Ist die Gesellschaft schon am Ende?

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7 Antworten

"Die " Gesellschaft ist sicherlich noch nicht an irgendeinen Ende, aber wenn wir weiter nur betriebswirtschaftlichen, nur finanzwirtschaftlichen, nur hedonistischen, nur konsumdenkerischen und nur konformistischen (Stichwort: Mainstream-Inhalten) Aspekten und Größen den Vorrang vor Menschlichkeit, vor einer ausgeglichenen Balance gesellschaftlicher Größen (wie Verteilungsgerechtigkeit, Ressourcennutzung, Bildung, Sicherheit, Politik, Wissenschaft, Recht usw.) und vor der Beteiligung aller zivilgesellschaftlichen Ebenen und Bevölkerungsgruppen an einer solchen Gesellschaft geben, dann könnte die Frage nach einer Gesellschaft in dieser Form irgendwann obsolet werden - auch und gerade im Kontext zum Living-Planet-Report (siehe: https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/WWF-LivingPlanetReport-2016-Kurzfassung.pdf)


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Gute Frage. Optimistisch: Nein - noch nicht.

Realistisch: Wir sind eine untergehende Hochkultur. Mit allen Facetten, d. h. wirtschaftlich (die bald platzende Blase vom unbegrenzten Wachstum), aber auch ethisch und moralisch. Nicht nur die Kabarettisten in diesem Land dürften einer zunehmenden Verzweiflung immer weniger entgegenzusetzen haben. Wir tanzen um das "goldene Kalb" auf dem sinkenden Schiff.

Kabarett: Alle klatschen, alle schlagen sich auf die Schenkel - niemand ist gemeint. Grotesk.

Noch einmal für Optimisten: Nein - noch nicht. - Langsam, aber sicher. Und die Kälber wählen alle vier Jahre ihre Metzger. Immerhin demokratisch, so wirkt es zumindest nicht dämlich. - Und es gibt zu wenige Clown´s.

Verzeih mir meine Offenheit.

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Kommentar von NewKemroy
01.11.2016, 12:50

Kälber wählen alle vier Jahre ihre Metzger

Der ist gut. Ich wähle wohl nächstesmal nicht mehr das kleinste Übel, sondern das größte. Abwechsung muss sein! Insbesondere wenn das "Lansam aber sicher" nächer kommt.

Ich reise ans/ins Restaurant am Ende des Universums (Douglas Adams) und berausche mich an den Geräuschen und Lichterscheinungen des Untergangs.

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Georg Schramm ist in der Tat ein begnadeter Kabarettist und Analytiker unserer Gesellschaft. Er versteht es wie nur wenige andere, den Finger in die Wunde zu legen.

Klar, er hat Recht. Er will uns - wie alle Kabarettisten - aufwecken, damit wir endlich begreifen, was los ist - leider nur mit mäßigem Erfolg.

Die überaus träge Masse der Bevölkerung schaut lieber RTL & Co und will nicht mit gesellschaftlichen Problemen konfrontiert werden. Daher begreift sie auch nicht, dass alles zu ihrem eigenen Nachteil abläuft und sie sich wehren sollte. Die geistige Elite hingegen, die die Kabarettisten versteht, ist in der Minderheit und kann somit nur wenig bis nichts erreichen.

Solange der Leidensdruck der Gesellschaft nicht hoch genug ist, wird sie nichts unternehmen. Davon profitiert die politische Klasse.

In anderen Ländern ist es anders. In Italien und Frankreich werden beispielsweise Generalstreiks ausgerufen. Die Deutschen lassen sie leider viel zu viel gefallen.

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Diese Gesellschaft erinnert an die der spätrömische Antike, wo Dekadenz und politische Gleichgültigkeit, Abgestumpftheit und Blindheit gleichfalls obwaltete. Das bedeutet auch, ein stetes Dahinfaulen der Gesellschaft.


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Wir klagen auf allerhöchstem Niveau. Am Ende wird alles gut und ist es noch nicht gut, ist es noch nicht das Ende.

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Kommentar von voayager
31.10.2016, 16:29

wieso jammert die breite Masse auf allerhöchtem Niveauß Den entsprechenden nachweis schuldest du da uns allerdings!

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Kommentar von NewKemroy
31.10.2016, 17:12

Naja, trotzdem gehen immer mehr auf dem Zahnfleisch. Minijobber, Aufstocker, Hartz IV_ler, Altersarme, Prekärbeschäftigte. Mir tun diese Leute sehr Leid und es stimmt mich traurig, dass die Oma von neben an nun am Papierkorb im Park Flaschen sammeln muss, während anderswo Menschen soviel Geld haben, dass sie das bis zu ihrem Lebensende nicht aufbrauchen werden.

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Schramm, ist mir bekannt, ich schätze seine Arbeit, oooops, müsste ich Kabarett sagen?

Das mit dem Clown, das kenne ich auch schon. Passt hier gut rein.

 

Zu deiner Frage". Es geht immer wieder um die Frage "Ist das Glas halb voll oder halb leer". Wer alles schlecht sieht, der sieht----eben alles im schlechten Licht usw. Es gibt auch "Positive" die sagen, der Erdbevölkerung gehe es trotz allem Ungemach, noch nie so gut wie heute. und das mit Zahle belegen, wie Welt-Hunger, Armut, Kindersterblichkeit, Analphabetismus usw gehe alles zurück

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Kommentar von voayager
31.10.2016, 16:37

wieso geht es auf einmal der Erdbevölkerung noch nie so gut wie heute, das ist doch recht hohl was du da sagst. Warum kommen denn so viele Menschen nach Deutschl. und andere EU-Staaten, sofern sie dort überhaupt reingelassen werden? Was ist mit der Sahelzone, wo jährlich millionen Menschen verhungern? Was mit all den Bürgerkriegsregionen? Usw.

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Solche Klagen sind fast so alt wie die Menschheit.

Gruß, earnest

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Kommentar von NewKemroy
31.10.2016, 17:16

Du hast recht. Ich überlege auch schon wie ich es anstelle, das mir das so egal ist wie allen anderen. Hahahahaaa. Klatschklatsch. Sehr amüsant die Gesellschaft - oder so ähnlich.

Es ist immer gut Probleme zu relativieren. dadurch wirken sie nicht mehr so erdrückend.

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