Ist die Globalisierung vorteilhaft für uns?

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11 Antworten

Die Globalisierung macht auch einige Staaten reich und mächtig (zumindest wirtschaftlich) zu werden.  Die Bevölkerung der Staaten, die durch die Globalisierung reich und mächtig geworden sind, ist auch immer reicher geworden. 

Immer mehr Menschen von diesen Staaten können die westlichen Produkte wie deutsche Produkte leisten. 

Für die deutsche Autohersteller ist China zum Beispiel mit Abstand ein der wichtigsten Märkte oder sogar einfach der wichtigste Markt.

Die Staaten, die durch Globalisierung reich und mächtig geworden sind, sind auch nun in der Lage, in den Westen zu investieren. Die Investitionen bringen auch Kapitalinen, Arbeitsplätze usw.in den Westen.

Hier als ein Beispiel zu nennen ist ebenfalls China, also Chinas Investitionen in Nordrhein-Westfalen in Deutschland:

"Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) hat sich nun zu einer „Willkommenskultur für chinesische Unternehmen in NRW“ entschieden.

Bei einer Rundreise durch verschiedene Firmen, deren Chefs in China sitzen, versuchte Duin deutlich zu machen, dass die Chinesen gewissermaßen die neuen Japaner in NRW sind: 

fortschrittlich, forschungsintensiv, hochtechnisiert, attraktive Arbeitgeber."

http://www.derwesten.de/politik/immer-mehr-chinesische-firmen-in-nrw-aimp-id11842325.html#plx1959276777

Deswegen meiner persönlichen Meinung nach ist die Globalisierung hauptsächlich vorteilhaft für die Staaten wie China, Brasilien usw. 

Die ist aber auch nicht schlecht für die Staaten in den Westen wie Deutschland.



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Globalisierung ist ein Schwammwort. Es wird nachträglich auf viele Erscheinungen angewendet (von jedem anders), die sich in einem historischen Prozess entwickelt haben von dem die Beteiligten oft gar nicht geahnt haben, was später dabei herausspringt. Wie bei allen Prozessen die grundlegende Strukturen umwandeln gibt es Gewinner und Verlierer. Je nach Ideologie und politischer Ausrichtung wird das sehr verschieden gewertet und zugeordnet. Da es sich um einen offenen Prozess handelt, kann auch niemand genau sagen, wann er begonnen hat und wann man sein Ende markiert um einen neuen Namen zu vergeben. Gehört die anbrechende Völkerwanderung noch dazu oder ist das bereits ein neuer Prozess? Das ist wie mit der alten Völkerwanderung. Begann die mit der Schlacht im Teutoburger Wald oder erst mit dem stückweisen Fall des Limes. War sie mit dem Untergang der Ostgoten in Norditalien beendet oder erst mit der Kaiserkrönung Karl des Großen? Wo beginnt das Mittelalter. Das sind alles sehr umstrittene Grenzziehungen, erst recht, wenn man mittendrin steckt.

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Wie bei allem gibt es Vorteile und Nachteile. Unsere moderne Welt mit hren vielfältigen Möglichkeiten wäre ohne Globalisierung nicht möglich und nicht denkbar:

Kommunikation (Mobiltelefonie, Internet, E-Mail)

Betriebsorganisation und Rechnungswesen (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Datenbankanwendungen)

Konstruktion (CAD in Technik und Architektur, Belastbarkeitsberechnungen, Statik)

Fertigungstechnik (Fertigungsautomatisation, Roboterengineering)

Mobilität und Logistik (Antriebstechnik, Fahrzeugbau, Transport- und Lageroptimierung)

Rohstoff- und Lebensmittelversorgung

Kunst (Musik, Darstellende und Angewandte Kunst, Design)

etc., etc. etc.

Ob wir dadurch glücklicher und zufriedener sind, ist eine andere Frage. Und außer Frage steht, dass wir damit unsere schöne Erde schneller kaputt machen, als uns lieb ist.

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In gewisser Weise hat dein Lehrer schon recht. Durch die globalen Märkte haben wir Zugang zu Rohstoffen und Technologien, die uns ansonsten verwehrt blieben.

Unser aktueller Wohlstand wäre nicht denkbar. Globaler Datenaustausch wäre nicht möglich.

Eine der Schattenseiten ist die rasante Umweltzerstörung. 

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Dein verdammter Politiklehrer ist Teil des Systems. Natürlich hat er nicht recht. Die Globalisierung dient dem System, klar. Doch wachsen die Menschen dadurch besser zusammen? Nein. Es geht letztendlich um noch mehr Kontrolle durch Babylon und die Anbetung Mammons. Die Globalisierung schadet vor allem den lokalen Märkten. Wenn sie wirklich TTIP direkt oder durch die Hintertür durchbringen, dann sieht es bald duster aus. Wir z.B. werden von minderwertigen und lebensgefährdenden US-Produkten überschwemmt werden. Noch schlimmer als bisher.

In dem Punkt hat er ja recht "Globalisierung hilft uns". Doch mit uns meint er sich als Teil des Systems. Klar "hilft es uns". 

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Kommentar von Interesierter
21.05.2016, 18:16

Auch du bist Teil des Systems und profitierst davon.

Ohne globale Märkte hätten wir nur einen Bruchteil des aktuellen Wohlstands und du würdest sicherlich nicht so bequem an deinem Rechner sitzen.

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Es hat wie alles, Vor- und Nachteile. Man kann leider nicht sagen, das sie hilft. Sie schadet in etwa im selben Maße, wie sie Vorteile bringt. 

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Das kann man nicht pauschal so sagen.

Wesentlich ist die Ausgestaltung der Bedingungen und die Sichtweise (wer ist "uns"? - der einzelne Bürger, die Industrie, der Staat?).

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Ja was glaubst du was die Lehrer alles erzählen: Was würde euer Lehrer für einen Eindruck machen wenn er das Gegenteil erzählen würde?Die Globalisierung ist eine Herausforderung an Arbeitnehmerrechte.: China mit seiner Billigproduktion, Indien mit ausgebeuteten Textilarbeiter mit Stundenlöhnen von 25 cent und Kinderarbeit. Das ist die berühmt berüchtigte Kehrseite der Globalisierung.

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Wer aber ist "uns" - "Krupp oder Krause"?

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Kommentar von Interesierter
21.05.2016, 18:30

Krause kann genauso wenig ohne Krupp, wie Krupp nicht ohne Krause kann.

Auch wenn es nicht so aussieht, sitzen beide im selben Boot.

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Du solltest Deinem Politiklehrer einmal die Frage stellen, ob er den Unterschied zwischen Lebensstandard und Lebensqualität kennt.

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Kommentar von Interesierter
21.05.2016, 18:25

Kennst du ihn?

Lebensstandard und Lebensqualität hängen durchaus miteinander zusammen.

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Für dich ist es gut weil du Sachen für weniger Geld kriegst und für die Kinder und Frauen in China ist es schlecht weil die für 10 cent am tag 10 mal so hart arbeiten müssen damit du Sachen für wenig Geld kriegen kannst....

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Kommentar von Interesierter
21.05.2016, 18:24

Auch für die Leute in China ist es ebenfalls von Vorteil, denn ohne unsere Aufträge hätten sie gar keine Arbeit.

Durch die niedrigen Lebenshaltungskosten kannst du die Löhne in China nicht mit den unsrigen vergleichen.

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Kommentar von Norbert1981
22.05.2016, 00:31

Ein Beispiel:

Teure Autos, Uhren oder auch Küchengeräte: 

Die Chinesen haben nach einer Studie 2015 umgerechnet rund 100 Milliarden Euro für Luxusprodukte ausgegeben - fast die Hälfte des weltweiten Luxus-Umsatzes. 

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/china-463.html

Das ist meiner Meinung nach ein ganz klarer Vorteil für die Chinesen durch die Globalisierung.

Übrigens: Ich glaube, du solltest noch niemals in China gewesen. 

Oder du kannst China und Indien einfach nicht unterscheiden.

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