Ist die eheliche Gemeinschaft ein Auslaufmodell?

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8 Antworten

@bachforelle49, du spinnst.. die Eintragung ehelicher und eheähnlicher Gemeinschaft erfährt eine immer größere Resonanz, und du sprichst von Verfall dieser Wertegemeinschaft in unserer Zeit, obwohl sie seit Jahrtausenden ein fester Bestandteil der Familien ist und außerdem ein heiliges Sakrament im kirchlichen und christlichen Verständnis darstellt. Das wichtigste Kriterium, nämlich die Liebe, erwähnst du gar nicht, und sie ist nun mal der Grundstein für Ehe, Kinder und Familie, und das wird auch immer so bleiben

Was sich geändert hat, ist, daß sozusagen zunehmend der Mann das "schwache"  Geschlecht darstellt, weil das Thema Gleichberechtigung und Emanzipation zu sehr strapaziert und hochstilisiert wurde und wird (Stichwort: Gallionsfigur Alice Schwarzer). Dabei hat es in einer vernünftigen Gemeinschaft (auch ohne Trauschein) diese Werte und Akzeptanz immer selbstverständlich gegeben. Auch und gerade die Liebe zum Partner ist natürlich mannigfachen Versuchungen ausgesetzt, vielleicht verliert sie sich auch ganz, aber dann greift die Verantwortung und die Liebe zu den Kindern. Das zeichnet uns als Menschen aus, daß wir das können, wenn wir nicht Looser sein wollen. Eine Gesellschaft, die nur noch Geld als Allheilmittel sieht, erzeugt Egoisten und sollte ihre Politiker abwählen, weil sie ihre eigene Kindheit vergessen hat

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Kommentar von eostre
15.01.2016, 17:29

Was sich geändert hat ist eigentlich, das keine Frau mehr in einer unglücklichen Ehe bleiben muss, nur weil Kinder vorhanden sind. Allein schon diese Möglichkeit zwingt Männer dazu sich an Erziehung und familienwohl zu beteiligen, das mussten sie nämlich viel zu lange nicht.

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Kinder können auch wunderbar harmonisch ohne Ehe aufwachsen, das hat nichts miteinander zu tun. Die Ehe an sich halte ich wirklich für nicht mehr allzu wichtig. Was nicht heißt, dass man nicht trotzdem mit seinem Partner gut zusammenleben und Kinder aufziehen kann.

Zumal durch eine Ehe Harmonie sicherlich nicht 'gewährleistet' ist. Es kittet vielleicht mehr zusammen, da sich die Trennung schwieriger gestaltet, aber ob das immer die optimale Lösung ist bleibt fraglich. Ob mit oder ohne Kinder.

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Ist sie ein Auslaufmodell?

Wenn man bedenkt, dass es wieder mehr Eheschließungen und weniger Scheidungen gibt...geht der Trend wohl momentan in Richtung: Heiraten und verheiratet bleiben. Die Gründe dafür muss jedes Paar für sich allein wissen.

Ich kenne niemanden...wirklich niemanden (außer meinen Großeltern...), der geheiratet hat, weil das gesellschaftlich und finanziell so erwartet wurde. Ich kenne auch niemanden, der das wegen Kindern getan hätte (vorhandene oder geplante). Alle die ich kenne, die verheiratet sind, taten das, weil sie ihren Partner lieben und zusammen bleiben wollen. Das geht zwar natürlich auch ohne Ehe, aber warum nicht offiziell machen, dass man füreinander einstehen möchte? Den Steurvorteil nimmt man dankend mit, aber der ist jetzt nicht so erheblich, dass es sich lohnen würde, nur deswegen zu heiraten.

Bei uns zum Beispiel ging es neben der Liebe auch darum, falls einem von uns etwas passiert,dass der andere ein Mitspracherecht hat, wie weiterhin gehandelt werden soll.

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Kommentar von DonkeyDerby
17.01.2016, 12:42

Bei vielen Eheschließungen älterer Menschen geht es nicht um Steuervorteile, sondern um die Versorgung des Partners im Todesfall. Ich erlebe das seit einigen Jahren im Freundeskreis. Eine Ehe ist die einfachste Möglichkeit, den Partner finanziell im Falle des eigenen Todes abzusichern.

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Ist die Ehe nur gut für die Gewährleistung einer harmonischen Kindererziehung?

Wie ja mittlerweile hinreichend bekannt sein dürfte, ist die Ehe eben keine Gewährleistung einer harmonischen Kindererziehung.

Im Grunde kann ein moderner Mensch auf die säkulare Ehe komplett verzichten. Solange allerdings der Staat Eheleute begünstigt, werden auch Menschen heiraten, die eigentlich nichts davon halten.

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Kommentar von matti60
15.01.2016, 16:29

es kommt nicht auf die Ehe an, sondern auf die Erziehung; hier stimme ich mit *basai46* und weiteren überein; es sollte um Liebe gehen und nicht um Geld; Kinder brauchen in jeder Lebensphase beide Eltern und zwar solche die sich vertragen mit allen Facetten des Lebens; Geld ist längst nicht alles, seid liebevoll zu jedem usw.

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Die gleiche Feststellung habe ich auch von "emanzipierten Männern" gehört. wenn die Fortpflanzung ohne Frauen erst möglich ist, sind sie dann überhaupt noch notwendig die Beziehungen die immer nur Stress verursachen.

Eifersucht hier, Streit da...

ich halte es für wichtig dass Kinder von Partnern profitieren und gleichberechtigt von beiden erzogen werden.

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Kommentar von bachforelle49
12.01.2016, 18:26

ja, das heißt aber auch, daß die Partner, solange die Kinder beide brauchen, nicht bei jedem Sturm gleich die Flinte ins Korn werfen

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Ah du willst mal wieder provozieren^^

Die feste Partnerschaft ist definitiv kein Auslaufmodell - insbesoindere wenn geplante Kinder da sind. Ob die Parnterschaft nun mit oder ohne Trauschein gelebt wird, ist mehr und mehr irrelevant. Wichtig ist, dass Kinder beide Elternteile haben und die sich kümmern.

Heute beschäftigen sich viel mehr Männer viel intensiver mit ihren Kindern als noch vor 40 Jahren.

Das mit dem Abschieben in die Kita streich ich mal - das ist Blödsinn.

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Kommentar von bachforelle49
16.01.2016, 13:52

Ja, und leider gehen auch mehr Ehen in die Brüche.. Warum sollten eigentlich Arbeitgeber jetzt mit einmal sozialer eingestellt sein als früher und ihren AN für Kinder und Familie früher Feierabend geben?

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Woher nimmst du diese Behauptungen? Wer heute heiratet tut dies im Gegensatz zu früher viel öfter aus Liebe, dass ist doch eine positive Entwicklung.

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Nein, die eheliche Gemeinschaft ist kein Auslaufmodell.

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