Ist die Düsseldorfer Tabelle (noch) realistisch, wenn immer mehr Väter den Unterhalt für ihre Kinder nicht mehr zahlen können (oder wollen)?

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3 Antworten

Die "Düsseldorfer Tabelle" ist eine Richtlinie bzw. "Orientierungshilfe".

Wenn der Nettoverdienst eines Unterhaltspflichtigen nicht steigt, wird auch der zu zahlende Unterhaltsbetrag nicht angehoben.

Verantwortungsvolle Väter (und auch Mütter....) zahlen Unterhalt, auch wenn nicht immer die "vorgeschriebene" Höhe möglich ist.

Mütter/ Väter, die nicht zahlen wollen..., lassen sich durch die regelmäßige Anpassung  der "Düsseldorfer Tabelle" ohnehin nicht beeindrucken....

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Kommentar von vwzicke64
28.07.2016, 19:37

Das ist nicht ganz richtig, das Familiengericht, das Jugendamt passt die Unterhaltsbeträge immer an, auch wenn der Pflichtige nicht mehr verdient. Denn es heisst der Unterhaltspflichtige hat alles zu tun um den Mindestunterhalt zu zahlen, 48 Std arbeiten, Nebenjob. Ich habe es nie anders erlebt. Dann fäät das Wort "Fiktive Einkünfte", da sind die sehr ideenreich

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Die Düsseldorfer Tabelle ist eine Orientierungshilfe und sollte auch als solche verstanden werden. 

Die Düsseldorfer Tabelle wird bei Bedarf den tatsächlichen gesellschaftlichen Verhältnissen angepasst. 

Eine Orientierungshilfe dient nun mal nur der Orientierung. Richter sind dagegen in ihren Entscheidungen frei. 

Dass sich Elternteile aus ihrer Verantwortung stehlen können ist ein gesellschaftliches Problem. Die Verdrängung der Beachtung von sogenannten Soft-Skills begann relativ gleich nach Kriegsende. In den 1950-igern gab es dann einen Film in welchem das Lied "Nun wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt" das erste Mal vorkam. Damals gab es noch gar keine Orientierungshilfe. 

Als die Financial-Times Deutschland in einem Leitartikel vor Jahren verkündete, die gesamte Familie eines Managers habe sich den Interessen des Unternehmens unterzuordnen, da waren es führende Politiker aller sogenannten Volksparteien, die diese Forderung massivst verteidigten. Diese Zeitung ist schon einige Jahre in anderen Händen. 

Was mich massiv stört, dass Du durch Deine Frage nur die Väter thematisierst. 

Es waren tatsächlich Väter, die sehr hart für manche gute Veränderung in geltendem Recht zugunsten der Minderjährigen gekämpft haben. Gegen massivsten Widerstand der Damenwelt. 

Es sind vor allen Dingen Väter, die an Elternkursen teilnehmen. Dämchen will gerne mal nicht begreifen, dass Erziehungskompetenz erlernt sein will. 

Es sind vor allen Dingen Männer, die die Interessen der Minderjährigen auf dem Boden geltenden Rechts vertreten. Ich habe mich noch nie nach einer Statistik umgesehen die abbildet, wie die Geschlechterverteilung zum Thema unter den Juristen ist. Das liegt daran, dass ich vor allen Dingen Männer als engagierte Experten online sehe. 

Einige Hamburger Schulen sahen sich gezwungen, den Senat um Vollverköstigung der Schüler zu bitten, da die meist von alleinerziehenden Müttern versorgten Kinder zuhause absolut gar keine Nahrung zur Verfügung gestellt bekamen. Es scheint sich nicht um ein lokales Phänomen zu handeln. 

Hier findest Du vor allen Dingen weibliche Wesen, welche hilfesuchenden Minderjährigen verfassungsferne und für sie schädliche Antworten geben. 

Dass soziale Komptenz, vor allen Dingen die Bevorzugung eines gesunden Arterhalts, kostengünstig ist, wurde bereits seit zwei Milliarden Jahren auf dieser Erde existierenden Bakterien nachgewiesen. Nur wir Menschen tun uns als sogenannte Zivilisierte schwer, diese Tatsache anzunehmen. Und Das, obwohl uns die gerne sehr hoch gehaltene Bibel in der Genesis eindringlich darauf aufmerksam macht. Der Urenkel Evas, Nachfahre Kains, hat den Krieg erfunden. Nachdem er die Realität in ihr komplettes Gegenteil verkehrte. 


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Kommentar von bachforelle49
08.12.2016, 12:59

.. daß ich die Väter thematisiere, wie du meinst, ist nicht beabsichtigt, liegt evtl. aber auch in der Natur einer Trennung, weil auf Väter eine besondere Pflicht, Verantwortung und womöglich auch Schuld lastet... auch weil der Wunsch nach einer Trennung meist oder vermehrt von der Mutter kommt, ist `salopp ` zu hinterfragen, ob letztere sich auch wirklich bewußt ist, was sie sich und vor allen Dingen den gemeinsamen Kindern damit antut, wenn schlußendlich jetzt 2 Haushalte finanziert werden müssen, zB auch 2 x dieser zweifelhafte Rundfunkbeitrag bezahlt werden muß (!) - mit fadenscheinigen Behauptungen.. - und vor allem, daß Väter über kurz und lang auch dann den Kontakt zu ihren Kindern verlieren, wenn sie mit den Unterhaltszahlungen schludern und infolge die Kinder so aufwachsen, als wäre Papa schon zu Lebzeiten tot...

das gebietet eine Fokussierung auf den Vater und weniger auf die Mutter, die sich dann mit ihrer selbstgewählten Rolle als alleinerziehende Mutter arrangieren muß (?!) Aber wenn der Gesetzgeber sich schon überall reinhängt, dann sollte er fairerweise der Frau und Mutter auch die gleiche günstigste Steuerklasse gewähren - nämlich hier die Vorteile des Familiensplittings - wie bei sogenannten funktionierenden eingetragenen Partnerschaften

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Es ist für beide Seiten blöd. Mehr kann man dazu eigentlich nicht sagen.

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