Ist die Chance höher, dass man nette Kollegen hat, wenn man in einem sozialen Berufsfeld tätig ist?

Das Ergebnis basiert auf 9 Abstimmungen

Nein, glaube ich nicht 67%
Nein, aus Erfahrung 22%
Ja... Glaube ich zumindest 11%
Ja, aus Erfahrung 0%

3 Antworten

Nein, aus Erfahrung

Ich war im sozialen Bereich (Pflege). Dort hatte ich natürlich auch wirklich tolle Kollegen...keine Frage. Aber auch mit Abstand die Missgünstigsten, die auch nicht davor zurückschreckten zu denunzieren etc. Wurde ein Mitarbeiter krank, hieß es sofort "Der macht blau!", war ein Patient nicht so, wie gewünscht, haben manche Kollegen ihn dementsprechend behandelt usw.
Veränderungen oder Neuerungen durften überhaupt nicht angesprochen werden, usw.
Und als ich dann praktische Ausbilderin war, neben dem normalen Pflegejob, war es ganz selbstverständlich, dass ich eben in beiden Teilen 100% gebe, obwohl es nicht möglich war Schüler und Patienten gleichwertig die "Pflege" zukommen zu lassen, die sie benötigten und verdienten. Aber das war den Kollegen egal. Danach kam noch stellvertretende Stationsleitung dazu...dann waren es halt nochmal 50% mehr.

Die nettesten und auch sozialsten Kollegen hatte ich, nachdem ich aus der Pflege ausgeschieden war und im Musiktheater arbeitete. Das war wirklich ein Team, das an einem Strang zog, das sich wirklich engagiert hat. Die Zeit dort war echt toll, aber auch hier hat mir letztlich die Pflege, vielmehr die körperlichen Nachwirkungen, einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Heute bin ich mein eigener Chef und zu mir leider manchmal nicht sehr nett.

Nein, aus Erfahrung

Im sozialen Berufsfeld sind Karrieremöglichkeiten sehr mau. Entsprechend ist auch der Frust der Menschen, die dort arbeiten. So eine Karriere ist schnell festgefahren.

Nein, glaube ich nicht

Viele, die tagtäglich mit vielen Menschen (als Kunden, Patienten, …) arbeiten, dürften ziemlich schnell auch ziemlich desillusioniert - und damit vielleicht auch weniger nett - werden. Außerdem fehlt es gerade im sozialen Bereich meist an allen Ecken an Geld und Zeit, was für Höflichkeiten oft auch nicht unbedingt viel Raum lässt.

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