Ist die Einbehaltung von Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung aus der Rente rechtens?

5 Antworten

Beim Rentenbezug gibt es zwei Möglichkeiten Entweder ist der Rentenbezieher pflichtversichert, dann werden die Krankenkassenbeiträge einbehalten. Oder er ist freiwillig versichert und bekommt einen Zuschuss zu seinem Mindestbeitrag, den er zahlen muss.

Es kommt darauf an in welchem Status der Rentner war- Ist er pflichtversichert wird, der KK-Beitrag abgezogen.

Bei freiwilligen Mitgliedern der KK erhält der Rentner einen ZUschuss und muss den Rest zu zahlen.

Die Nacherhebung von Sozialversicherungsbeiträgen ist im Verjährungszeitraum von 4 Jahren zulässig. Dabei spielt es keine Rolle, wessen "Verschulden" es war, dass die Erhebung der Beiträge nicht stattgefunden hat.

Wenn diese Nacherhebung aus eigenen Falschangaben resultieren, kann sogar über den Verjährungszeitraum von 4 Jahren hinaus eine Nacherhebung veranlasst werden.

Eine Rente ist beitragspflichtiges Einkommen, so dass immer Beiträge zu zahlen sind. Entweder als pflichtversicherter Rentner, indem die Beiträge vom RVT abgezogen werden (Vorraussetzungen Pflichtversicherung der Rentner: in der 2.Hälfte des Erwerbslebens mindestens 9/10 gesetzlich versichert) oder als freiwillig versicherter Rentenbezieher, der seine Beiträge selbst an die KK entrichtet und deshalb vom RVT zur Rente einen Beitragszuschuß ausgezahlt bekommt.

Wenn solche Beiträge nacherhoben werden, weil beispielsweise der RVT unkorrekte Angaben der KK zur Pflichtversicherung oder freiwillige Versicherung erhalten hat, sind diese als Schulden auch vererbbar. Hat die Witwe allerding das Erbe notariell abgelehnt, braucht sie diese Beiträge auch nicht nachzuzahlen.

Angenommen jemand würde über Jahre eine Erwerbsminderungsrente ohne das die Beiträge abgezogen werden bekommen, dann würde ja eine riesen Nachzahlung an Beiträgen ausstehen oder?

Man muss davon ausgehen, dass jeder Rentenbezieher weiß, dass eine Rente beitragspflichtig ist. Wenn dieser Rentenbezieher dennoch die Rente ohne Abzug der Beiträge ausbezahlt bekommt, geht man davon aus, dass dieser Rentenbezieher die ihm bewußt nicht zustehenden Teile nicht verlebt. Bewußt deshalb, weil der Rentenbezieher ja dem Rentenbescheid entnehmen kann, dass der Abzug der Beiträge noch nicht stattgefunden hat. Verlebt er die ihm nicht zustehenden Rententeile dennoch, macht er bewußt Schulden beim RVT und diese Schulden sind vererbbar. So sieht es der Gesetzgeber.

Wie soll sich das eine Witwe leisten bzw. leben können, wenn die Witwenrente durch die Rückerstattung der Beiträge aufgefressen wird?

Sie hätte das Erbe auch notariell ablehnen können, dann hätte sie die Schulden nicht geerbt.

Hat man sonst noch eine Möglichkeit (Einspruch etc.) um diese Nachzahlung herumzukommen bzw. sie zu minimieren?

Definitiv Nein. Man kann aber versuchen, eine Ratenzahlungsvereinbarung mit dem RVT abzuschließen. Der RVT ist dazu aber nicht verpflichtet. Hier wäre also ein positiver Gesprächsanfang und Verhandlungsgeschick nötig, egal wie die eigene (eventuell ablehnende) persönliche Meinung zu diesem Thema ist.

Ist das rechtens, dass ich 4 Jahre rückwirkend Beiträge für die Krankenversicherung zahlen muss?

Hallo, wer kennt sich aus: ich bekomme eine Arbeitsunfähigkeitrente aus EU land und soll ietzt nach 4 Jahren ruckwirkend Beitragsplicht zur Kranken- und Pflegeversicherung zahlen. Ist das rechtens?

...zur Frage

ab wann muss man beiträge zur privaten kranken und pflegeversicherung bezahlen?

Ich bin Student, mit Kind. Bin Familienmitversichert. Erhalte Bafög Wohngeld und kinderzuschlag. Will mich jetzt davon unabhängig machen. Deswegen nebenberufliche Selbständigkeit als Internet Unternehmer. Jetzt fragt die Familienbande nach „ Nachweise über die Höhe der Beiträge zur privaten Kranken und Pflegeversicherung „ was soll ich denen antworten?

...zur Frage

Warum,muß ich für die eigene Rente und Witwenrente Beiträge bezahlen?

Hallo! Habe gerade meinen Bescheid über meine künftige Witwenrente erhalten.Dabei,musste ich feststellen,das mir auch bei der Witwenrente Beiträge zur Krankenkasse,Krankenversicherung und Pflegeversicherung abgezogen werden.Genau diese Beiträge,werden mir auch von meiner eigenen Rente abgezogen.Warum ist das so.Bitte klären Sie mich doch auf,wie es richtig ist.Vielen Dank

...zur Frage

Beitrag z. Kranken- und Pflegeversicherung in Ungarn

WER KENNT SICH bei „BEITRAG ZUR KRANKEN- UND PFLEGEVERSICHERUNG�? aus?

Ich beziehe aus Deutschland und auch aus Ungarn Rente.

Meine Krankenkasse hat mir folgendes mitgeteilt: „Bezieher eine deutsche Rente die in Ungarn wohnen, sind unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin in der deutsche Krankenversicherung der Rentner versichert.. Ich soll auch dasselbe Fragebogen für die deutsche Rentnerkrankenversicherung ausfüllen wie mein Mann.

Die Krankenkasse berechnete für meine ungarische Rente monatlich Beiträge in Euro, zur Kranken- und Pflegeverischerug ab 01.01.2015. Ich bekomme mein Rente in Ungarn in -HUF. und kein Euro! Außerdem warum soll ich für Ungarn Pflegeversicherung bezahlen, in Ungarn gibt es keine Pflegeverischerung.

Bin ich verpflichtet für die Krankenkasse diese Angeben zu machen und welche WIRKUNG, NACHTEILE entstehen mir davon? (Vorteile sicher keine)

Was hat meine ungarische Rente mit der Krankenkasse zu tun?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?