Ist die Hölle nicht im Grunde genommen moralisch falsch?

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17 Antworten

Ist die Hölle nicht im Grunde genommen moralisch falsch?

Der Meinung bin ich auch, jedenfalls gilt dies für die »traditionelle Hölle«. Dazu weiter unten. Zunächst sehe ich mich zu einem Exkurs veranlasst.

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Ich bin fest davon überzeugt, dass es eine Art Gottheit gibt, da sowas Komplexes, wie wir es sind, nicht aus purem Zufall entstanden sind…

Das ist kein guter Grund, die Existenz eine Gotts anzunehmen. Es klingt nach einem Gott als Lückenbüßer für das, was man für unerklärlich hält.

Gott muss überhaupt nichts, nicht einmal existieren, schon mal gar nicht, um (bislang) Unerklärliches zu erklären. Wenn ich an ihn glaube (was ich übrigens tue), werde ich ihn auch im Erklärlichen wirken sehen und auch mich selbst, im Wissen, dass ich auf natürliche Weise entstanden bin, persönlich als Geschöpf Gottes betrachten.

Ebenso besteht kein Widerspruch zwischen der Aussage, dass Gott alles geschaffen hat, und der Evolutionstheorie als einer innernatürlichen Beschreibung für die Entstehung der Arten. Der Kreationismus, der diesen Widerspruch behauptet, ist deshalb nicht in erster Linie schlechte Naturwissenschaft (genauer gesagt überhaupt keine), sondern vor allem schlechte Theologie.

Es ist auch falsch, eine Beschreibung der Weltentstehung unter der Annahme etsi Deus non daretur für »puren Zufall« zu halten. Alles unterliegt klaren Gesetzmäßigkeiten, die aber Raum für Vorgänge lassen, die sich von Zufällen nicht unterscheiden lassen.

Kann mir ein Wissenschaftler erklären, warum nur wir Menschen das einzige Lebewesen auf diesem Planeten ist, das sich so sehr von den Tieren entscheidet.

Die Frage ist falsch gestellt. Die Tiere unterscheiden sich untereinander »unendlich« viel mehr als der Mensch sich von den Menschenaffen als seinen nahen Verwandten unterscheidet. Das Tier existiert nicht. Das Einzige, das alle als »Tiere« bezeichneten Lebewesen der Erde gemein haben, ist, dass sie Eukaryonten ohne Zellwand und Chloroplasten sind, und dazu gehört auch der Mensch. Dabei sind auch psychische Eigenschaften, freier Wille etc. durchaus sehr unterschiedlich, auch im außermenschlichen Teil des Tierreichs.

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Zurück zur Hölle oder vielmehr zum Thema »Hölle«: Natürlich kann man nicht ausschließen, dass es sie in der Form gibt, wie sich Fundamentalisten diese vorstellen.

Hätten diese freilich Recht, so gäbe es positive Aussichten nur für diejenigen, die sich unter den Fundamentalismen zufällig den richtigen ausgesucht haben, und die müssten auch eigentlich Komplettzyniker sein, der Gott eigentlich für ein Art ins Unendliche vergrößerten Stalin hält, an dessen Tafel es sich halt besser lebt als in Workuta.

Nun war aber Stalin ein Mensch, und zwar einer mit ziemlich aufgeblasenem Ego, hinter dem eine mickrige, kleinmütige Persönlichkeit gesteckt haben muss, anderenfalls er nicht derart gewütet hätte.

Eine solche und noch mickrigere Persönlichkeit mit noch mehr aufgeblasenem Ego unterstellt diese Höllentheologie Gott, der als jemand, der um den Quälens selbst willen quält oder quälen lässt, das absolute Böse in idealer Form verkörpern würde. Das Wort »absolut« heißt hier nicht nur »völlig«, sondern inbesondere auch »losgelöst von allem«, da das Quälen dann Selbstzweck wäre.

Höllentheologie ist also Gotteslästerung und bleibt die Antwort auf die Frage schuldig, wie ein solches Wesen wie jener imaginierte und als Gott bezeichnete Dämon jemals Wesen von Großmut und Mitgefühl schaffen konnte.

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Meine Lieblingsidee - nicht meine einzige - ist die, dass es vielleicht nur eine Seele gibt und man sich nach seinem Erlöschen als vermeintliches Individuum die Augen darüber reibt, was man sich selbst angetan hat.

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Eine andere schöne Idee ist ein Bild von einem großen Tisch, an dem sowohl ein aus verschiedenen religiösen Hintergründen stammendes Paar als auch die verschiedenen Fundamentalismen anhängigen Eltern und Verwandten sitzen.

Die haben ihr jeweiliges Kind verstoßen und vielleicht ermordet . Nun fragen sie einen Engel vom Service, wo denn bitteschön die Hölle sei und wieso dieses liederliche Paar sich nicht dort befinde.

Zur Antwort bekommen sie: »Dies hier ist die Hölle - für euch. Wenn ihr das Feuer vermisst: Das brennt in euch, als Sodbrennen vor Ärger, weil ihr die jungen Leute feiern und nicht leiden seht.«

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Es gibt mehrere Ansichten zum Thema Hölle.

Die naive Vorstellung ist die vom Ort der Bestrafung der Bösen. Sie geht von der freien Entscheidung des Menschen für das Gute oder Böse aus. Wenn sich der Mensch für das Böse entscheidet, dann ist nicht die Existenz einer Hölle unmoralisch, sondern die Entscheidung des Menschen und die Hölle ist nur die Konsequenz daraus.

Die modernere Vorstellung geht ebenfalls von der Freiheit des Menschen aus. Nämlich von der freien Entscheidung, auf Ewigkeit nicht in der Gegenwart Gottes (Himmel) leben zu wollen. Dann muss es als Alternative einen Ort geben, an dem Gott nicht ist: die Hölle. Die Frage ist nur, ob sich tatsächlich jemend bis zur letzten Konsequenz dafür entscheidet.

Wenn man aber davon aus geht, dass Gott überall ist, dann kann es auch diesen Ort nicht geben.

Skeptiker meinen, die Vorstellung von einer Hölle sei von Menschen erfunden, um ihr Bedürfnis nach Gerechtigkeit und Vergeltung, das auf der Erde nicht befriedigt wird, wenigstens in der Phantasie zu befriedigen.

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Kommentar von SercanDLuffy
15.10.2016, 13:08

Eine seriöse und brauchbare Antwort. Ich danke dir.

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Hallo SercanDLuffy,

zu Deiner Beruhigung kann ich sagen, dass die Lehre von einer Feuerhölle in der Bibel nicht zu finden ist. Über den Zustand der Toten sagt sie nämlich: "Denn die Lebenden sind sich bewusst, dass sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewusst, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen. Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheọl [oder Grab], dem Ort, wohin du gehst" (Prediger 9:5,10).

Was bedeutet das? Nun, wenn es nach dem Tod kein Bewusstsein gibt, dann kann es auch keine Qual durch ein Feuer geben! Die Höllenlehre ist zwar weit verbreitet, doch ist sie zum einen unbiblisch und zum anderen stellt sie Gott in ein sehr schlechtes Licht.

Auch könnte man folgende Überlegungen anstellen: Wie könnte ein Gott, von dem gesagt wird, dass er "Liebe ist" , Menschen für ein relativ kurzes sündiges Leben von 70 oder 80 Jahren dann für immer bestrafen (1. Johannes 4:8)? In welcher Relation steht eine ewige Bestrafung zu einem zeitlich begrenzten Leben in Sünde? Und würde Gott wohl seinen Hauptgegner, Satan den Teufel, dazu gebrauchen, seinen Willen ausführen zu lassen und auf diese Weise eng mit ihm zusammenarbeiten?

Außerdem: Kein normal denkender und normal fühlender Mensch käme je auf die Idee, jemandem auch nur für kurze Zeit Qualen durch ein Feuer zuzufügen! Das Rechtssystem einiger Länder sieht für die schlimmsten Verbrecher "lediglich" die Bestrafung durch den Tod vor, niemals jedoch eine Bestrafung durch Qualen irgendeiner Art.

Gott solch ein Handeln zu unterstellen, gehört mit zu den schlimmsten Gotteslästerungen, die je begangen wurden. Das macht aus ihm einen rachsüchtigen und äußerst grausamen Gott, mit dem man am liebsten nichts zu tun haben möchte. Wie gegensätzlich ist doch das Bild, das die Bibel in Wirklichkeit von Gott zeichnet! Sie beschreibt ihn beispielsweise als einen Gott "barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit" (2. Mose 34:6). Oder wie es in einem anderen Bibeltext heißt: "Der FELS, vollkommen ist sein Tun, denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; Gerecht und gerade ist er" (5. Mose 32:4).

Es gibt somit keinen Grund, irgendwie beunruhigt zu sein. Die Bibel zeigt außerdem, dass durch den Tod sämtliche Sünden abgegolten sind. Sie sagt: "Denn wer gestorben ist, ist von [seiner] Sünde freigesprochen" (Römer 6:7). Egal, wieviel Sünden jemand im Laufe seines Lebens begangen hat, sie sind mit dem Tod bezahlt. Eine Bestrafung über den Tod hinaus gibt daher keinen Sinn und steht, wie gerade gezeigt, der Persönlichkeit Gottes völlig entgegen.

LG Philipp

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Die Idee einer Hölle ist Gotteslästerung, denn sie besagt im Prinzip, dass Gott seine Geschöpfe in alle Ewigkeit für einen Fehler bestraft, denn sie irgendwann vor Jahrtausenden einmal gemacht haben. 

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Einfach erklärt kann man sagen, dass Gott gerecht ist. Wäre er ungerecht würden auch"böse" Menschen ins Himmelreich kommen während sie andere umgebracht haben etc und von Ihren Lüsten getrieben worden sind. Dann gibt es, sag ich mal, die andere Sorte, die sogenannten " Gottesfürchtigen ", welche sich darum bemühen, das Wort Gottes zu gehorchen und sich Jesus Christus ähneln wollen, diejenigen, die versuchen wollen, die Welt besser zu machen durch Ihre Taten und Gedanken. Christen zB dürfen sich sozusagen nicht mit körperlicher Gewalt  wehren. Das bedeutet, sie dürfen dem Nächsten nicht weh tun. Natürlich kann das kein Mensch einhalten, denn ansonsten bräuchten wir ja auch keinen Gott. Es geht aber vielmehr um die Gerechtigkeit, welche wir Menschen vergessen. Siehe, verschiedene Länder Kriegen und Hungern und dann gibt es Länder und Menschen, die das Geld anderen Leuten ausrauben oder gar nicht mal teilen wollen. Wieso also sollten Menschen, die Schlechtes anderen angetan haben und andere Morden und keine Rücksichtsnahme gegenüber anderen nehmen, die Gelegenheit haben, das Ewige Leben zu erhalten. Würden sie das überhaupt schatzen?

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Kommentar von SercanDLuffy
15.10.2016, 13:16

Das was du sagst, macht in gewisser Hinsicht schon Sinn, aber was ist denn Gerechtigkeit? Für den Menschen ist das ja leicht definiert also rein oberflächlich. Damit will ich nicht sagen, dass ein Kinderschänder ins Paradies kommen soll, aber hoffe du verstehst, was ich meine. Aber es ist einfach meiner Meinung nach nach dem Motto, also typisch Mensch: Ich schlage ihn oder bringe ihn um, um zu zeigen, dass Schlagen und Töten falsch ist. So klingt für mich die Hölle. Verstehst du? Für einen Gott viel zu leichtsinning. Was sagst du dazu?

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Kommentar von SercanDLuffy
15.10.2016, 13:42

Ich danke dir, für deine Antwort und für dein Verständnis ^^ Ich wünsche dir alles Gute.

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Soclche Gdedankengänge hatte iuch auch und sie haben micht irgendwann dahin gebracht, dass ich ganz großspurig gesagt habe: "Wenn Gott so ist, dann will ich mit ihm nichts zu tun haben, da gehe ich lieber in die Hölle." Ich habe lange suchen müssen, aber dann doch noch Antworten auf all meine Fragen gefunden und zwar im vedischen Wissen.

Mit "typisch Mensch" hast du deine Frage eigentlich schon selbst beantwortet.

Alles was wir tun hat Konsequenzen, wir müssen oder dürfen ernten, was wir gesät haben. Und ich bin zwar absolut kein Sadist, aber den "Erfindern" der "ewigen Hölle" könnte man fast wünschen, dass sie sich,wenn sie die Reaktionen ihrer negativen Handlungen zu erleiden haben selbst einbilden, dass würde ewig andauern.

Ja, der Mensch wird als einziges Lebewesen nicht völlig von seinen Instinkten gesteuert. Wir haben so etwas wie einen freien Willen, können uns für oder gegen Gott entscheiden und dementsprechend leben. Aber wir werden halt mit den Folgen konfrontiert. Was dann gerne Gott angelastet wird oder als Beweis für seine angebliche "Nichtexistenz" herhalten muss.

Und "Zufälle" gibt es schon, sie sind das was uns aufgrund kosmischer Gesetzmäßigkeiten "zufällt".

Vielleicht kannst du hiermit etwas anfangen: https://stephenknapp.wordpress.com/2011/03/13/sanatana-dharma-hinduism-in-a-nutshell-by-stephen-knapp/

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Kommentar von SercanDLuffy
15.10.2016, 17:32

Danke für deine Antwort

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So groß ist der Unterschied zwischen Mensch und Tier auch wieder nicht.

Ich würde sogar behaupten, daß wir in Punkto Grausamkeit, es getrost mit dem Tyrannusaurus Rex aufnehmen könnten. 

Leider gibt es keine Hölle, die alle diese menschlichen "A..........er" nach dem Ableben aufnimmt und dementsprechend behandelt. 

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Kommentar von Cruiser67
15.10.2016, 13:10

Kein wirklich passender Vergleich. Der T-Rex war sich seiner "grausamen" Taten nicht bewusst und wollte nur überleben.

Der Mensch weiß dagegen genau, was er tut!

Kein anderes, bekanntes Lebewesen ist so grausam, wie der Mensch. Fairerweise muss ich aber noch betonen, dass nicht alle Menschen so sind.

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Kommentar von SercanDLuffy
15.10.2016, 13:11

Ich finde schon, dass der Unterschied enorm ist. Vielleicht nicht biologisch, aber geistlich. Jetzt kommen die Komiker: "So geistlich fortgeschritten kann der Mensch ja nicht sein, wenn man sich die Welt heute anschaut"... Behaltet es für euch, denn ihr seid wahrlich unnötiger als ein Sandkasten in der Sahara.

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Kommentar von SlowPhil
15.10.2016, 14:40
…daß wir in Punkto Grausamkeit, es getrost mit dem Tyrannosaurus Rex aufnehmen könnten.

Umgekehrt, Tyrannosaurus hätte es nicht mit dem Menschen aufnehmen können. Ein Tyrannosaurus tötete, biss vielleicht auch schon mal lebendigen Anatosauriern ein Stück Fleisch aus dem Leib, aber weder hat er das mit dem Wissen getan, dass er ihm damit Schmerz zufügt, noch aus der Absicht, dass zu tun. Geschweige denn hat er jemanden irgendwo monatelang gefangengehalten und gefoltert.

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Warum mußt du dich an den Glauben an die Hölle versteifen ?
Es zwingt dich keiner dazu, du hast dies forciert.
"Moralisch" (was verstehst du darunter ?) falsch wäre es auch nicht unbedingt.
Wenn Jemand sich wissentlich in den Abgrund stürzt ist die Existenz des Abgrundes ja auch nicht "unmoralisch" (wie auch immer).
Die Botschaft der Religion: "gehe den gerechten Weg der zum Heil  (Leben !) gelangt statt den der Ungerechtigkeit, der dich ins Verderben stürzt " ist doch "moralisch" nachvollziehbar.
Die "Ausschmückung" Letzteres zu Hölle ist nur noch wenig in der christl. Lehre präsent.
Es geht um (transzendentes)  Sein im Reich Gottes - oder nicht.

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Mein Gedanke ist dieser: Wenn ein Mensch Zeit seines Lebens immer wieder Gott ablehnt und nichts mit ihm zu tun haben will, wäre es dann nicht mindestens inkonsequent, wenn man ihn nach diesem Leben dazu zwingen würde, in der Gegenwart genau dieses Gottes zu existieren, für ewig?

Darum sehe ich nicht die Hölle als Bestrafung an, sondern als selbstgewählte Konsequenz.
Es ist das, was der Mensch zu Lebzeiten wollte (von Gott getrennt sein) in "Vollendung". Ja, da ist es "mies", aber so ist es, wenn Gott GAR nicht mehr da ist.
So gesehen könnte man einen zwangsweisen Aufenthalt in der Gegenwart Gottes auch als Strafe für jemanden ansehen, der ein Leben lang bezeugt hat, nichts von gott wissen zu wollen.

Menschlich ausgedrückt: Wenn jemand partout nicht Dein Freund sein will, Deine Einladungen ablehnt, denen die Dich liebhaben und die Du liebhast evtl. sogar böses antut, würdest Du ihn dann in Deiner Nähe haben wollen oder ihm zumuten, in Deiner sein zu müssen?

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Wenn man Angst hat vom sterben, denn schliesslich will man ja leben und man versteht nicht, dass es mal ein enden haben soll/muss.....dann vergleicht man das Sterben mit der Hölle. 

Diejenige, die das Sterben....den Tod mit dem Leben dazugehört....die haben keine Hölle.

Die Intelligenz....jedes Lebewesen hat seine Intelligenz.....nur können manche Mensch dies nicht akzeptieren. 

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1. WENN es einen erbauer des universums gibt, wäre es diesem wesen völlig egal, was das kleine und dumme tierwesen denkt oder tut......... KEIN mensch und KEINE menschlichen eigenschaften, denkweisen oder sichtweisen würde auch nur ansatzweise mit diesem wesen in verbindung gebracht werden können, denn dieses wesen wäre auf einer völlig anderen und uns unbekannten existenz-ebene und unsere körperlichen eigenschaften, moralischen dinge wären NICHT mit diesem wesen kompatibel...........!!!!!

2. beweist die geschichte der religionen selbst, dass es KEINE märchenfiguren gibt, denn nicht "gott" hat den menschen erschaffen, sondern der mensch sich seine geister/halbgötter/götter und göttinnen selbst und um den menschen an den glauben zu binden, wurden dann schöne und lustige märchen erfunden, wie z.b. die hölle, die aus einem anderen mythos stammt und dabei eine völlig andere geschichte hatte........

Hölle: der Ursprung liegt in der ägyptischen Mythologie, hatte dort aber einen ganz anderen Hintergrund, wurde Unterwelt genannt und in dieser musste jede Nacht der Sonnengott Ra/Re hinabfahren, Abenteuer bestehen um am nächsten Tag wieder am Himmel erscheinen zu können. Aus dieser Unterwelt hat der monotheistische Glaube dann die monotheistische Hölle erfunden, um die Gläubigen an seinen Glauben zu binden und mit schönen erfundenen Märchenstrafen dann drohen zu können..............

die wissenschaft hat schon längst deine frage beantwortet und sogar ein wort dafür ins spiel gebracht: evolution..............und jeder der das wort evolution abstreitet, sollte sich mal die natur genau ansehen, denn selbst HEUTE noch ist evolution vorhanden, tagtäglich, in jeder minute, denn jedes kleine grippe-virus, dass mutiert, ist EVOLUTION...............

zudem, es gibt im universum unendlich viele galaxien, mit unendlich vielen lebensfähigen planeten und wir sind mit absoluter sicherheit NICHT die einzige "entwickelte" lebensform........... wir sind vielleicht sogar unterentwickelt gegenüber anderen spezies...........:)

Ausserirdisches Leben: In unserer Galaxie existieren geschätzte 15 Milliarden Erden, im gesamten Universum sind 15 Quadrillion ( 24 Nullen) bewohnbare Planeten vorhanden. Zudem sind in unsere Milchstraße 200 bis 400 Milliarden Sonnen beheimatet, die zumeist von Planeten umkreist werden. Noch dazu ist unsere Heimatgalaxie nur eine von über 100 Milliarden Galaxien im Universum.
Besonders optimistisch gibt sich der Astronom Frank Drake, der anhand einer Wahrscheinlichkeitsrechnung auf über 300 mögliche intelligente Zivilisationen allein in unserer Galaxie kommt.
Seit 1960 bereits durchforsten wir das Weltall nach Radiowellen, die Hinweise auf entwickelte Zivilisationen geben und über die wir mit ihnen in Kontakt treten könnten. Im August 1977 wurde im Rahmen dieses Projekts das sogenannte "Wow!"-Signal empfangen, dessen Ursache bis heute nicht zweifelsfrei geklärt werden konnte.
Sollten also mal Ausserirdische Wesen bei uns vorbeischauen, wäre das hoffentlich das Ende der Religionen auf Erden...........:)

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Viele Fragen und viel Unwissenheit.. erlaube mir dich aufzuklären:

Nun umso älter ich wurde, desto mehr wurde ich mich bewusster, dass es
sowas wie einen Gott geben muss, wobei ich mich parallel dazu auch immer
mehr anfing von den Weltreligionen zu distanzieren

Das alleine ist ein Widerspruch in sich. Es ist als würdest du sagen dass es einen Sauron geben muss, aber gleichzeitig distanzierst du dich von den Werken Tolkiens.

Die einzigen Informationen die wir über Gott haben, stehen in den "heiligen" Schriften. Sie beschreiben Gott mit seinem Wirken und wenn wir diese ausser Acht lassen, haben wir ein Vokabel ("Gott") ohne jegliche Bedeutung dahinter.

Und paradoxerweise ist diese "intelligente" Gottheit, dieselbe die als
einzige Konsequenz festlegt, dass ein "schlechter Mensch" bis auf
Ewigkeit in die Hölle verdammt wird und Qualen ausgesetzt wird

Was daran liegt das Gott nur eine Erfindung ist. Das ist der Grund warum er sich zu jeder Zeit in den Erzählungen der "heiligen" Schriften überaus menschlich verhält, äußerst negative Charakterzüge aufweist und auf diese auch noch stolz ist.

Ich bin fest davon überzeugt, dass es eine Art Gottheit gibt, da sowas
komplexes wie wir es sind, nicht aus purem Zufall entstanden sind

Argumentum ad ignorandum: "Ich kann mir die Lage nicht anders vorstellen, also ist meine Meinung wahr."

Wir Menschen sind NICHT das Produkt reinen Zufalls. Die Evolution hat zwar den Zufall als eine treibende Kraft, jedoch entscheidet nicht der Zufall alleine über die Entwicklung, sondern die Lebensumstände selbst.

Zufälle gibt es nicht, davon bin ich überzeugt.

Jedes unerwartete oder ungeplante Ereignis ist ein Zufall. Wenn ein Blatt von einem Baum fällt, ist es Zufall wo es landet. Chaotische Spielzeuge bewegen sich nach dem Zufallsprinzip.

Kann mir ein Wissenschaftler erklären, warum nur wir Menschen das
einzige Lebewesen auf diesem Planeten ist, das sich so sehr von den
Tieren entscheidet.

Du meinst "unterscheidet" und ich kann dir das sehr wohl erklären, wir unterscheiden uns nämlich nicht von den Tieren.

Jede Tierart ist in ihrem Ökosystem ein Spezialist auf ihren Gebiet. Zu fragen warum sich der Mensch so von allen anderen Tieren unterscheidet, ist zu fragen warum sich der Elefant so von allen anderen Tieren unterscheidet, oder der Zitteraal.

Beide Arten, Elefant, wie Zitteraal sind Spezialisten auf ihren entsprechenden Gebieten. Kein Mensch könnte je so groß und kräftig sein wie ein Elefant, oder elektrische Stöße aussenden wie ein Zitteraal.

Warum kann das Tier nicht so "intelligent" sein und sich gegen den Menschen stellen und ihn in käfige halten?

Weil sie andere Wege der Evolution eingeschlagen haben. Warum hat ein Mensch nicht dieselbe Kraft in den Fingern wie ein Orangutan? Warum ist ein Mensch nicht so gewaltig wie ein Gorilla?

Jede dieser Spezialisierungen ist auf einen anderen Lebensraum und eine andere evolutionäre Nische abgestimmt.

Nichtmal eine Art der Affen kann das, obwohl wir doch angeblich ferne Verwandte seien? 

Wir sind sogar sehr nahe Verwandte, die nächsten Verwandten die der Mensch heute noch hat.

Es gab noch andere Menschenarten, doch diese sind ausgestorben (wie die Hobbits) oder haben sich mit dem modernen Menschen vermischt (wie der Neandertaler zum Beispiel) und sind heute Teil unserer Art.

bewusst so gemacht worden, dass der Mensch das Einzige Wesen sein soll, welches sich so unterscheidet, also einen freien Willen besitzt.

Nein, nur weil wir in unserem Spezialgebiet (Intelligenz) die momentan unangefochtenen Meister sind, bedeutet das nicht, das dahinter ein Plan stehen würde.

Das natürliche Ausleseverfahren trägt die Verantwortung für unsere Entwicklung zum Menschen. Wer intelligenter war hatte die besseren Überlebenschancen.

Ausserdem besitzen nicht nur wir Menschen einen freien Willen. Alle höheren Säugetierarten haben einen solchen, was man unschwer erkennen kann wenn man sich zum Beispiel Hunde und Katzen ansieht.

Wer noch mehr Beweise braucht, soll sich Dokumentationen über Affen ansehen, denen man sprechen beigebracht hat. Affen haben nicht nur einen freien Willen, sie philosophieren sogar über das Leben und den Tod

Der Mensch ist einzgartig als Spezialist auf dem Gebiet der Intelligenz. Dazu hat jedoch kein "Plan" oder "Schöpfer" geführt, sondern alleine das Leben auf diesem Planeten und der Zufall.

Für einen "Schöpferplan" sind wir extrem schlecht designt und haben einige Mängel die entweder auf eine schlampige Arbeit schließen lassen, oder darauf dass wir, wie alle Lebewesen auf dieser Welt, nichts weiter sind als Tiere.

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Kommentar von SercanDLuffy
15.10.2016, 13:37

Und woher nimmst du dir dein Wissen rauß? Zeig mir doch mal einen Affen Philosophen, der auch noch sprechen kann. Und warun ist es ein Widerspruch zu behaupten, dass man immer mehr anfängt an einen Schöpfer, Gott (Nennen wir ihn, wie es uns beliebt) zu glauben und doch lehnt man gleichzeitig die Religionen ab. Ich denke das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Jetzt fragst du dich "Ja wenn du dich distanzierst, warum die Frage zur Hölle?" Ganz einfach, weil das Christentum, der Islam und das Judentum eines der größten Religionen sind und diese eben mal hinterfragen würde und die Meinung anderen hören würde. Tiere haben einen freien Willen? Manche würden sagen, den Willen zu leben. Vielleicht gibt es eine Art davon, aber nicht so ausgeprägt, wie beim Menschen. Der Mensch hst nicht zwangsläufig einen Instinkt zum Leben. Wenn er depressiv ist, denkt vielleicht auch daran, sich selbst das Leben zu nehmen. Ein Tier humpelt mit 3 abgehackten Beinen weiter rum und man sieht, wie es versucht weiter zu humpeln zu kriechen, um weiterzuleben. Der Mensch hingegen würde sich entscheiden können, ob er aus Willenskraft weiterkriecht bis Hilfe kommt oder liegen bleibt, bis das Herz aufhört zu schlagen. "Ich kann mir die Lage nicht vorstellen, also ist meine Meinung wahr". Habe ich nie behauptet, warum sonst frage ich nach anderen Meinungen? Daran hast du ja vielleicht nicht gedacht, aber ich bin ja der Unwissende, fast vergessen. Ich hingegen versuche nachzuvollziehen, aber du weißt anscheinend schon alles.

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Kommentar von SercanDLuffy
15.10.2016, 14:39

Du hast Recht. Da ich noch 16 bin, werde ich ohnehin noch vieles lernen. Du bist mir dennoch nicht sonderlich sympathisch und auch, wenn du viel Wissen besitzt und gerade von Kommunikation redest.... Naja dann finde ich, dass du anstatt komplett zu widerlegen, versuchen könntest richtig darauf einzugehen. Bei dir habe ich das Gefühl gehabt, dass du die Intention verfolgt hast, mich lediglich zu widerlegen und dann zu sagen, dass ich nicht lernen möchte. Fast schon wie das Schulsystem ^^ Wissen ist vieles vorhanden, aber korrigiert werden nur Fehler und gesagt wird nur, was man falsch macht. Naja teilweise basiert vieles sogar auf Axiome. Ich habe nicht immer Bestätigung bekommen und dennoch konnte ich mich mit vielen Menschen gut austauschen, ich denke es ist auch nix falsches etwas Bestätigung zu erwarten. Und ich denke, dass ich trotzdem nicht diese Frage aus Bestätigung gestellt habe. Ich bin nämlich sicher, dass es es einen Schöpfer gibt, das war ein Statement, tatsächlich. Aber das war auch nicht meine Frage. Meine Frage war, dass wenn es tatsächlich sowas wie ein Hölle geben würde, es doch moralisch falsch wäre. Das zeigt mir selbst, dass ich mir Gedanken darüber mache und Meinungen anderer hören will, mit der Erwartung mich zu überzeugen und nicht zu widerlegen.

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Kommentar von SercanDLuffy
15.10.2016, 14:43

Und natürlich widerlegt man mich auch, wenn man mich überzeugt. Bei dir hatte ich aber das Gefühl, dass es dir komischerweise auch nur um Bestätigung des Wissens gehen würde. So habe ich das wahrgenommen, nicht um mich rechtfertigen. Ich bin nicht zu stolz um etwas einzusehen, weshalb ich das was du gesagt hast auch begriffen hab.

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Kommentar von SercanDLuffy
15.10.2016, 14:47

Trotzdem danke ich dir für deine Antwort. Mühelos war es ja nicht, alleine wegen dem Zeitaufwand.

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Selbst, wenn man das unsinnige Argument von "Es kann kein Zufall sein" gelten lässt: Wer sagt denn, dass eine Gottheit, wenn sie denn existieren würde, nicht einfach ein Riesena*schloch sein kann, das Spaß daran hat, Lebewesen zu erschaffen und die in die Hölle zu werfen? Und wer sagt denn, dass diese Gottheit der christliche Gott ist, auf den du dich ja mit dem Höllengedanken eindeutig beziehst?

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Kommentar von SercanDLuffy
15.10.2016, 12:57

Behaupte ich garnicht und kann ich auch nicht behaupten, da ich dieses Wissen nicht besitze. Darum frage ich ja, warum es dann sowas leichtsinniges wie eine Hölle geben sollte, wenn es tatsächlich so stimmen würde. Und tatsächlich, keiner weiß es.

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Kommentar von SercanDLuffy
15.10.2016, 12:59

Und warum ist es für dich unsinnig, zu behaupten, dass es keine Zufälle gibt. Als Argument in einen Gerichtsverfahren ist es sicherlich ein dummes Argument. Und wissenschaftlich nicht Nachweisbar. Aber weißt du was noch unsinniger ist? Auf Basis einer Vermutung die Wissenschaft vortzusetzen. Das kommt ziemlich oft vor in der Wissenschaft.

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Kommentar von SercanDLuffy
15.10.2016, 13:55

Weißt du was Axiome sind?

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Kommentar von SercanDLuffy
15.10.2016, 14:46

Bezogen auf Wissenschaft zum Beispiel.

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Die Hölle ist nur eine Idee und kein realer Ort.

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Kommentar von SercanDLuffy
15.10.2016, 13:06

Vielleicht kamst du nicht dazu so weit zu denken, aber in diesem Kontext geht es darum, dass diese Idee eben ein realer Ort ist, denn darauf basiert diese "Idee". Deshalb konntest du dir in der Zeit, als du diese Frage beantwortet hast, auch einfach einen Tee oder so machen...

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Die "Hölle" (Gehenna) war früher der Ort vor Jerusalem, in welchem die Unräte der Stadt "entsorgt" wurden (Joh.15,6).

Für uns ist es das Sinnbild es "ewigen Feuers", in welches der "Gott dieser Welt" (Offb.12,9) und dessen Dämonen geworfen werden (Offb.20,10).

Für die weiterhin "ungläubigen" Menschen droht das selbe Schicksal (Offb.20,5; 12-15).

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Unser ewiger Schöpfer wollte Sein Universum an Kinder schenken (1.Mose 1,26-27), welche Ihm glauben (Jer.3,19; Röm.8,32).

Doch der Ungehorsam der Menschen zog eine Zeit unter der Herrschaft Satans (1.Mose 3,4-7; Offb.12,9) nach sich, die aber bald vorbei ist (Offb.20,2).

Dann beginnt die Zeit der Regierung Gottes durch Seinen Sohn Jesu (Offb.14,1).

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