Ist die Evolution bewiesen?

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16 Antworten

Evolution ist ein beobachtbares Naturphänomen, dessen Existenz sich nicht abstreiten lässt. Vermutlich geht es dir eher um die Evolutionstheorie, die die Mechanismen der Evolution beschreibt und alle Arten auf der Erde auf einen gemeinsamen Vorfahren zurückführt.

Bei der Evolutionstheorie kann man strenggenommen, trotz all der Belege, nicht von Beweisen sprechen. Das liegt aber nicht an der Unzulänglichkeit der Theorie, sondern ist in der Natur der Forschung begründet. Um undogmatische Wissenschaft zu gewährleisten, muss es möglich sein, ein Modell bei neuen Befunden anpassen oder verwerfen zu können. Eine endgültige und unzweifelhaft bewiesene Theorie zu einem Sachverhalt kann es demnach nicht geben.

Das heißt natürlich lange nicht, dass es wahrscheinlich ist, dass solche spektakulären neuen Befunde tatsächlich irgendwann aufkommen. Die üblichen Argumente von Kreationisten und anderen "Evolutionsskeptikern" halten zum Beispiel einer ernsthaften Prüfung nicht stand.

Bis auf weiteres kann man also mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die Evolutionstheorie eine zutreffende Beschreibung der Abläufe in der Natur darstellt.

Wenn man es genau nimmt, kann man Evolution nicht beweisen.

Das liegt aber ganz sicher nicht daran, dass es zu wenig Belege gibt, sondern der Begriff "Beweis" etwas suggeriert, was nie der Fall sein kann. Zumindest, wenn man die wissenschaftliche Methode ernst nimmt.

Es gibt drei Annahmen, auf der unsere Wissenschaft beruht:

"Es existiert eine von uns unabhängige Realität (1), die wir erfahren/testen können (2) und deren Gesetze immer und überall im Universum gelten. (3)"

Wir als Menschen bilden aus unseren Erfahrungen/Tests Modelle. Modelle versuschen die Welt in Regelen zu beschreiben. Dazu bedient man sich der Mathematik.

Beim Transfer in ein mathematisches Modell können Ungenauigkeiten und Fehler passieren. Deshalb werden Modelle ausgetauscht, wenn sie zu ungenau oder gar falsch sind. Dieses Vorgehen nennt sich "Falsifizierung".

Da man nie sagen kann, dass ein Modell der Realität IMMER korrekt ist, liegt einfach daran, dass das Modell nicht die Realität selber ist.

Wenn man nun von einem Beweis spricht, dann kann man diesen Begriff nur auf das mathematische Modell anwenden und es purzelt eventuell etwas absolut Richtiges heraus. Dies gilt aber nur für das Modell und nicht für die Realität, die das Modell beschreibt.

In Modellen existieren Beweise. In der Realität nur Belege.

Jetzt kann man sagen, dass das Modell der Evolution in sich bewiesen ist. Aber sobald man Aussagen des Modells auf die Realität anwendet, kann man nur sagen, dass etwas belegt ist. Aber von Belegen für die Evolutionstheorie gibt es Tausende.

Auf der anderen Seite kann ein Modell der Realität falsch sein, wenn es gegenteilige Belege aus der Realität gibt. Und man muss eines ganz klar sagen: Für die Evolutionstheorie existieren bis heute KEINE gegenteiligen Belege.

An Evolution muß man nicht glauben. Das sind beobachtbare Fakten wie Schwerkraft auch. Das kann man wissen.

Die Evolutionstheorie ist die beste Erklärung die wir für diese Vorgänge haben und eine der am besten überprüften wissenschaftlichen Theorien überhaupt. Unsere Theorie der Evolution mag hier und da noch nicht perfekt sein, aber sie ist viel besser als unsere Theorie der Schwerkraft.

Trotzdem gibt es immer wieder Menschen die Schwerkraft akzeptieren, Evolution aber nicht... keine Ahnung was in deren Köpfen schief läuft. Ich gehöre jedenfalls nicht dazu.

Ja. Evolution ist ein natürliches Phänomen dessen Entstehung und Verlauf durch die Evolutionstheorie beschrieben wird. Beides sind Fakten, belegt jenseits jedwedes seriösen Zweifels.

 http://www.nas.edu/evolution/TheoryOrFact.html

Hallo ichmachsnurohne,

eine wissenschaftliche Tatsache ist, dass Evolution im "Kleinen" stattgefunden hat und auch heute noch zu beobachten ist. Man spricht hier von "Mikroevolution" und meint damit Entwicklungen, Anpassungen und Veränderungen innerhalb einer Art (wobei hier der Artbegriff etwas weiter zu fassen wäre als er im allgemeinen durch den Begriff "Biospezies" beschrieben wird). Daraus leiten Vertreter der Evolutionstheorie ab, dass durch viele kleinere Teilschritte eine Entwicklung von einer Art zu einer anderen stattgefunden habe; man spricht dabei von Makroevolution. Makroevolution ist jedoch weder je beobachtet worden, noch zeigen die fossilen Zeugnisse eindeutig, dass diese großen Veränderungen tatsächlich stattgefunden haben.

Die Belege, auf die die Evolutionstheorie zurückgreift, sind zum Teil interpretierbar, d.h. sie lassen mehrere Deutungsmöglichkeiten (auch in Richtung Schöpfung) zu. Im Klartext heißt das: Die Evolutionstheorie ist ein zwar ein wissenschaftlicher Rekonstruktionsversuch von lange zurückliegenden Ereignissen, der sich auf zahlreiche Belegen stützt, die jedoch nicht so eindeutig und unzweifelhaft sind, dass aus der Theorie eine Tatsache wird.

Im Vorwort zur Jahrhundertausgabe von Darwins Entstehung der Arten (London,1956) heißt es: „Wie wir wissen, gibt es unter den Biologen viele verschiedene Meinungen, nicht nur über die Ursachen der Evolution, sondern sogar über deren eigentlichen Verlauf. Diese Unterschiede existieren, weil die Beweise nicht befriedigen und keine bestimmten Schlüsse zulassen. Es ist deshalb durchaus berechtigt und angebracht, die Aufmerksamkeit der nichtwissenschaftlichen Öffentlichkeit auf die Meinungsverschiedenheiten über die Evolution zu lenken“ (von WR.Thompson, dem damaligen Direktor des Commonwealth Institute of Biological Control in Ottawa [Kanada]). An dieser Aussage hat sich auch nach 60 Jahren Forschung nichts Wesentliches geändert. Der Evolutionstheorie fehlt es, entgegen anderslautenden Bekundungen von Evolutionsbefürwortern, weiterhin an Eindeutigkeit und Unzweifelhaftigkeit.

LG Philipp

Abundumzu 01.07.2017, 10:25

Eine sehr gute und plausible Antwort, Philipp.

Gern würde ich noch mit diesem Denkanstoß ergänzen:

Mit der ganz entscheidenden Frage nämlich

Wie hat das Leben eigentlich angefangen?

Die Befürworter der Evolutionstheorie sind der Meinung, dass
das Leben  aus unbelebter Materie von selbst entstanden sei.

Allerdings geben sich längst nicht alle Menschen mit dieser Antwort zufrieden. Ich auch nicht.

Warum nicht?

Nun, die Wissenschaft weiß durch die Biochemie heute mehr
über die molekulare Struktur des Lebens als je zuvor. Und doch kann sie immer noch nicht genau erklären, was Leben eigentlich ist. Es besteht eine große Kluft zwischen unbelebter Materie und selbst der einfachsten lebenden Zelle.

Wissenschaftler können nur vermuten, welche Bedingungen auf
der Erde vor Milliarden von Jahren herrschten. Es gibt unterschiedliche Ansichten darüber, wo Leben entstand — ob zum Beispiel in der Nähe von Vulkanen oder unter dem Meeresboden. Andere meinen, dass die Bausteine des Lebens irgendwo im Weltall geformt wurden und dann, eingeschlossen in Meteoriten, auf die Erde niedergingen. Dadurch wird jedoch nicht die Frage beantwortet, wie das Leben begonnen hat; die Frage wird höchstens an einen anderen Ort im fernen All verlagert.

Wissenschaftler nehmen an, dass es Moleküle gegeben haben
könnte, die eine Vorstufe des Erbguts waren, wie wir es heute kennen. Diese Art von Molekülen entsteht angeblich eher selbständig aus reaktionsträgem Material und kann sich selbst kopieren !?  Die Wissenschaft hat jedoch keinen Beweis dafür gefunden, dass solche Moleküle je existiert haben, noch ist es gelungen, im Labor auch nur irgendeines davon herzustellen.

Bei ehrlicher Betrachtung allein dieser völlig unbeantworteten
Fragen nach den grundlegenden Voraussetzungen für das Leben bleiben erhebliche und  berechtigte Zweifel an der Glaubwürdigkeit
der Evolutionstheorie.

Bei vielen ihrer Befürworter jedoch hat man eher den Eindruck, sie würden nach dem Motto verfahren „. . . Augen zu und durch . . .“ 

Sollte man angesichts dessen an dem Glaubensgebäude der
Evolutionstheoretiker nicht lieber den Warnhinweis anbringen:  „Vorsicht Einsturzgefahr“ ?

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Jeder Zuchtbetrieb beweist die Evolution. Ohne die Evolution wäre es nicht möglich durch Auslese Tiere und/oder Pflanzen über Generationen hinweg zu verändern.

Die Evolution ist absoluter, unerschütterlicher Fakt.

Gerade bei sich schnell und massenft reproduzierenden Organismen wie Bakterien kannst Du der Evolution "live" bei der Arbeit zusehen. Die Entwicklung von antibiotika-Resistenzen Stämmen oder die immer wieder neuen genetischen Variationen der Influenza (Grippe) sind gute Beispiele dafür.

Auch die gezielte Zucht von Tieren oder Pflanzen ist Evolution, wobei das Zuchtinteresse des Menschen der maßgebende Selektionsfaktor ist.

Evolution passiert jeden Tag und wird immer weitergehen. Die Lebewesen müssen sich täglich an veränderte Bedingungen anpassen. Das nennt man Evolution

druidarmada 28.06.2017, 21:12

das ist die mikro Evolution. aber es gibt noch leute, die die makro evolution bezweifeln..

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matmatmat 29.06.2017, 23:32
@druidarmada

Mikro- und Makro-Evolution sind künstliche Unterscheidungen in unseren Köpfen. Da gibt es keinen fest definierten Übergangspunkt und keine wahrnehmbare abgrenzung in der Natur. Das sind nur unterteilungen, die Biologen manchmal vornehmen, um zu beschreiben an was sie forschen. So wie Biochemie und organische Chemie. Da gibt es auch keine ganz feste Trennlinie, fließende Übergänge wer sich wann mit was beschäftigt. Um zu erklären wer mit welchem Hintergrund arbeitet hat man Kategorien eingeführt. Leider wird das von Kreationisten und IDioten immer wieder absichtlich mißverstanden.

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Ich möchte mal fragen, wie kommt man überhaupt auf so eine Idee der Evolutionstheorie? ...denn ursprünglich haben alle Kulturen an eine Schöpfung geglaubt, oder nicht? Dazu gibt es zwei wesentliche Punkte: (1.) die Ähnlichkeit der verschiedenen Arten und (2.) beobachtete Veränderungen unter den Generation innerhalb einer Art. Zum Punkt 1: Eine Ähnlichkeit ist nur ein Beweis dafür, dass es einen gemeinsamen Ursprung hat. Dieser Ursprung kann auch von einem gemeinsamen Schöpfer herrühren. Beispiel dazu wäre die Ähnlichkeit eines Traktors mit einem Personenwagen oder Windows 95 mit Windows 10. Die Ingenieure haben gewisse konstruktive Merkmale wieder verwendet, da sich diese als äussert positiv erwiesen haben. (z.B. vier Räder, Luftreifen, Kolbenmotor, Windschutzfenster, Binär- Hexärcode, Windowstechnik, Menutechnik, Programmiersprachen, usw.). Die Ähnlichkeit ist kein Beweis für eine ZUFÄLLIGE Entwicklung von irgendetwas. Zum Punkt 2: Diese Veränderungen sind ein Beweis für die Anpassungfähigkeit und Kreativität des Lebens. Um zu Beweisen, dass solche Veränderungen auch im grossen Sinne über ganze Arten möglich wären, bräuchte man gemäss namhaften Evolutionstheoretikern x-Millionen von Jahren Zeit und x-Milliarden von Planetensystemen. Daher unbeweisbar! Eine weitere Frage wäre: Was ist überhaupt eine Art? Ausserdem, falls ein Schöpfer dahinter steckt, müsste man ihm gratulieren, weil unsere äusserst intelligenten Wissenschaftler diese Anpassungsfähigkeit nach Jahrhunderten noch nicht hinbekommen haben. Im Gegenteil sie zerstören unsere Umwelt mit ihrer Unfähigkeit sich an sie anpassen zu können. Weiter, würde dies einen grossen Unterschied zu menschlichen Kreationen erkennen lassen, denn seine Kreationen können sich, wenn überhaupt nur sehr beschränkt anpassen, geschweige denn fortpflanzen. Tatsache ist, dass die Wissenschaft krampfhaft versucht die Natur zu kopieren, aber besonders in Bezug auf die Anpassungsfähigkeit und Fähigkeit sich in die Natur zu integrieren, nicht mal ansatzweise an sie herankommt. Trotzdem will die Mehrheit dieser Wissenschaftler ganz genau wissen wie alles entstanden ist. Ich finde: Wenn man nicht mal fähig ist es zu kopieren, sollte man vielleicht etwas zurückhaltender sein. Zuzugeben, dass man etwas nicht weiss ist keine Schande, sondern weise!

Ich möchte mal fragen, wie kommt man überhaupt auf so eine Idee der Evolutionstheorie? ...denn ursprünglich haben alle Kulturen an eine Schöpfung geglaubt, oder nicht? Dazu gibt es zwei wesentliche Punkte: (1.) die Ähnlichkeit der verschiedenen Arten und (2.) beobachtete Veränderungen unter den Generation innerhalb einer Art.

Zum Punkt 1: Eine Ähnlichkeit ist nur ein Beweis dafür, dass es einen gemeinsamen Ursprung hat. Dieser Ursprung kann auch von einem gemeinsamen Schöpfer herrühren. Beispiel dazu wäre die Ähnlichkeit eines Traktors mit einem Personenwagen oder Windows 95 mit Windows 10. Die Ingenieure haben gewisse konstruktive Merkmale wieder verwendet, da sich diese als äussert positiv erwiesen haben. (z.B. vier Räder, Luftreifen, Kolbenmotor, Windschutzfenster, Binär- Hexärcode, Windowstechnik, Menutechnik, Programmiersprachen, usw.). Die Ähnlichkeit ist kein Beweis für eine ZUFÄLLIGE Entwicklung von irgendetwas. Zum Punkt 2: Diese Veränderungen sind ein Beweis für die Anpassungfähigkeit und Kreativität des Lebens. Um zu Beweisen, dass solche Veränderungen auch im
grossen Sinne über ganze Arten möglich wären, bräuchte man gemäss namhaften Evolutionstheoretikern x-Millionen von Jahren Zeit und x-Milliarden von Planetensystemen. Daher unbeweisbar! Eine weitere Frage wäre: Was ist überhaupt eine Art? Ausserdem, falls ein Schöpfer dahinter steckt, müsste man ihm gratulieren, weil unsere äusserst intelligenten Wissenschaftler diese Anpassungsfähigkeit nach Jahrhunderten noch nicht hinbekommen haben. Im Gegenteil sie zerstören unsere Umwelt mit ihrer Unfähigkeit sich an sie anpassen zu können. Weiter, würde dies einen grossen Unterschied zu menschlichen Kreationen erkennen lassen, denn seine Kreationen können sich wenn überhaupt nur sehr beschränkt anpassen, geschweige denn fortpflanzen. Tatsache ist, dass die Wissenschaft krampfhaft versucht die Natur zu kopieren, aber besonders in Bezug auf die Anpassungsfähigkeit und Fähigkeit sich in die Natur zu integrieren, nicht mal ansatzweise an sie herankommt. Trotzdem will die Mehrheit dieser Wissenschaftler ganz genau wissen wie alles entstanden ist. Ich finde: Wenn man nicht mal fähig ist es zu kopieren, sollte man vielleicht etwas zurückhaltender sein. Zuzugeben, dass man etwas nicht weiss ist keine Schande, sondern weise!

Die wird jeden Tag bewiesen.

Immer dann, wenn dir dein Arzt kein Antibiotikum verschreiben will. Immer dann, wenn im Fernsehen von der Gefahr des multiresistenten Keimss gewarnt wird, immer dann, wenn die Polizei vor Massentierhaltungsbetrieben aufläuft, weil der Eigentümer illegal Antibiotika verabreicht hat,wird die Evolution bewiesen.

ichmachsnurohne 28.06.2017, 21:45

Ich glaube du verstehst den Begriff "Beweis" falsch

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Karl37 29.06.2017, 09:07
@Dahika

Wissenschaftlich gilt ein Vorgang erst als bewiesen, wenn er durch Dritte experimentell reproduzierbar ist.

Danach ist weder die Evolution noch die Urknall- Theorie bewiesen. Beide erheben aber auch keinen Anspruch auf als bewiesen zu gelten.

Beide Theorien beschreiben nach unseren Kenntnissen widerspruchsfrei die Natur. Das behindert aber Niemanden eine bessere Theorie vorzustellen.

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matmatmat 29.06.2017, 23:28
@Karl37

Wissenschaftlich gilt ein Vorgang erst als bewiesen, wenn er durch Dritte experimentell reproduzierbar ist.

Ich denke Du verwechselst da die Reproduzierbarkeit eines Experiments das eine Theorie widerlegt (oder eben nicht) und die Reproduzierbarkeit eines Ablaufes. Ich muß nicht die ganze Evolution im Labor nachstellen um zu belegen, das die Theorie funktioniert. Ich muß ja auch nicht die ganze Sonne nachbauen, damit Kollegen akzeptieren, daß meine Theorie mit der Kernfusion in der Sonne richtig ist...

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Es gibt viele Indize, aber beweisen kann man es kaum. Aber was wichtiger ist, sie wurde noch nicht widerlegt

https://www.gutefrage.net/frage/ist-die-evolution-wirklich-bewiesen

Dort findest du wohl die passenden Antworten zu diesem Thema.

Rein wissenschaftlich:

Ja die Evolution ist bewiesen. Man merkt dies an jüngsten und an langräumigen Beispielen. Zum Beispiel haben Menschen in einem Gebiet indem Malaria herrscht, die sogenannte Sichelzellenanämie entwickelt. Diese Krankheit hat den Nachteil, dass man weniger Ausdauer hat (blut kann nicht mehr so viel Sauerstoff aufnehmen), im Gegenzug aber ist man damit gegen Malarie imun (Der Malariaerrger kann sich nicht mehr an deinen Roten Blutkörperchen anhäften und gelangt so auch nicht in eine deiner Zellen). Das war ein jüngstes Beispiel von Evolution. Evolution bedeutet nur, dass eine Individuum eine Mutation hat, die ihm einen Vorteil gegenüber Individuen, der gleichen Art, überlebensfähiger machen. Dadurch pflanzen sich nur diese mit einer hohen Überlebenssfähigkeit vor und die Art verändert sich.

Beispiele eines längeren Zeitraums:                                           -Entwicklung des Menschen aus dem Ur-Primaten (ca vor 2 Mio Jahren)                                        -Entwicklung der Vögel aus den Theropoden (Fleischfressende Dinosaurier(ca vor 65,5 Mio jahren)

Im Grunde hat jeder Schritt, der Leben in der zeit der Erde tat,  uns zu unserer heutigen Population geführt.



Wenn es um Religion geht:

In der Wissenschaft ist nie etwas endgültig bewiesen. In der Religion muss nichts bewiesen werden, da geht es um Glauben. Man muss zwei Dinge auseinander halten. Einmal die Glaubensaussage, dass Gott der Grund von allem ist und die Welt geschaffen hat. Das ist die zentrale Botschaft aller Schöpfungsgeschichten. Diese Aussage ist verpackt in Mythen, mit denen sich die Menschen damals den Entstehungsprozess zu erklären versucht haben. Dazu hatten sie nur Beobachtungen, keine Fernrohre, keine Sateliten, keine Gesteinsforschung, keine Archeologie usw..

Die Evolutionstheorie und ein Glaube an die "Kernbotschaft" sind kein Widerspruch. Im Gegensatz zu den Mythen basiert die Evolutionstheorie auf einem umfangreichen Faktenmaterial. Die Evolutionstheorie ist besser belegt, aber sie gibt keine Antwort zur Frage "Gott" oder "nicht-Gott". Das ist auch nicht ihre Absicht. Probleme mit der Evolutionstheorie haben nicht gläubige Menschen, sondern nur solche, deren Glaube daran festgemacht ist, dass jedes Wort der Bibel historisch "wahr" ist. Dabei enthält die Bibel selbst unterschiedlich erzählte Mythen und Geschichten nebeneinander.

Es macht keinen Sinn, Wissenschaft und Religion gegeneinander auszuspielen. Religion hat wie die Philosophie lange Zeit - als es noch keine Wissenschaft gab - versucht, wissenschaftsähnliche Aussagen zu machen. Diese "Wissenschaftsersatzaussagen" der Religion (wie auch der Philosophie) sind inzwischen durch die Wissenschaft überholt. Auch die Hypothesen der Wissenschaft werden durch sie selbst immer wieder auf neueren Stand gebracht. Genau genommen muss der Mensch heute auch sein Leben mit Gott anders bestimmen als früher, als ganz andere gesellschaftlich-soziale und sozioökonomische Verhältnisse herrschten. Man muss auch über seinen Glauben immer wieder neu nachdenken. Und ihn vor allem leben. Dann erst zeigt sich, wie tragfähig er ist.



ichmachsnurohne 28.06.2017, 21:15

Hast du dich mit dem Thema länger beschäftigt? (bist m oder w?)

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thefreack03 28.06.2017, 21:16
@ichmachsnurohne

Ich habe mich da gar nicht mit beschäftigt, ich verweise nur auf bereits existierende Antworten der GF Community.

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Nichts ist bewiesen. Nur weil die Wissenschaft sagt es ist bewiesen heißt das noch lange nichts. Um logisch zu sein... Theologie ist auch eine Wissenschaft die davon überzeugt ist das eine Schöpfung stattgefunden hat. Ich selbst glaube an keine Evolution, da aus meiner Sicht aus nichts nichts entstehen kann... Deshalb bin ich der Überzeugung das ein Leben also Gott das alles in Gang gesetzt hat. Sieh die das Bild unten mal an hahah :)))

Und das nicht die Ganze Liste;) - (Biologie, Religion, Evolution)
ichmachsnurohne 29.06.2017, 21:18

und wie und wann ist Gott entstanden?

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RusArm 29.06.2017, 21:22

So wie du über einen Menschen nicht alles wissen kannst so wissen wir auch nicht alles über den Schöpfer. Eine Schöpfung ist aus meiner Sicht logischer, denn due Evolution ist ja irgendwie so "boom" entstanden und keiner kann sich das erklären. Merkwürdig oder?:) Als Beleg kann ich noch sagen in der Bibel sind schon 3000 Prophezeiungen in Erfüllung gegangen :))) Ich finde es wichtig sich über beides zu informieren nicht nur über das eine :)

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dadita 29.06.2017, 23:18
@RusArm

Die Theologie ist keineswegs davon überzeugt dass eine Schöpfung stattgefunden hat und sie als Wissenschaft zu bezeichnen halte ich bestenfalls für gewagt.

Evolution ist ein Fakt. Bestens belegt. 

Diese "Prophezeiungen" sind nichts als eine Ansammlung allgemeinformulierter Aussagen und wilden Ratespielen. Jahrmarktstricks die nicht mehr für den Wahrheitsgehalt der Bibel sprechen als die Orakelsprüche von Delphi für die Existenz des griechischen Pantheons.

Oh und: Nicht einer der scheinbar zufällig ausgewählten Begriffe ist ein Argument gegen die Evolution, im Gegenteil, die meisten haben nicht das geringste mir Evolution zu tun (z.B. die Entstehung von Galaxien) oder sind beispiele für Evolution in Aktion (z.B. Antibiotikaresistenz).

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matmatmat 29.06.2017, 23:25

Theologie mag sich - in manchen Bereichen - wissenschaftlicher Methoden bedienen, aber es ist keine Wissenschaft!

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Die Wissenschaftler forschen. Deren Ergebnisse können wir nachlesen oder per Film im Fernsehen sehen.

nein, die ganze Wissenschaft ist immer noch nicht dahintergekommen, warum es drei Menschenarten gibt (Weisse, Schwarze, Gelbe), auch nicht warum der Planet Venus andersrum sich dreht als alle anderen Planeten in unserem System

dadita 29.06.2017, 00:04

Es gibt keine 3 Menschenarten sondern eine (Homo Sapiens). Der unterschiedliche Grat der Pigmentierung macht, wie andere oberflächliche Merkmale (Haarfarbe, Augenfarbe) keine Art.

 Die Drehrichtung der Venus hat nicht das geringste mit der Evolution zu tun. 

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educare 29.06.2017, 07:27
@dadita

die Drehrichtung hat damit nichts zu tun, unterstreicht aber, dass die Wissenschaft eben nicht alles erklären kann, siehe die drei Menschenrassen, die offensichtlich unterschiedliche Merkmale aufweisen und auch nach Jahrmillionen weiter Bestand haben

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dadita 29.06.2017, 16:24
@educare

Es gibt eine Reihe von möglichen Erklärungen warum die Venus sich so dreht wie sie tut, wir wissen schlicht (noch) nicht welche zutrifft: https://www.scientificamerican.com/article/why-venus-spins-the-wrong/

Es gibt nichts zu erklären weil es KEINE 3 Menschenrassen gibt. Es gibt eine "Rasse", den Homo Sapiens. Die unterschiedliche Pigmentierung der Haut ist bestens erklärt (http://www.sciencemag.org/news/2015/04/how-europeans-evolved-white-skin) und macht uns nicht zu unterschiedlichen Rassen. Mäuse der Gattung Mus musculus können unzählige verschiedene Fellfarben aufweisen, von braun bis weiß...es bleibt eine Rasse.

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educare 29.06.2017, 16:41
@dadita

bei Menschen bleiben die rassenspezifischen Merkmale aber bestehen, trotz Jahrmillionen, das ist Fakt

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uteausmuenchen 29.06.2017, 23:01
@educare

Nein, das ist eben kein "Fakt". Im Laufe der Jahrmillionen hat sich der Mensch sogar gewaltig verändert. Vor 1,8 Millionen Jahren bist Du längst beim Homo Erectus. 

"Spezifisch" sind aber eben gar keine Merkmale. Je nachdem, welche Merkmale man ansieht, stellt sich die Unterteilung der Menschheit anders dar - aber immer mit fließenden Übergängen.

Tipp: Lass es. Wird nur peinlicher...

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dadita 29.06.2017, 23:15
@educare

Nein, das ist kein Fakt sondern reiner Unsinn. Das Merkmal der weißen Hautfarbe ist gerade mal 8000 Jahre alt, davor hatten alle Menschen dunkle Haut. "Rassenspezifische" Merkmale gibt es nicht, da es auch keine Rassen gibt. Es gibt nur eine natürliche genetische Variation in der Gattung Homo Sapiens.

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uteausmuenchen 29.06.2017, 00:24

warum es drei Menschenarten gibt (Weisse, Schwarze, Gelbe)

Traurig so ein offen zur Schau gestellter Rassismus. :-(

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educare 29.06.2017, 07:25
@uteausmuenchen

wir sind Human Race, im TV wird bei Fussballspielen gegen Rassismus manifestiert und das Wort kommt von Race (Rasse)

Weil Nazi-Deutschland viele Menschen diskriminiert hat, haben Deutsche Angst das Wort Rasse zu verwenden, da müssen sie noch lernen was damit gemeint ist wenn man die drei Menschenrassen meint sind und nicht wie Menschen verschiedener Rassen behandelt wurden/werden, es ist nicht dasselbe

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uteausmuenchen 29.06.2017, 22:48
@educare

educare, 

1) "wenn man die drei Menschenrassen meint "

Bereits das ist nicht korrekt. Denn diese Formulierung unterstellt schon wieder, dass es - wollte man eine Unterteilung vornehmen - eine eindeutig vorgegebene Unterteilung gäbe. 

Genau das ist aber falsch. Die Menschheit ist genetisch eine unheimlich einheitliche Gruppe, jede Trennlinie müsste willkürlich durch ein Kontinuum von Merkmalausprägungen gezogen werden. Überhaupt ist schon allein die Wahl des Merkmals "Hautfarbe" willkürlich. 

2) Du hast aber sogar von "drei Menschenarten" gesprochen - also zwei Deiner drei Gruppen die Zugehörigkeit zum "Homo sapiens" gänzlich abgesprochen. Und das ist schon finsterstes Kolonialzeitalter.  

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matmatmat 29.06.2017, 23:35
@educare

Weil Nazi-Deutschland viele Menschen diskriminiert hat, haben Deutsche Angst das Wort Rasse zu verwenden, da müssen sie noch lernen was damit gemeint ist wenn man die drei Menschenrassen meint ...

Nein, nix weil Nazideutschland. Sondern weil Human-Genom-Projekt, Anthropologie und Biologie das zu tage gefürdert haben. Es gibt keine Menschenrassen, keine Sub-Spezies, keine unterschiedlichen Menschenarten. Dazu sind wir alle viel zu Nah verwand. Wie kommt man auf so Unsinn?

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