Ist die Kündigung gerechtfertigt trotz Krankschreibung?

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5 Antworten

Ob die Kündigung gerechtfertigt ist, soll das Arbeitsgericht entscheiden. Krankheit ist alleine kein Kündigungsgrund und ich vermute mal, der AG hat das auch nicht in die Kündigung geschrieben.

Damit krankheitsbedingte Kündigungen Bestand haben, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Dein Vater muss auf alle Fälle innerhalb von 3 Wochen nach Erhalt der Kündigung beim Arbeitsgericht Kündigungsschutzklage erheben. Das geht bei der Rechtsantragstelle des Arbeitsgerichts kostenlos. Bei der Formulierung der Klage wird geholfen.

Ob der AG Deinen Vater überhaupt kündigen kann und wieviel Abfindung ihm ggf. im Falle des Arbeitsplatzverlustest zusteht, legt der Arbeitsrichter fest. Normalerweise wird meist einhalbes Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr festgelegt.

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Eine schriftliche und fristgerechte Kündigung ist gültig, wenn man nicht innerhalb von 3 Wochen nach Zugang gegen sie klagt. Insofern läuft die Uhr, tätig zu werden.

Wie die Chancen auf eine Kündigungsschutzklage sind, hängt von vielen Dingen ab - das solltet Ihr mit einem auf Arbeitsrecht spezialisierten Anwalt besprechen, der dann eventuell Eure gerichtliche Vertretung übernehmen kann. Der wird dann auch mehr Informationen brauchen, als in Deiner Frage stehen.

Eine langzeitige Erkrankung eines Mitarbeiters kann eine schwere wirtschaftliche Belastung für ein Unternehmen sein, insofern kann eine Kündigung durchaus als gerechtfertigt gelten.

Ein Abfindungsanspruch besteht bei einer Kündigung nicht automatisch. So etwas kann in Sozialplänen festgelegt werden oder vom Arbeitsgericht festgesetzt werden.

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Wenn er krankgemeldet ist, darf ihm eigentlich nicht gekündigt werden. Da kann ein Anwalt helfen

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Kommentar von Maximilian112
01.12.2013, 13:58

das ist wohl nicht so ganz richtig, sorry

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Nein das ist nicht gerechtfertig wenn dein Vater die Krankenscheiné bei seiner Arbeit oder per Post an seine Arbeit geschickt hat,weil wenn er im Krankenhaus ist kann er sie ja nicht Persönlich überreichen.Bei meinem Vater auf der Arbeit hat jemand nur 78 Arbeitstage und der wird nicht gefeuert.

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Kommentar von bronkhorst
01.12.2013, 14:19

Das ist einfach nur FALSCH!

Nur weil irgendein Unternehmen einen solchen Mitarbeiter weiterbeschäftigt, heisst das nicht, dass jedes andere Unternehmen das auch tun muss.

Dass jemand Krankmeldungen bzw. Atteste einreicht, ist das Mindeste, sonst besteht wegen Arbeitsverweigerung sogar die Möglichkeit der fristlosen Kündigung.

Aber auch wenn jemand brav diese Nachweise einreicht, kann die Weiterbeschäftigung für ein Unternehmen untragbar werden - besonders dann, wenn wegen wechselnder Erkrankungen immer wieder die gesetzliche Lohnfortzahlung einsetzt und auch keine Prognose der Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit gestellt werden kann.

Dann kann ein Unternehmen sehr wohl eine Kündigung aussprechen.

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Eine Krankschreibung gibt keinen Kündigungsschutz.

Was heißt, er muß noch 4 Monate abarbeiten?

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Kommentar von Wellybelyy
01.12.2013, 13:57

Also er ist halt nicht fristlos gekündigt.

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