Ist die Kündigung so wirksam?

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6 Antworten

Die Kündigung ist wirksam ab dem Tag, ab dem diese zugegangen ist. Von da ab rechnet sich auch die Kündigungsfrist. Grundsätzlich scheint hier der Kündigungsschutz bereits eingetreten zu sein, so dass Kündigungsschutzklage binnen drei Wochen vor dem zuständigen Arbeitsgericht eingereicht werden sollte. Außerdem sollte eine Arbeitssuchend-Meldung binnen drei Tagen erfolgen.

Denkbar wäre auch, dass man die Kündigung ignoriert, weil sie nicht nachweisbar zugestellt worden ist (in dem Fall muss man sich aber auch so verhalten, als wüsste man von nichts - überschreitet damit aber auch eine Grenze). 

Ansonsten helfen irgendwelche Paragraphen oder ähnliches nicht weiter, da die Kündigung dann endgültig wirksam wird, wenn keine Kündigungsschutzklage eingelegt wird.

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Kommentar von Familiengerd
04.02.2017, 17:29

so dass Kündigungsschutzklage binnen drei Wochen vor dem zuständigen Arbeitsgericht eingereicht werden sollte

Hier - bei der Kündigung einer Fachhochschulausbildung - ist wohl kaum Arbeitsrecht anwendbar und damit auch kein Arbeitsgericht zuständig, bei dem Kündigungsschutzklage nach dem Kündigungsschutzgesetz KSchG erhoben werden könnte!

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Die Kündigung ist wirksam, würde aber wohl vor Gericht in eine fristgemäße Kündigung umgewandelt. Da er für diese Ausbildung ja wahrscheinlich nicht bezahlt wird, ändert das aber nichts.

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Kommentar von Jurixx
04.02.2017, 16:12

Vielen Dank, kennen sie die einschlägigen Paragraphen?

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Kommentar von leoll
04.02.2017, 16:14

Die Kündigung ist als WE empfangsbedürftig, somit ist ein Zugang erforderlich. Hier gilt doch das Zugangsdatum. 

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Mann kann nicht rückwirkend kündigen. Die ist ungültig wegen zu später Zustellung.

Auf jedenfalls schriftliche Widerspruch einlegen, Begründung :

1. Kündigung erfolgt ohne Begründung, da betreffender Lehrer kein Krankheitsbild diagnostizieren kann, es sei denn er ist Arzt oder Psychiater.

2. Die Kündigung  erreichte nicht fristgerecht , nämlich erst nach dem Kündigungstermin den Adressaten

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Kommentar von Jurixx
04.02.2017, 16:26

Danke :) Kennst du die einschlägigen Paragraphen hierfür? 

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Eine Kündigung ist eine einseitige, empfangsbedürftige Willenserklärung.

Wenn die WE nicht fristgerecht zugegangen ist (entweder durch den anzunehmenden Eintritt in den Machtbereichs des Empfängers, vgl. Machtbereichstheorie, oder durch die frühere tatsächliche Kenntnissnahme) , ist das Ganze unwirksam. 

Wenn keine Frist besteht, dann ist die Kündigung wirksam. 

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Kommentar von Xipolis
04.02.2017, 16:31

Allerdings nur dann, wenn der Fragesteller fristgerecht Klage einreicht.

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" sofern man durch ein Gutachten darlegen kann..."

Genau das würde ich tun: Ab zum Psychiater und die Unbedenklichkeit bescheinigen lassen.

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So sieht das aus

 - (Recht, Ausbildung, Psychologie)
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