Ist die GEZ-Gebühr unmoralisch?

21 Antworten

Moin!

Die GEZ ist ein wichtiger Baustein unserer Demokratie.

Der Grundgedanke ist, dass eine unabhängige Berichterstattung stattfindet, politisch und gesellschaftlich. Stell' Dir vor, nur wirtschaftlich interessante Programme würden gesendet, also nur für die größte Zielgruppe/nur für die, die auch viel bezahlen - gruselig.

Das soll hier verhindert werden: Du bekommst die wichtigsten Themen und Reportagen geliefert, egal, ob es ein großes Publikum gibt oder nicht.

Es ist doch auch richtig, dass z. B. aus Deinen Abgaben (hier: Steuern) behindertengerechte Zugänge in Behörden gebaut werden, oder dass Dein Fahrgeld beim ÖPNV einen Anteil enthält, um Fahstühle in Bahnhöfe zu bauen - das gehört alles zu einer Solidargemeinschaft. Und ich bin über politische Satire in den öffentlich -rechtlichen ganz froh - im privaten TV gibt's doch nur Klamauk, aber keine Kritik (z. B. "Die Anstalt").

Wenn Du gute, ausführliche Reportagen möchtest, dann landest Du bei Arte - auch öffentlich-rechtlich finanziert - Galileo hält da längst nicht mit. Bundesliga würde auch nur ausschließlich bei SKY laufen ohne die öffentlich-rechtlichen.

Ob das Programm noch unabhängig ist, ist eine zweite Frage - die Grundidee ist gut.

Man kann sich darüber streiten, ob die öffentlich-rechtlichen dem gerecht werden, was sie leisten SOLLEN - aber das ist ja immer so.

Generell finde ich die GEZ OK aber zu hoch.

Generell würde ich eine Grundversorgung von Fernseh- und Radio Sendern schon als Allgemeingut sehen die auch von daher von der Allgemeinheit zutragen sind. Das es nur noch einen Betrag gibt und nicht mehr gestaffelt ist auch OK denn man muss einfach mal dem Mehraufwand bei der Kontrolle und Berechnung des Gebührenbeitrages sehen.

Es gibt in der BRD kaum jemand der nicht wenigstens eines von den folgenden drei Geräten nutzt.

Radio

Fernsehen

Internet (Computer oder Handy)

Für den verschwindend kleinen Teil der (wirklich) keines dieser Geräte hat und die sich dann ggf. auch aus der Finanzierung raus halten dürften wäre einfach der Kontroll und Mehraufwand zu hoch.

Schließlich bezahlt ja auch die Allgemeinheit dafür, das im Land eine gewisse Infrastruktur aufrecht erhalten wird (Straßen, Bildung, Justiz usw.) und Fernseh und Radioprogrammen fallen auch mit unter Bildung (bitte keine Diskussion anfangen über die Qualität dieser Bildung oder den Nachrichten).

Was allerdings Diskussions bedürftig ist, ist der Umfang die finanzierten Sender haben den Auftrag einer Grundversorgung und den sehe ich als übererfüllt an. Hier sollte kräftig der Rotstift angesetzt werden und nicht wie im Bereich Internet immer weiter neue Bereiche erschlossen werden.

Zumindest einige jetzige Programme wie z.B. das ZDF sollten mehr nach marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten betrieben werden.

Die bringen halt auch viel Propaganda, daher sehe ich es nicht ein auch nur 5€ zu zahlen.

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@mulano

Du hast nicht mal den Anflug einer Ahnung, was Propaganda ist. Ich kann diesen erfundenen Blödsinn von irgendeiner angeblichen Propaganda langsam echt nicht mehr hören. Lebe mal ein paar Wochen in Nordkorea o.ä., dann weißt du, wovon du redest.

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Immer der hinkende Vergleich mit Straßen, Bildung etc. Ja, dafür zahlt man auch aber die erfüllen wenigstens auch ihren Zweck.

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@TitusPullo


Hallo on bcords,


Frage nicht verstanden ?

Es geht nicht darum, ob man ein Produkt schätzt und es deshalb selbst kaufen möchte, sondern ob es jemand anderen gegen dessen ausdrücklichen Willen aufgedrängt werden sollte.

Dies ist kein Minderheitenproblem sondern ein Problem der Bevormundung des Bürgers durch einen übergriffigen Staat, die den Bürgern sogar vorschreibn möchte, welche Parteien und Volksvetreter er wählen soll.

Und damit dies auch geschieht, gibt es eben den Staatsfunk.



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@Novosibirsk

Wo genau schreiben denn die ÖR vor, welche Parteien man wählen soll? Hast du für diese frei erfundene These auch einen Beleg?

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@mepeisen

Kann es sein, dass Dir noch nicht aufgefallen ist, dass der Staatsfunk die AfD ständig diskriminieren muss und hierzu den Vetretern der Bockparteien für deren Propaganda  in den Talkshows einen breiten Raum einräumen muss.

Das tut der Staatsfunk nicht freiwillig, sondern um sich weiterhin seine Pfründe und die Gewogenheit der Blockparteien zu sichern.
Es gilt auch hier; Wessen Brot ich ess, dessen Lied sing ich,

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@Novosibirsk

Och, kommt jetzt wieder das Märchen mit den Talkshows. Die AfD will doch gar nicht sachlich diskutieren. Sie empört sich und inszeniert Skandale, um dann mit erfundenen Gründen Talkshows zu verlassen.

Das hat nichts mit Diskriminierung zu tun. Dieses Märchen vom "Popaganda-Staatsfunk" ist frei erfundener Quatsch von einer mit Nazis durchsetzen Partei. Sobald man der AfD die Maske runterzieht, redet sie von Diskriminierung.... Die Wahrheit sieht so aus, dass jeder, der auch nur ansatzweise etwas gegen die Nazis in der Partei gesagt hat, abgesägt wurde oder von selbst gegangen ist. Die AfD von heute hat absolut nichts mehr von der AfD ihrer Gründungszeit. Nichts.

In dein Weltbild passen die vielen Beiträge in Nachrichten und Talkshows u.ä. nicht, die auch das Vorgehen oder die Meinungen der "Blockparteien", wie du sie nennst, teils heftig kritisieren. Und ja, die gibt es auch. Dass man sie etwas mehr suchen muss, liegt nicht etwa an einer vermeintlichen Popaganda. Nein, das liegt eher daran, dass die führenden Mitglieder AfD überproportional oft staatsfeindlichen und rassistischen oder einfach nur sachlichen Unsinn von sich geben.

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Davon abgesehen, dass es keine GEZ Gebühr ggibt kannst Du hier nachlesen

https://www.rundfunkbeitrag.de/der_rundfunkbeitrag/solidarmodell/index_ger.html

weshalb der Rundfunkbeitrag sinnvoll und keinesfalls unmoralisch ist.

Unmoralisch sehe ich es eher, wenn die Lebenszeit der Zuschauer durch mehrmalige Werbeunterbrechungen der Sendung, verschwendet wird.

kannst Du hier nachlesen (...) weshalb der Rundfunkbeitrag sinnvoll (...) ist.

Kann ich das oder kann ich mir diesen einseitigen Werbebeitrag auch sparen?


Die Rundfunkanstalten haben den gesetzlichen Auftrag, mit ihren Programmen täglich möglichst viele Menschen mit Information, Bildung, Beratung und Unterhaltung zu versorgen

Und wie machen sie das, wenn ich sie nicht nutze und auch gar nicht nutzen will?

Vielfalt und Qualität für alle

Für mich bitte nicht, danke sehr. Ich möchte weder diese Art von "Vielfalt" noch diese Art von "Qualität". Und wenn es die beste Quizsendung der Welt ist, sie anzuschauen wäre für mich persönlich eine Verschwendung von Lebenszeit.

Das Ziel dabei ist, eine möglichst große Gerechtigkeit bei der Finanzierung zu gewährleisten.

Und mein Ziel ist Weltfrieden. Schätze, man sollte eher auf mich wetten...

Solidarisch bedeutet dabei

Ich muss mich gerade gewaltig zusammenreißen um wenigstens ansatzweise sachlich zu bleiben. Na klar, Solidarität ist wenn fluffiknuffi dem Hartzer den Eurovison Song Contest finanziert. 


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@fluffiknuffi2

Lebe einmal in Nordkorea o.ä., dann bist du sehr dankbar für das System, was es bei uns gibt. Ob du das konsumierst oder nicht, ist irrelevant. Es zählt, was der ÖR für die Stabilität der Gesellschaft beitragen soll und auch tut. Damit beispielsweise keine AfD-Nazis einfach so alles abschaffen können.

Und ja, das versuchen sie. Höcke selbst versucht Gesetze abzuschaffen, die es unter Strafe stellen, beispielsweise den Holocaust zu leugnen.

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@mepeisen

Ich denke, der Staatsfunk und dessen Auftraggeber haben Dich und Deine "Meinung" genau dort hingebracht, wie sie von ihnen erwünscht ist.
Macht es Dich denn überhaupt nicht nachdenklich, wenn ausgerechnet AfD-Politiker ihr Engagement mit dem mangelnden rechtsstaatlichen Unrechtsbewußtsein der Poltiker der Blockparteien begründen ?

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@Novosibirsk

Ja, das macht mich nachdenklich. Aber eher in die Richtung, wie AfD-Politiker sich anmaßen, so einen Unsinn von sich zu geben. Frei erfundene Sachen zu konstruieren, um im Hintergrund gezielt Dinge abzuschaffen, die aus gutem Grund in unserem Strafrechtsystem verankert sind, das macht mich nachdenklich.

Mich macht nachdenklich, dass so viele Menschen auf die Propaganda der AfD-Nazis reinfallen statt sie zu hinterfragen.

Mich macht nachdenklich, warum alle wegschauen, wenn die AfD schreibt, dass Flüchtlinge, die im Verdacht stehen, an der OK beteiligt zu sein, rausgeworfen werden sollen. Wohlgemerkt: Nicht verurteilt, nur der Verdacht reicht. Das haben die Nazis auch so gemacht. Da war nicht unschuldig, wessen Schuld nicht bewiesen wurde. Da war schon schuldig, gegen den nur ein wie auch immer unsinniger Verdacht bestand.

Mich macht nachdenklich, dass die AfD eigenen Politikern den Mund verbietet, wenn diese offen über die rechtsradikalen Einflüsse in ihrer Partei sprechen.

Mich macht nachdenklich, wenn Höcke als Geschichtslehrer den Holocaust leugnen will und offen dafür wirbt, Straftatbestände, die die Holocaust-Leugnung verbieten, abschaffen zu wollen.

Solche Dinge machen mich nachdenklich und der versuch, die AfD auf dinge wie den Widerstand gegen die ÖR zu reduzieren, das macht mich genauso nachdenklich.

Die AfD will sich deswegen gegen die ÖR aussprechen, weil sie am Ultra-rechten Rand um Wählerstimmen fischt. Darum geht's ihr. Um die Sache geht's ihr doch gar nicht.

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@fluffiknuffi2

Und wie machen sie das, wenn ich sie nicht nutze und auch gar nicht nutzen will?

Das ist dein Problem, nicht das Problem der Rundfunkanstalten.

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Wilhelm sagt nur, dass er das Geld brauche und kritisiert Kritiker. Er kassiert aber selber 367000€/Jahr. Wer gibt ihm das Recht, dass er soviel bekommt? Wenn ich die Gebühren mitfinanzieren muss, weshalb kann ich nicht mitbestimmen und sagen, dass da bei den Personalkosten einmal der Rotstift angesetzt werden muss und die 10 Prozent weniger verdienen sollen. Der Durschnittsbürger verdient gerade einmal 10 Prozent dessen, was ein Wilhelm verdient. Ich habe keinen Bock mehr, ihn zu finanzieren.

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