Ist die Erziehung Schuld?

11 Antworten

Zwar haben Dich Deine Eltern nur zu einem gewissen Teil erzogen - der Rest kommt von irgendwo aus Deinem Umfeld dazu -, doch ich würde ihnen schon eine ordentliche Portion Teilschuld überbrummen.

Aber zum Glück bist Du deswegen kein anderer Mensch und hast die gleichen Voraussetzungen wie andere. Leider musst Du Dir einige Sachen neu aneignen und in manchen Bereichen umdenken.

Ist nun mal nicht zu ändern, mach das beste draus.

Normalerweise haben eher die Menschen Probleme mit ihrem Selbstbewusstsein, die so gar nicht frei erzogen wurden. Und manches ist auch einfach eine Typfrage. Nicht jeder ist von Natur aus eine Rampensau.

Und... solange deine Eltern dich früher nicht echt gequält haben, so dass du psychischen Schaden davon getragen hättest, kannst du dich im Erwachsenenalter nicht ständig wenn es hakt, auf eine schwere Kindheit berufen. Du musst auch schon selber an dir arbeiten.

In den ersten Lebensjahren findet eine Konditionierung statt. Genauso wie man Tiere mit gewissen Charaktereigenschaften züchten kann, geht das beim Menschen auch. Man muß allerdings sehen, das alles nur als Veranlagung vorhanden ist. Nicht jedes Rennpferd ist gleich schnell, und nicht jeder, der eine gute Schule besucht ist auch ein guter Schüler. Bei einer 100% igen Programmierung gäbe es außerdem keine Freiheit und auch keine persönliche Verantwortung mehr. Der Ball liegt jetzt auch bei Dir.

Wie stark nimmt die Erziehung Einfluss auf das spätere Leben?

Wir sind wie wir sind. Wir sind wie uns unsere Eltern erzogen haben. Es ist viel einfacher sich einfach damit abzufinden, anstatt sich dagegen zu wehren, indem wir uns daraus befreien und unser Ding durchziehen. Wahrscheinlich kann man das gerade schwer nachvollziehen. Deswegen hier ein Beispiel:

Jemand der streng christlich erzogen wurde, während auch sein gesamtes Umfeld zur Zeit der Kindheit christlich war, sprich Verwandte, Freunde usw. versucht in seiner Jugend damit anzufangen sein Ding durch zu ziehen. Er will mit seinen Freunden aus der Schule am Wochenende trinken und feiern gehen und sein Leben einfach genießen. Obwohl er immer dabei ist und versucht sich anzupassen, wird er doch immer noch der sein, zu dem er erzogen wurde. Er verarbeitet viele Sachen anders, denkt anders nach und urteil anders über Dinge. Genau dies wurde durch seine Erziehung hervorgerufen. Er greift immer wieder auf die Werte und Normen, die ihm in seiner Kindheit vermittelt wurden.

Sein Leben nimmt so seinen Lauf und irgendwann mit Mitte 20 denkt er darüber nach, sich irgendwo etwas mit einer Frau aufzubauen. Also im Prinzip um zur Ruhe zu kommen und sich auf das nicht sorgenfreie Leben in der Zukunft vorzubereiten. Bei der Auswahl der Frau wird es schon schwierig, weil er genau weiß, dass die Frau die er sich auswählen wird eine aus "seinen Kreisen" ist und er weiß, dass seine streng christlichen Eltern nicht unbedingt erfreut sein würden. Er stellt sich vor wie sie seine Eltern und Verwandten seine Frau kennen lernen und überhaupt keine Harmonie entsteht. Seine Frau wird keine Verbindung zu ihnen herstellen können, weil sie immer die sein wird, die komplett anders ist, aus einem anderen kulturellen Kreis kommt usw. Sie wird keinen Anschluss in seiner Familie haben und seine Kinder bestimmt auch nicht, weil er sie ja wiederum mit seiner Frau erzieht, die wiederum anders tickt. Das heißt, er würde sich für seine Frau und sein eigenes Leben entscheiden und somit den guten Anschluss zu seiner Familie verlieren. Und das NUR, weil er versuchst jemand anderes zu sein, als der zu dem er erzogen wurde. Würde er sich eine aussuchen, die in seine Familie passen würde, würde er diese Gedanken nicht haben. Aber bestimmt verliert er den guten Anschluss zu seinen Freunden, weil er eben anders ist und nun nicht mehr versucht sich anzupassen.

Wenn er von vorn herein nicht versuchen würde jemand anderes zu sein, hätte er andere Freunde kennengelernt, eine andere Jugend erlebt, eine andere Frau kennengelernt und ein komplett anderes Leben geführt, dass von seiner Familie und seinem Umfeld aus der Kindheit akzeptiert werden würde.

Und all das nur weil seine Eltern ihm durch seine Erziehung vorschreiben wer er ist. Wenn er sich wehrt und das Erwähnte eintritt wird es ihn sein Leben lang beschäftigen, wenn die Familie Frau und Kinder nicht akzeptieren.

Geht man all das wirklich ein? Nein, die meisten kehren um und ändern das Leben, dass sie bis dahin führten.

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