Ist die Forderung bzw. Mahnkosten berechtigt?

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4 Antworten

Eine sehr gute Frage. Und man merkt, dass du dich bereits sehr gut informiert und Ahnung hast. Respekt.  :)

Eine Mahnung per E-Mail darf gar nicht berechnet werden.

Eine Papier Mahnung darf mit maximal 1,20 € Gebühren bepreist werden. Bei Mahnungen dürfen generell nur die Materialkosten erhoben werden. 

Also das Porto, das Briefkuvert und ein Blatt Papier. Nicht mehr. Verwaltungsaufwand darf gerade nicht erhoben werden. Den gibt es auch nicht, da die Verwaltung ja sowieso immer arbeitet.

Ein Unternehmen darf sich an Mahnungen nicht finanziell bereichern und Profit aus diesen schlagen. Kein Unternehmen kann Mahngebühren von mehr als 1,20 € logisch und rechtlich rechtfertigen.

Wenn ein Unternehmen eine Mahnung auf hochwertigen Papier druckt, ist das nicht das Problem des Kunden.

Jedoch muss man hier auch wissen, dass eine Mahnung grundsätzlich keine Pflicht ist und nur aus Kulanz geschieht.

Selbstverständlich muss bei einem Inkassoschreiben eine Vollmacht des Gläubigers beiliegen. Und diese Vollmacht muss unterschrieben sein.

Ist keine Vollmacht dabei oder diese nicht unterschrieben, dann kann man die Inkassoforderung nach § 174 BGB zurückweisen. Die Vollmacht kann jedoch nachgereicht werden.

Inkassokosten sind generell nicht erstattungsfähig. Ein Inkassobüro darf sich gerade nicht auf das Rechtanwaltvergütungsgesetz ( RVG ) berufen. Denn Inkassodienstleister bieten keine Dienstleistungen im Sinne des RVG an.

Du zahlst 5,95 € Hauptforderung plus 1,20 € je Mahnung direkt an den Gläubiger. Die Inkasso Clowns kannst du einfach ignorieren.

https://anwaltauskunft.de/magazin/leben/freizeit-alltag/615/wie-hoch-duerfen-mahngebuehren-sein/

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/\_\_174.html

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Kommentar von mepeisen
17.02.2016, 20:18

Eine Mahnung per E-Mail darf gar nicht berechnet werden.

Sagen wir mal so: Es darf schon berechnet werden. Aber nur die tatsächlichen Kosten ohne Personalaufwände. Es stellt sich die interessante Frage, was so eine automatisierte eMail kostet. Ein wenig Strom usw. Das muss man erst mal so begründen, dass man da auf einen messbaren Wert kommt. Vielleicht einen Cent am Ende ;-)Man kann natürlich auch mit Zinsen dann je nach Situation einfach großzügige zehn Cent o.ä. aufschlagen. Da kann dann kein Gläubiger mehr gegen argumentieren ;-)

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Wieso zahlst du an das Versandhaus nicht die 5,95 € zzgl. 5,- € pauschal für Mahnkosten und ggf. die Zinsen.

Deklariere dies alles so und dann wäre die Sache erledigt.

Ist auf der Vollmach der Stempel des Auftraggebers?

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Kommentar von Wuerzburg13
15.02.2016, 16:53

Hallo, das habe ich gemacht :-) Die 5,94 und weitere 5€ für die zwei Mahnungen, die ich erhalten habe. Trotzdem kam nun von dem Inkasso ein weiteres Schreiben mit einer nicht unterschriebenen oder gesampelten Vollmacht vom "31.12.2015" und der Aufforderung, ich solle die Mahnkosten i.H.v. 60€ und die Inkassokosten von 55€ noch begleichen... 

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Du hast ja offenbar die Forderung zzlg. Mahnpauschale beglichen, also kannst du die Forderung des Inkassobüros ignorieren

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Kommentar von GoldMoralAnwalt
17.02.2016, 20:27

Forderungen von Inkassobüros kann man immer ignorieren. Zumindest in Form der Inkassokosten.

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Die 5,94 und weitere 5€ für die zwei Mahnungen, die ich erhalten habe

Damit bist Du aus dem Schneider

60 € Mahngebühr und 55€ Inkasso

Nicht mal ansatzweise durchsetzungsfähig

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