Ist die geistige Wahrnehmung eines Menschen vor der Geburt mit dem Zustand unseres Bewusstsein nach dem Tod gleichzusetzen?

14 Antworten

Hierbei stellt sich natürlich auch die interessante Frage, ob diese
Erlebnisse etwas über den Sterbeprozess des Menschen aussagen   

Ja, das tun sie.  
Es gibt erstaunliche Parallelen, insbesondere zum Phänomen der Terminalen Luzidität. Hospizmitarbeiterinnen und Sterbebegleiter berichten sehr häufig von Lichtvisionen und Begegnungen mit bereits Verstorbenen, von denen ihnen berichtet wird, oder sie werden sogar Zeuge einer "Unterhaltung" ("Ach, Mutti, schön dass du da bist, gut schaust aus", ohne, dass die Patienten verwirrt schienen.       

oder aber tatsächlich über den Tod selbst und das Leben nach dem biologischen Ende des Menschen.

Nein. Das wäre zuviel des Guten. Diese Aussagekraft besitzen die Phänomene per se nicht. Der Tod ist eine unüberwindbare Grenze, über den wir mit den uns zur Verfügung stehenden naturwissenschaftlichen Methoden derzeit nicht hinausschauen können.       

Aber die bis heute unerklärlichen Nahtoderfahrungen sind gemeinsam mit der ebenso erstaunlichen Terminalen Luzidität, den Sterbebettvisionen und den sog. Nachtodkontakten für einige "open minded" Wissenschaftler Anlass genug, darüber nachzudenken, ob es denn sein könne, dass das Bewusstsein nach dem Tode weiterexistiert, und wenn ja, wie das überhaupt vonstatten gehen sollte. Darüber denken u.a. der Physiker Henry Stapp, ein ehemaliger Schüler von Wolfgang Pauli an der ETH Zürich, und der Biologe Herms Rojmin nach; beide haben völlig unterschiedliche Modelle entwickeln, beide beruhen aber auf quantenphysikalischen Prozessen.

In solchen Modellen eines "außerkörperlichen Bewusstseins" entspricht das Gehirn eher einem Radioempfänger für Bewusstseinsinhalte, die außerhalb unserer Schädeldecke gespeichert sind. Ein weiterer, hochinteressanter Ansatz für ein außerkörperliches Bewusstsein stammt von Joachim Keppler, der international auf den Kogressen der Neurologen und Biologen vollkommen ernsthaft diskutiert wird, bringt als Speichermedium das Nullpunktfeld ins Spiel.

http://diwiss.de/Materie_und_Bewusstsein_Dr_Joachim_Keppler.pdf

Wie auch immer: die Frage, was nach unserem Tod geschieht, ist völlig offen und bleibt weiterhin spannend!  

Du willst aus wissenschaftlicher Sicht eine Erklärung haben und vergisst dabei, dass dies nicht möglich ist, sondern die Erklärungen nur von spekulativer oder spiritueller Art sein können...

--------------------------------

Geht man davon aus, dass zB die NTE-Berichte und die wissenschaftlichen Studien darüber von einer Richtigkeit sind und

geht man weiter davon aus, dass es vor der Geburt genau so war/ ist, wie es nach dem Ableben sein wird / ist,

dann kann man getrost von einer Gleichsetzung sprechen - mit einer Ausnahme:

Man hat sich in diesem Leben weiter entwickelt und sein Bewusstsein mittels neuer Erfahrungen und den daraus gewonnenen Erkenntnissen erweitert....

--------------------------------

Geht man jedoch davon aus, dass das Bewusstsein ein Produkt des Gehirns sei und jene NTEs 'mechanistische' Störungen des Gehirns sind, dann erübrigt sich jede Überlegung über den Zustand vor der Geburt und nach dem Leben....

-------------------------------

Jedoch: Egal, welches 'System': Es ist immer dasselbe: Vor der Zeugung ist identisch mit dem Zustand nach dem Leben...

Gruß Fantho

Hm, welchen Zeitraum vor der Geburt meinst du konkret? Die Zeit, in der man tatsächlich "noch nicht existierte", also noch nicht gezeugt war, oder die Zeit als Zellhaufen/Embryo? ^^

Ist ein interessanter Gedanke. Auch das mit den Nahtoderfahrungen fand ich schon immer spannend. Ich schreib mal was mir dazu einfällt. Ich denke, zu einem Zeitpunkt, zu dem man noch nicht gezeugt wurde und zu dem auch die Eizelle/Samenzelle noch nicht existiert, aus der man einmal entstehen wird, kann man noch kein Bewusstsein haben in dem Sinne, wie man "Bewusstsein" allgemein definiert.

Was ich mir allerdings sehr gut vorstellen könnte, ist allerdings, dass jede Zelle eine Art eigenes Bewusstsein hat, und dass auch nach dem Tod auf irgendeine Art ein "Ich-Bewusstsein" erhalten bleibt. Nicht so in dem Sinne, wie wir es als Mensch mit zusammengehörigen Zellen kennen, sondern eher so, dass unsere Zellen durch etwas, das vergleichbar mit einer Art Energie ist, zusammengehalten werden. Also das Bewusstsein, das den Zellen sagt "Du wirst jetzt zu einer Zelle am Fuß und du zu einer Zelle in der Milz". Und dass vor dem Leben und nach dem Tod trotzdem diese Energie dafür zuständig ist, dass ein Mensch entsteht oder nach dem Tod zu etwas anderem wird.

Anders gesagt, dass du als Mensch jetzt gerade eine im Vergleich mit dem Universum sehr kurzlebige Bewusstseinsform bist, die vor der Zeugung und nach dem Tod eine andere Form von Bewusstsein hat -ein Bewusstsein, dass sich nur auf der Mikrokosmos-Ebene und mit einer Art Energie abspielt. Vor der Zeugung insofern, dass dieses Bewusstsein, die Energie, vielleicht die Anziehung deiner Eltern zueinander war, die ja prinzipiell im Sinne der Evolution nur dafür gedacht ist, einen Menschen zu machen. Vielleicht eine Kommunikation zwischen den Geruchshormonen deiner Eltern. Dann ist diese Energie stärker geworden, hat aus zwei Zellen einen ganzen Menschen gemacht, nach deinem Tod werden deine Zellen wieder umgewandelt, in Erde, dann in Energie, die durch einen Regenwurm fließt, dann vielleicht durch die Wurzeln eines Baumes im Endeffekt zu Sauerstoff wird, der von einem Menschen aufgenommen wird, der dadurch Geruchshormone ausströmt, der sich verliebt usw...

Ein Bewusstsein im Sinne eines Menschenbewusstseins wird es sicherlich vor deiner Existenz und nach deinem Tod nicht geben, aber dass es vergleichbar ist im Sinne von "Du bist jetzt eine Zusammensetzung aus verschiedenen Zellen mit Bewusstsein und einer Art Energie, die alles zusammenhält und auch vorher und nachher werden sowohl dieses Zellbewusstsein als auch die Energie weiterhin da sein" halte ich für relativ logisch und finde es auch irgendwie einen schönen Gedanken ^^

Keine Ahnung ob das Sinn ergeben hat, hab einfach mal nach Lust und Laune drauflosphilosophiert ^^

Ich glaube die Berichte von den Nahtoderfahrungen sind für viele gerade deswegen so glaubhaft, da bei jenen Patienten denen dies widerfahren ist zum Zeitpunkt ihres klinischen Todes bereits das Gehirn seine Funktion aufgab und diese Leute und diverse Wissenschaftler darin den Beweis sehen, dass es tatsächlich ein "Leben" ohne funktionierendes Gehírn nach dem biologischen Tod geben könnte.

1
@Analytiker561

dass es tatsächlich ein "Leben" ohne funktionierendes Gehírn nach dem biologischen Tod geben könnte.

Naja, ein Leben vielleicht nicht, zumindest kann man das daraus schwerlich folgern. Aber offenbar gibt es eine Wahrnehmung bzw. zumindest die Erinnerung an eine solche, auch ohne ununterbrochenes Funktionieren des Gehirns.

Stellt sich die Frage, wie so ein Bewusstseinsinhalt in ein Bewusstsein reinkommt. Entweder braucht es dafür kein funktionsfähiges Gehirn, oder man (wer?!) kann riesige Erinnerungsblöcke in Sekundenbruchteilen einspeisen.

In beiden Fällen muss man sich dann aber ernsthaft fragen, was an unserer normale Wahrnehmung des lebendigen Lebens eigentlich "echt" ist. Fließt das Zeug überhaupt durch unser Gehirn? Oder wird es alle paar Zeiteinheiten upgedatet? Oder gar nur, wenn wir gerade darüber nachdenken? Und wieso dann überhaupt regelmäßig, und nicht nur im Augenblick des Todes?

Letztlich ist das die Frage nach dem freien Willen.

2

Vor der Geburt kann es ein Bewusstsein geben, da das Gehirn schon aktiv ist. Nach dem Tod gibt es kein Bewusstsein, da für das Bewusstsein ein biologisch aktives Gehirn notwendig ist.

ich habe im Netz einen guten Artikel/Erklärung für Nahtoderfahrungen gefunden - Du findest den Artikel per Google-suche [science.newzs.de Erinnerungen ab dem 5. Schwangerschaftsmonat]. Demnach sagen NTEs nicht über den Sterbeprozess aus, weil die Menschen dabei geistig klar bei Bewusstsein sind (= quicklebendig)

Ja, absolut, vor der Geburt ist wie nach dem Tod!

Im Zwischenleben spielt sich alles nach vorgegebenen Routinen ab, wie gerade so auf der Erde.

Alles ist wie in ein Schema gepresst, es sei denn du wachst auf, aus dem Film, das ist eine andere Geschichte!

Nach deinem Ableben gehst du in den Himmel oder auf was du immer konditioniert worden bist, spielt keine Rolle, denn die, die das Nachleben kontrollieren, kontrollieren auch das Leben auf der Erde.

Dann ruhst du dich oben ein wenig aus, bis du wieder heruntergechickt wirst, dein naechstes muehseliges Erdenleben Dasein zu fristen.

Und so geht es endlos weiter, bis du erkennst, wer du wirklich bist und dann bist du frei von der Sklaverei des Menschseins.

Was möchtest Du wissen?