Ist die Gas Umlage eine gute Idee?

Das Ergebnis basiert auf 25 Abstimmungen

Sehr schlechte Idee 52%
Sehr gute Idee 24%
Größtenteils gute Idee 12%
Größtenteils schlechte Idee 8%
Mittelmäßig/keine Meinung 4%

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Sehr schlechte Idee

Ich frage mich was der Quatsch soll.

Zuerst will man die niedrigen Einkommen entlasten damit die nicht weiter in die Armut rutschen. Das macht man so dilettantisch das zum Beispiel bei vielen Rentnern die Entlastung nicht ankommt.

Dann schraubt man für alle Kunden den Preis künstlich nach oben. WTF

Wozu die Gasumlage? Damit man die Firmen entlastet. Klar so lange die Firmen Gewinne einfahren werden die an die Aktionäre abgeführt, für Verluste muss die Allgemeinheit aufkommen.

Gewinne privatisiert - Verluste sozialisiert

ist eines der Grundpfeiler des Kapitalismus, von sozialer Marktwirtschaft haben wir uns doch längst verabschiedet.

Völlig absurd wird es wenn man sieht das RWE und Shell auf die Gasumlage verzichten wollen. Warum? Nein nicht weil sie so sozial sind. Sondern weil sie damit der Debatte über die Übergewinnsteuer den Wind aus den Segeln nehmen wollen. Oder anderes gesagt. Die machen mit dem Krieg mehr Gewinn, als ihnen die Gasumlage einbringen würde.

Wer jetzt noch der Meinung ist das die Gasumlage eine gute Idee ist dem ist nicht mehr zu helfen.

Von Experte Renate2804 bestätigt
Sehr schlechte Idee

Es ist Aktionismus und soll kurzfristig den Leuten Sand in die Augen streuen, damit sie nicht so schnell das dicke Ende sehen können, welches hinterher kommt. Vorher die richtigen Schritte bedenken, würde den Bürgern besser bekommen, somit sind das reine Experimente, die nicht fuer retour gedacht sind und auch nicht sein können.

Kriegsverbrecher Putin erpresst Europa. Versorger müssen Gas teurer zukaufen, was an den Endverbraucher weitergegeben werden muss.

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Lieber die Energieversorger in die Pleite treiben... damit danach alle keine Energie mehr haben?

Auch wenn der Strom aus der Steckdose kommt, wenn die Energieversorger Konkurs anmelden müssen ist es vorbei...

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Von Experte RayAnderson bestätigt
Sehr gute Idee

Ist die Gas Umlage eine gute Idee?

Wenn etwas erheblich teurer wird, dann ist man selten geneigt, das als gute Idee zu halten.; aber der Zusammenbruch der Versorgerunternehmen wäre noch fataler. Die Versorger müssen nun teureres Gas als vertraglich vereinbart zukaufen um die Versorgung sicherzustellen, was an den Endverbraucher weitergegeben werden muss.

Das Problem ist durch Kriegsverbrecher Putin entstanden, der Europa erpresst.

Was ist die Gasumlage?

Die Gasumlage ist eine verbrauchsabhängige Sonderumlage, die als Folge des Krieges in der Ukraine erhoben wird. Mit dieser Maßnahme sollen Gasimporteure unterstützt werden, die aufgrund von Lieferausfällen von russischem Gas bei gleichzeitig gestiegenen Weltmarktpreisen in eine finanzielle Schieflage geraten sind.

Die Importeure haben Lieferpflichten gegenüber ihren Kunden, vor allem gegenüber Stadtwerken.

Diese Pflichten können sie aber nur erfüllen, indem sie die ausgefallenen Mengen aus Russland durch den Kauf deutlich teurerer Mengen am Kurzfristmarkt ersetzen. Bisher können diese Mehrkosten nicht weitergegeben werden. 

Die Folge:

Bei Importeuren sind erhebliche Verluste entstanden; diese sind zum Teil so groß, dass sie den Fortbestand der Unternehmen gefährden, etwa bei Uniper. Mit dem Versorger hat der Bund daher schon ein milliardenschweres Rettungspaket vereinbart. Zugleich beschloss die Bundesregierung, die Umlage auf die Kundinnen und Kunden aller Gasversorger anzuwenden – nicht nur auf diejenigen der betroffenen Importeure. Die Bundesregierung ist zudem davon überzeugt, dass eine allgemeine Umlage den Preisanstieg geringer halten wird als eine direkte Weitergabe der zusätzlichen Kosten an die Kundinnen und Kunden. Eine mögliche Alternative wäre auch gewesen, den finanziellen Ausgleich für die Importeure über den Staatshaushalt zu finanzieren. 

https://www.deutschlandfunk.de/gasumlage-womit-verbraucherinnen-und-verbraucher-rechnen-muessen-offene-fragen-100.html

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Über die Umsetzung lässt sich streiten, aber an einer Unterstützung geht kaum ein Weg vorbei...

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@Udavu

Ja, aber da gibt es auch Möglichkeiten. Es gab bereits Gespräche und die deuten daraufhin, dass beispielsweise die MwSt auf 5% gesetzt werden könnte.

Lindner möchte lieber 0%, aber besser 5% als 19%.

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@RayAnderson

Die 2,419 € Cent muss man mal 10 nehmen, weil es die KW/H Umlage ist, am Zähler aber m3 abgerechnet werden; ein m3 sind 10 Kw/h, was vielen NICHT bewusst ist.

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Da ist schon was dran. Aber wenn ich dann lese dass der Stromkonzern xy (weiß jetzt nicht mehr welcher es war) seinen Gewinn korrigieren muss und zwar nach OBEN dann werde ich doch sauer!

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Bleibt auf dem Boden und seht realistisch die Lage. Es gibt nicht soviel Gas wie bisher.

Durch kein politisch-finanzielles Zauberkunststück wird aus dem Wenigen mehr gemacht werden. Es ist kein Jesus in der Regierung, der aus Wasser Wein machen kann oder aus Luft Gas.

Preissubventionen werden auch nicht mehr aus dem Wenigen machen. Wird für alle der Preis subventioniert, steigt er trotzdem sofort wieder an. Denn der Preis ist derjenige Marktmechanismus, der für den Ausgleich von Angebot und Nachfrage sorgt, heisst: wenn weniger angeboten wird, werden einige weniger einkaufen als bisher. Derjenige, der nicht mehr mitbieten kann bei den höheren Preisen, fällt heraus.

Politik sagt den Leuten nicht diese einfachen Wahrheiten, die ihre Berater längst wissen, sondern verarscht sie mit dem, was sie hören wollen. Weil sie es hören wollen und die Wahrheitssager in die politische Wüste schicken.

Die Politik hat bereits bekannt gegeben, was ihr Ziel im Umgang mit dem Mangel ist: die Industrie wird keineswegs Mangel leiden (Habeck).

Wenn man nicht im Lager der emotionalisierten Schreihälse ist, denkt man nach, was das im Umkehrschluss bedeutet. Wenn der eine was bekommt, bekommt folglich der andere es nicht.

Es steht also bereits seit Wochen fest - da sagte Habeck, was Sache sein wird, dass arme Privatkunden im Winter rausfliegen. Für die gibts dann vielleicht noch die Wärmehallen, in denen sie sich stündlich aufwärmen können.

Größtenteils gute Idee

Leider sehe ich da wenig alternativen. Ohne die Preisweitergabe würden wohl etliche Energieversorger Pleite gehen und zumindest bemüht sich unsere Regierung um einen Ausgleich für die Betroffenen.

Was m.E. aber dringend auf den Prüfstand gehört ist a) das diese Umlage zurück gefahren wird sobald auf dem Weltmarkt die Preise wieder sinken und zwar zu 100% und b) das die netten Mineralölkonzerne von Nebenan die gerade trotz sinkendem Ölpreis satt die Gewinne verzehnfachhen abgeschöpft werden. Was da passiert ist schlicht unanständig.

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@Nomex64

Ich habe nun wenig Interesse dem Link zu folgen. Ist für eine Diskussionsgrundlage auch ein bischen zu dünn.

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@DieMelanie222

Naja Schell und RWE verzichten auf die Gasumlage, nicht weil sie so sozial sind, sondern weil sie die Übergewinnsteuer verhindern wollen. Sprich die gewinnen am Krieg mehr als sie durch die Gasumlage einnehmen würden.

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@Nomex64

An anderer Stelle hier habe ich schon geschrieben das ich sehr für eine Übergewinnsteuer bin. Gerade Shell hat seine Gewinne im Vergleich zum Vorjahr mehr als Verzehnfacht.

Das sind aber 2 paar Schuhe, das eine ist der tatsächlich gestiegene Gaspreis uaf den Weltmärkten (und nicht jeder Versorger macht auch in Öl) und der eben nicht gestiegene Ölpreis auf dem Weltmarkt der aber für den Kunden künstlich verteuert wird.

Für beides brauchts gesonderte Mechanismen m.E.

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