regel eine bessere Bildqualität und bietet mehr Möglichkeiten (z. B. größere Bildwinkel, optischen Zoom, etc.), aber mal ehrlich, wann hat man die schon dabei? Das Telefon befindet sich immer in der Tasche, man kann also jederzeit knipsen, wenn es sich lohnt.

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Ja

Aber viele sind bewusst abhängig, da es in vielen Bereichen gar nicht mehr ohne geht. Und oftmals wird der Besitz und die Handhabung geradezu vorausgesetzt. Muss ja auch nicht unbedingt was schlechtes sein, Es hat auch Vorteile.

Ich will damit auch sagen, das man es nicht gleich mit Sucht vergleichen darf. Das sind zwei verschiedene Sachen.

Nur sollte sich jeder auch mal Grenzen setzen und das Teil für gewisse Zeiten oder bei gewissen Gelegenheiten einfach mal ausschalten.

Nicht die Menschheit ist abhängig (gemacht) worden, sondern die Mehrheit der jungen Menschen (<20 Jahren) kann nicht ohne ihren "besten Freund".

Heutzutage sind die Maschine die besten Menschenfreunde und nicht mehr die Haustiere. Sie erleichtern bzw. ersetzen menschliche Arbeit im Alltag und in der Freizeit.

Wie verführerisch und bequem auf Roboter bzw. Maschinen nicht zu verzichten.

Wie es in 10 Jahren aussieht ist die andere Frage.

Wahrscheinlich kontrollieren die Robotermaschinen noch mehr den Menschen  - aber auch andere unerwünschte Art und Weise.

Bin sehr gespannt wie das Verhältnis Mensch und Maschine dann aussieht und wie hoch der Anteil an menschlicher Arbeitskraft sein wird.

MfG

Markus143

Nein

"die menschheit" ist noch nicht von handys abhaengig geworden, aber vor allem in den industrienationen ist mobiles telefonieren und auch mobile internetnutzung mittlerweile nicht mehr aufzuhalten.

ich persoenlich habe kein mobiltelefon. wenn ich unterwegs bin, bin ich nicht zu erreichen und das werde ich mir auch erhalten, so lange man noch ohne handy bezahlen kann. 

was ich persoenlich an der entwicklung bedenklich finde ist, dass hier ein bedarf geschaffen wird, der gar nicht in dem umfang besteht. und das in gewisser hinsicht natuerlich zur hilflosigkeit erzogen wird. es ist ja jetzt schon so, dass leute denken, es sei eine katastrophe, wenn man kein handy dabei hat, "falls mal was passiert". ist es aber gar nicht.

Ja

Von überall aus E-Mails schreiben zu können und immer ein GPS-Gerät dabei zu haben, ist schon sehr nützlich.

Ich wohne in Berlin und in einer solch großen Stadt ohne GPS irgendwo hin zu finden, wo man noch nicht war, stelle ich mir wirklich sehr schwierig vor.

TimeosciIlator 01.11.2016, 12:54

In einer Millionenstadt sieht die Geschichte ganz anders aus. Aber wieviele gibt es davon im Vergleich zu den ganzen Käffern ? Und in einem davon friste ich ebenfalls mein Dasein :)

Würde ich in Berlin wohnen, würde ich GPS auch nicht unbedingt in so schwarzem Licht darstellen, wie ich es in meinem Beitrag tat. LG "Time"

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NoHumanBeing 01.11.2016, 12:56
@TimeosciIlator

Aber wieviele gibt es davon im Vergleich zu den ganzen Käffern ?

Nicht sehr viele. Aber dafür leben dort gleich sehr sehr viele Menschen. ;-)

Und in einem davon friste ich ebenfalls mein Dasein :)

Du ärmster! Aber Du hast hoffentlich ne größere Stadt in der Nähe, oder?

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Lexa1 01.11.2016, 15:28
@TimeosciIlator

Da muss ich aber auch mal was los werden. Ich ( und viele Andere ) sind ohne Handy, Navi und dergleichen aufgewachsen und sind auch zurecht gekommen.Da gab es z.B. in größeren fremden Städten Stadtpläne oder sogar einen Mund zum fragen. Natürlich macht es heute die Technik viel einfacher und eventuell sogar leichter , aber das ist keine Abhängigkeit, sondern fast schon eine Notwendigkeit. Updates sind leichter und schneller eingespielt , als eine neue Karte gedruckt wird. Und es gäbe bestimmt noch viele Beispiele.

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Ja

Jain

Es gibt Menschen die mit Handys umgehen können und es einfach mal abschalten

Es gibt aber auch viele Menschen die nicht mehr ohne ihr Hnady auskommen. (Meine Klasse)

Ja

Ohne Smartphones würde vieles nicht mehr so leicht gehen, z.B schnell Verabredungen machen oder mal eben ein neues Bild posten. Und dann fehlen einem Mal die Hausaufgaben, die kann mman dann nicht mehr so leicht bekommen wie über einen Messenger.

Kommt natürlich auch auf dich an: Freunde von mir nutzen ihr Handy so gut wie fast nie und sind auch nicht viel online und wenig im Internet oder Social Media Seiten unterwegs. Die würden bestimmt auch ohne Handy mal auskommen.

Andere Freunde von mir: Sind täglich online, posten mal eben ein Foto oder gehen schnell ins Internet und gucken Videos oder schauen was heute so passiert. Eine Freundin von mir ist 6 Stunden durchgehend an ihrem Tablet auf "YouTube" und guckt sich dort Videos an, sie besitzt auch einen eigenen Kanal. Bei solchen Leuten würde ich eher sagen: Denen wird es schwerer fallen ihr Handy abgeben zu müssen.

Also Kurzfassung: Nur manche Menschen sind abhängig oder süchtig aber auch viele andere könnten ihr Handy auch ruhig mal für einen Monat abgeben.

Nein

Von Handys sind lediglich einzelne Personen abhängig. 
Die Menschheit ist aber abhängig vom Internet, kannst du dir ein Leben ohne Internet vorstellen? Wie sollte es auch funktionieren, vieles läuft heute übers Internet und es ist einfach nicht wegzudenken.

Handys hingegen kann man durch andere Geräte ersetzen:
Internet -> Computer
Fotos & Videos -> Kamera
Musik -> MP3-Player/Musikanlage
Spiele -> Computer/Spielekonsolen

Ich erlaube mir mal meine Antwort genau so zu formulieren, wie ich immer antworte wenn man mich nach meiner WhatsApp Gruppe frägt...

Ich kann mir den Luxus leisten, KEIN SMARTPHONE zu haben^^

Habe bislang in meinem Leben nur ein (echtes) Handy gehabt. Hab es immer noch. Ist ein Samsung SGH-C260. Seit Oktober 2007 im Dienst, lade es einmal die Woche, LÄUFT.

In meinen Augen sind die Menschen die permanent auf ihren "Wischkästen" rumschaun (egal ob man mit ihnen am tisch sitzt weil man einen trinken gehn wollte) nur irgenwie zu sehr darauf fixiert, was andere machen oder was andere von einem halten. Oh und ich muss immer auf Instagramm (oder wie des heist) alles "liken", oder was auch immer... Ijaaaa... 

Kann mich noch an Zeiten erinnern, da ging man aus dem Haus und man war weg. Oder an Zeiten wo man sagte: Hey Alter, hast du Kleingeld, muss mal in die Telephonzelle?

Um richtig zu Antworten: Die Menschen die "Abhängig" sein wollen von ihren Smartphones, sind es. Egal ob nun Berufsgebunden (also 24/7 erreichbar) oder freizeittechnisch (Twitter o.Ä.).
Andere die sich in "einfacheren" Pfaden bewegen sind es nicht. Ich zähl mich da mal dazu.

Ja

Ja klar. So gut wie jeder (in Europa, Australien, Amerika, Asien & teils Afrika) haben einen Smartphone, und benutzen es ständig! Ein Smartphone kann einfach sehr behilflich sein: Telefonieren, Rechnen, also eig. alles wichtige. Damit kann man auch Spiele zocken, usw. Klar wird dann die Menschheit davon abhängig! :)

Ja

Ich denke schon. Heute sind doch so viele Dinge undenkbar ohne das Handy. Auch wenn das nicht alle Menschen mit einschließt, aber doch die Mehrheit.

Ja

Ja, unbedingt, an meiner Schule und auch zuhause erlebe und empfinde ich das tag täglich so. Gelte diesbezüglich eher als Aussenseiter, obwohl ich selber auch so n'Teil mit mir rumtrage, es aber nicht andauernd vor der Nase hab... und lieber Sport treibe :-)

Nein

Hättest du geschrieben: Ein Großteil der Menschheit, hätte ich mit Ja beantwortet. Mit dieser Fragestellung natürlich Nein. Obwohl ich jung bin, bevorzuge ich (wenn es in diesem Moment physikalisch möglich ist) das klassische Gespräch, wo man Augenkontakt hat. Trotzdem muss man sagen, dass es eine gewisse Notwendigkeit gibt, wodurch die Abhänigkeit eine natürlich Folge ist oder besser gesagt die Wortwahl in diesem Fall eher unzutreffend ist!

Nein

Praktisch gesehen nicht. Es gibt genügend Menschen die aus unterschiedlichsten Gründen nicht mal ein Handy haben (Noch nicht,in der Zukunft haben die ärmsten der Welt Handys aber kein Essen)

Nein

Mit deinem Begriff "Menschheit" schließt du ausnahmslos jeden Menschen mit ein.
Was in meinen Augen faktischen total falsch ist.

Abhängigkeiten gibt es schon sehr lange.
Bei manchen Süchten ist das Smartphone noch die harmloseste Variante.

Denke nur mal an

  • Alkoholabhängigkeit
  • Rauchen
  • (illegale) Drogen
  • Medikamentenmissbrauch
  • Spielsucht (die ist auch ohne Smartphone schon lange präsent)
  • Arbeitssucht (Workoholic auf Neudeutsch)
  • Putzzwang
  • den Drang, sich selbst verletzten zu müssen
  • usw.

Dennoch betreffen alle die Süchte und Abhängigkeiten nicht DIE Menschheit, sondern einen Teil der Weltbevölkerung.

Ich fände es also gut, wenn bei so einem Thema differenziert werden würde.

Ja

ein kleines Beispiel:

wer schaut heutzutage noch auf eine Taschenuhr oder eine "nicht Digitale" Uhr. fast überall Digitalisiert sich die Welt, die Menschheit. ich finde das auch nicht schlimm. man muss sehen was die zeit noch so mit sich bringt und vielleicht ist es ja besser als die Ängste uns sagen lassen (Vor der Entwicklung von KI usw.). :)

Nein

Hallo Handwerkbursche,

Ich denke nicht, da sie hier ja schließlich "die Menschheit", sagen, geh Ich davon aus, dass sie keine Ausnahmen hernehmen. Es gibt vielleicht noch irgendwelche Eingeborene in Urwäldern, wo ein Leben lang so ein Ding wahrscheinlich nie gesehen haben.

Daher nein.

LG Dhalwim

Epicmetalfan 31.10.2016, 22:29

du würdest also auch nicht sagen, dass die menschheit von strom abhängig ist, oder von der fähigkeit stahl herzustellen, nur weil es nen urwaldstamm ohne strom und stahl gibt?

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Dhalwim 01.11.2016, 09:10
@Epicmetalfan

@Epicmetalfan,

du würdest also auch nicht sagen, dass die menschheit von strom abhängig
ist, oder von der fähigkeit stahl herzustellen, nur weil es nen
urwaldstamm ohne strom und stahl gibt?

Naja ok, vielleicht war meine Antwort nicht gänzlich überdacht. Ich sage mal so, wenn der FS meint, "die Menschheit", dann schließt das alle Menschen ein (auch irgendwelche aus Urwäldern oder Hinterwäldler).

So richtig vom Smartphone, Stahl oder Strom abhängig ist die Menschheit auch eigentlich garnicht, aber Ich gebe zu, es wäre wesentlich schwieriger und aufwendiger ohne auszukommen als mit.

Wir wären dann wahrscheinlich wieder in der Steinzeit, wir könnten ohne das Zeug schon leben, allerdings halt eher schwieriger. Vorallem, Ich bin jetzt eher jemand, der generell wenig Soziale Kontakte hat,

und Ich habe kein Smartphone, sondern ein LG, und zudem schaue Ich eher weniger auf mein Telefon, was mich nicht so abhängig macht.

Und Ich bin da gewiss nicht der einzige. Wobei Ich denke ja eher nicht, dass die Menschen vom Smartphone abhängig sind.

LG Dhalwim

1
Dhalwim 01.11.2016, 09:17
@Dhalwim

Also nicht falsch verstehen, vielleicht sind die Menschen Stahl und Stromabhängig, aber nicht vom Smartphone.

Auf Stahl und Strom ANGEWIESEN sind sie jedoch nicht, allerdings wesentlich schwieriger, als ohne!

LG Dhalwim

2
Winni12345 06.11.2016, 10:26
@Epicmetalfan

Abhängig sein hat mit dem Bedürfnis gar nichts zu tun, eher ist das wie eine Sucht gemeint. Und eine Sucht ist das nicht.

0
Dhalwim 06.11.2016, 11:13
@Winni12345

@Winni12345,

Abhängig sein hat mit dem Bedürfnis gar nichts zu tun, eher ist das wie eine Sucht gemeint. Und eine Sucht ist das nicht.

Dann eben so. Ich bin jedenfalls der Ansicht, dass Menschen immernoch ohne dieses Zeug (Smartphone), zurechtkommen könnten.

(Und wirklich "süchtig", wie sie meinen, tja in diesem Fall nicht, allerdings könnte sich die mehrheit nicht mehr wirklich ohne Handy vorstellen).

LG Dhalwim

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kiniro 01.11.2016, 09:17

Es soll sogar in sogenannten zivilisierten Regionen der Erde Menschen geben, die nicht abhängig von einem Smartphone sind.

Sie besitzen zwar eines - müssen aber nicht pausenlos damit beschäftigt sein.

2
Dhalwim 01.11.2016, 09:22
@kiniro

@kiniro,

Es soll sogar in sogenannten zivilisierten Regionen der Erde Menschen geben, die nicht abhängig von einem Smartphone sind.

Sie besitzen zwar eines - müssen aber nicht pausenlos damit beschäftigt sein.

Danke! Genau das hab Ich gemeint.

So jetzt hab Ich's, wenn der FS mit "die Menschheit", kommt geh Ich davon aus, dass er alle Menschen meint inkl. irgendwelche eingeborenen, Hinterwäldler etc.

Die haben z. b. kein Smartphone (und vllt. auch kein Stahl oder Strom), da sie so leben, sind sie auch nicht darauf angewiesen, lt. Duden.

http://www.duden.de/rechtschreibung/abhaengig

Wenn der FS geschrieben hätte, "die Industrialisierte Menschheit", DANN hätte er bei Stahl und Strom Recht gehabt, aber nicht beim Smartphone, Ich kenne noch ein paar Leute die ohne das Ding auskommen.

Bis dahin, hoffe es so geklärt zu haben.

LG Dhalwim

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Epicmetalfan 01.11.2016, 11:26
@kiniro

ja vielleicht war meine Antwort auch bisschen blöd formuliert, ich bin ebenfalls nicht der meinung, dass wir vom smartphone abhängig sind. ich fand nur die begründung mit den urwaldstämmen etwas hinkend, weil es praktisch immer irgendwo irgendjemanden gibt, der es nicht nutzt

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Ja

Ich muss aus Erfahrung in meinem Umfeld leider mit Ja stimmen. Denn ich bin die einzige von mehreren Dutzend Personen in meinem Umfeld, die sowohl unter 50 also auch ein "reines Telefon-Handy" hat.

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