Ist die Intelligenz angeboten oder hart erarbeitet?

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6 Antworten

Beides, plus anerzogen.

Nach einer (schon etwas älteren) Statistik aus der Zwillingsforschung ist die Korrelation der Intelligenz zwischen Adoptivgeschwistern in derselben Familie etwa gleich stark wie die zwischen eineiigen Zwillingen in verschiedenen Familien. Daraus wird geschlossen, dass Intelligenz etwa zu gleichen Teilen von Erbgut und vom Umfeld abhängt. Aber das Potential muss durch Übung ausgeschöpft werden.

Die Aussage "ich habe nur kurz ins Buch geschaut" ist keine Lüge, aber verkürzt: hinzu kommt ziemlich viel sonstige (insbesondere außerschulische) Beschäftigung mit dieser Materie und eine starke positive emotionale Belegung des Stoffes; beides führt zu einem Training der Intelligenz und des Gedächtnisses in diese Richtung - so viel kann ich aus eigener Erfahrung sagen.

Die Anforderungen bei einem Ingenieurstudium sind andere als in der Schule, von daher ist nicht gesagt, dass du es nicht schaffst, leider auch nicht, dass du es schaffst. Ohne Freude am Wissensgebiet wird es aber eine Tortur. Mit Freude am Wissensgebiet würde ich mich beraten lassen von Leuten, die sich mit dem Studiengang auskennen und Erfahrung mit Leuten haben, die in der Schule ähnlich gut/schlecht standen wie du.

Hi.

Ohne präzise Kenntnis würde ich mal schätzen, dass die Intelligenz eines Menschen quasinormalverteilt um einen Mittelwert bei der Genlotterie auftritt. So, wie es die Leute bei IQ-Tests propagieren, von einem Intelligenzquotienten halte ich aber nix, das ist mir zu schwammig und zu sehr auf eine Art Intelligenz ausgerichtet.

Meiner Erfahrung nach werden in der Schule die analytischen und abstrakten Lerntypen bevorzugt und v.A. die Haptischen bleiben auf der Strecke. Auch bei Intelligenztests. Damit sind die aber nicht blöd, nur ungefördert! Guter Kumpel von mir hat gerade mal Haupt, ist aber n superinteressanter und keineswegs dummer Mensch. Damit würde ich sagen ja, für ihn war eine gewisse Grenze erreicht. Davon ausgehend, dass sich der Lerntyp im Genom findet. Mache ich mal^^.

Dann ist die Bildungsnähe im Elternhaus noch wichtig. N Kind will ja Anerkennung. Und die sicht es sich auf dem einfachsten Weg. Ich kommt z.B. aus sehr bilungsaffinem Hause und als Erstgeborener habe ich die Nische "des Schlauen" besetzt. Mein Bruder (der sicher nicht weniger dumm ist als ich!) konnte die nimmer besetzen, weil ich ja schon mit Vorsprung drin saß. Also hat er sich die Nische "des Sportlers" gesucht und da rein investiert. Und kämen wir jetzt auch bildungsfernem Hause (wo man vll - als Schutzbehauptung - die Intellektualität in Verruf bringt), dann hätten wir Beide in Anderes investiert. Bei gleicher genetischer Voraussetzung.

Sehr wichtig finde ich die Motivation. Ich konnte z.B. ab dem Moment Mathe lernen, ab dem ich Anwendbarkeit fürs richtige Leben gefunden habe. Mein Englisch wurde viel besser, als ich mich für schwierige Songtexte interessiert habe, usw. Mein haptischer Kumpel ist n unglaublicher Regelfuchs bei DSA (so was wie D&D), obwohl er die sich mühsam aus nem Buch anlesen musste (gut, er konnte sie auch beim Spielen haptisch erproben), aber nur, weil er Bock drauf hat.

Ich kenne übrigens tatsächlich 2 "Genies". Der eine hat summa cum laude Jura studiert, zum Lernen konnte er so viel gar nicht kommen, weil er jeden Abend unterwegs oder auf Bandprobe war. Der Andere hat "mal eben" Medizin mit 1.0 studiert und seine (sehr sehr fleißige) Freundin meinte, er müsse überhaupt nichts tun. Beide dazu total sozialkompetent, also keine Inselbegabten.

Ingenieurstudium ist so ne Sache. Ich weiß es jetzt nur aus der Mechanik (Elektrisch bin ich n Depp^^), aber wenn Du da fleißig Aufgaben rechnest (und nicht nur verstehst, das muss n Ingenieur eh nicht, Anwendbarkeit reicht ;-) ) dann wirst Du zurechtkommen. Und wenn nicht, dann merkst Du das spätestens im 2. Semester, und da ist es keine Schande, sich dann was Neues zu suchen!

Die physiologische Grundausstattung ist bei jedem (gesunden) Menschen gleich. Neurologische Erkrankungen können natürlich einschränkend wirken.

Die im Laufe des Lebens als "Intelligenz" bezeichneten Fähigkeiten sind erlernt und werden durch die Umwelt beeinflusst. Ich bin an dieser Stelle aber der Meinung, dass Intelligenz weniger mit "harter Arbeit" (so deine Wortwahl) erlangt wird, sondern ein Produkt aus Verhalten der gesellschaftlichen Umgebung, Kultur und Erziehung ist. 

Kinder und Jugendliche, die schneller begreifen, haben meist eine andere (Lehr-)Erziehung genossen, als geistig Langsamere. Es gibt aber eigentlich kein Allgemeinrezept wie eine Erziehung die bestmöglichen Grundlagen für ein intelligentes Kind schafft, da jeder Mensch anders gefördert werden muss. Wo jetzt aber die Unterschiede herkommen - also ob mehr das eine, mehr das andere gefördert werden muss - weiß man nicht. Es kann angeboren sein, oder es ist ebenfalls das oben genannte Produkt. Von daher lässt sich deine Frage so leicht nicht beantworten.

Wichtig ist, sich anständig mit der Förderung von Kindern zu beschäftigen. Sobald man ein gewisses Alter erreicht hat, ist es in der Tat so, dass Wissen nur mit "harter Arbeit" angeeignet wird. 

Die Arbeit ist aber nur dann "hart", wenn man keinen Spaß dabei empfindet. Emotionen spielen meiner Meinung nach die größte Rolle beim Lernen. Ich denke daher, dass du dein Studium ohne Zweifel an deiner Intelligenz beginnen kannst.

LG

Die Frage lautet, um genau zu sein, kommt der Mensch an die Grenzen
seiner Intelligenz, sobald ihm gewisse genetische Veranlagung fehlen ?

Ja klar, nicht jeder wird als potentielles Genie geboren. Und es gibt auch unterschiedlicne Talente - der eine ist mehr musisch, der andere sprachlich, der dritte technisch-mathematisch begabt, etc.

Sind das nur Heuchler oder tatsächlich "Genies"

Mein älterer Sohn hat nie viel gelernt , war immer Klassenbester, hat nebenbei den Highschool-Abschluss in den USA gemacht, das Mechatronik-Studium in Mindestzeit mit Bestnote absolviert und nach dem Diplomingeneir auch gleich den Doktor in Mechatronik nachgelegt (den haben nicht viele).

Mein Jüngerer war auch gut in der Schule, musse aber immer viel lernen, hat dann Informatik studiert und ebenfalls den Diplomingeneiur gemacht, stand jedoch immer im Schatten seines genialen Bruders.

Was Dich anbetrifft, würde ich sagen: Probieren geht über Studieren. Nach den ersten beiden Semestern wirst Du schon sehen, ob Dir dieses Studium liegt, oder ob es besser wäre, was anderes zu machen.

Alles Gute!

Angeboren, aber man muss lernen, sie zu nutzen.

Beides, die Fähigkeit zur Intelligenz ist angeboren, aber man muss sie entwicklen/antrainieren. Ist wie bei Muskeln.

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