Ist die Erststimme entscheidend für das Wahlergebnis?

9 Antworten

Nein, denn die Zweitstimme entscheidet über die prozentuale Zusammensetzung des Bundestag. Erhält eine Partei mehr Direktmandate als ihr nach den Zweitstimmen zustehen, dann nennt man das Überhangsmandate und die restlichen Parteien bekommen zusätzliche Sitze bis das Verhältnis wieder  stimmt.

Unser System mit den Direktmandaten bläht den Bundestag auf.

Mit der Erststimme wählst du direkt einen Kandidaten aus deinem Wahlkreis. Wer die meisten Stimmen in deinem Wahlkreis hat kommt automatisch in den Bundestag.

Mit der Zweitstimme wählst du eine Partei. Je nach Stimmanteil bekommt die dann
Sitze im Bundestag, die sie besetzen darf. Dafür gibt es Listen der Parteien. Wer auf diesen Listen weit oben steht darf sich Hoffnung machen in den Bundestag zu kommen. Wer sehr weit unten steht muss hoffen, dass die Partei genug Sitze bekommt, damit er/sie auch noch rein darf.

Das kommt darauf an welches Wahlergebnis Du meinst. Zwar ist die Zweitstimme die sogenannte "Kanzlerstimme" weil Du damit die Partei im allgemeinen wählst, aber auch die Erststimme hat eine nicht unerhebliche Wirkung.

Vereinfacht erklärt:

Die Zweitstimme sorgt dafür, wieviele Stühle im Bundestag für die Partei vorhanden sind und die Erststimme wer darauf sitzt (sogenanntes Direktmandat)

Gibt es mehr Direktkandidaten als der Partei Stühle bereitstehen, dürfen die direkt gewählten dennoch in den Bundestag einziehen, als sogenannte Überhangmandate.

Fairerweise bekommen die anderen Parteien aber auch Stühle dazugestellt und dürfen Politiker darauf setzen, das sind dann die sogenannten Ausgleichsmandate

klingt komisch - ist aber so

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