Ist die böse Seite im Menschen des Bekriegens und des Gruppenbildens ein evolutionärer Nachteil des Menschen in unserer heutigen Zeit,wären wir ohne effektiver?

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6 Antworten

Hi.

N Prof von mir hat mal gesagt, dass es evolutionäres Grundgesetz ist, dass ne Population immer etwas größer sein wird, als die vorhandenen Resourcen. Damit ne Konkurrenzsituation und damit ne Auslese besteht. Oder, dass sie die Population halt in diesen Zustand wachsen lassen will. Hatte n schönes schlaues Schlagwort dafür, weiß ich leider nimmer. Sprich, er hat den Spruch der "großen Seele" Gandhi "dass die Welt genug hat für jedermanns Bedürfnisse" negiert. Sieht man finde ich auch sehr schön, wenn man sich das Bevölkerungswachstum in Europa so ab 800 rum anschaut (Anstieg um 1000 durch besseres Klima, Anstieg nach der Erfindung des Kunstdüngers durch besseren Ertrag, und trotzdem hatten die Leute nach ner Weile wieder Hunger - oder viele zumindest).

Es würde jetzt natürlich als fieser und radikalrechter Sozialdarwinismus gelten, wenn ich das Problem auf menschliche Gesellschaften übertrüge, deswegen werde ich mich selbstverständlich davor hüten. Aber nehmen wir mal Indien und Pakistan. Beide Bevölkerungen wachsen, und alle Menschen haben Durst. Der Indus entspringt in Indien und fließt dann durch Paktistan. Die Inder würden so viel Wasser nehmen, wie sie brauchen, dass sie nicht verdursten. Wenn deshalb die Pakistani verdursten, dann würden die das in Kauf nehmen. Die Pakistani aber müssten Krieg führen oder ihrerseits verdursten und schon ist der Konflikt da. Selbst, wenn sie sich anfangs einigen und das Wasser teilen, sobald es nicht mehr für Alle reicht (und das passiert, wenn die Bevölkerungen weiter wachsen) hört es auch auf mit dem Miteinander...

Ansonsten finde ich NaiverJuenglings Kommentar ganz hervorragend!

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Ich denke, dass Krieg und all der damit einhergehende Schrecken in der Natur des Menschen liegt. Das mag für die betroffenen Individuen grausam und tragisch sein, für unsere Spezies selbst ist es vielleicht die einzige Möglichkeit, unseren Bestand in einem gewissen Gleichgewicht zu halten. Die meisten Konflikte entstehen ja, weil es von einer Ressource zu wenig gibt und sich eine Partei gegenüber der anderen ihren Vorteil erhalten oder einen neuen Vorteil erlangen will. Würde der Mensch keine Kriege mehr führen, stünden wir schnell vor ganz anderen Problemen wie Hunger und Überbevölkerung. Auch der technologische Fortschritt würde ohne den Druck, die entscheidende Technologie für den Sieg zu entwickeln, sehr viel langsamer erfolgen.

Es mag so aussehen, als hätte ich nicht alle Tassen im Schrank, weil ich hier gerade positiv vom Krieg spreche. Aber ich hoffe, mein Punkt scheint durch: Krieg ist ein furchtbares Übel für die einzelnen von ihm betroffenen Menschen, für unsere ganze Spezies hat er als Selektionsfaktor und technologischer Fortschrittskatalysator aber auch eine entscheidende Bedeutung für uns. 

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Kommentar von zetra
08.07.2017, 13:41

Kriege waren noch nie ein Faktor der Regulierung. Grausam waren sie allemal, allerdings gemessen an den Zuwaechsen der Menschen, haben sie immer nur Dellen geschlagen.

Die Pest frueher, oder die"Spanische Grippe", in Begleiterscheinung des Ersten Weltkrieges mit ueber 20 Millionen Toten, da war der Sensenmann am wirken.

Um die Ueberbevoelkerung der Erde in geordnete Bahnen zu bringen, braucht es Programme. Kriege allerdings haben bis jetzt dazu nicht beigetragen.

Sollte ein ganz Schlauer auf die Idee kommen, aber die A-Bomben wuerden es schaffen, dann kann man sagen , du hast Recht, allerdings geht es hinterher nicht mehr weiter.

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Das kriegerische im Menschen wuerde ich mit der Evolution nicht unbedingt mit in Verbindung bringen.

In dicht gedraengten Wohngebieten gibt es auch kein totschlagen des Nachbarn, da herrschen jeweilige Regeln und wenn sich jeder daran haelt klappt das Zusammenmleben.

Die Hetze, andere Voelker verunglimpfen, das sind die Parameter um Menschen zum Krieg zu gewinnen. 

Bestes Beispiel ist doch Nordkorea: Sollte dieses Land von den USA zerbomt werden, dann fliessen nur wenige Traenen in der Welt. Obwohl dort 24 Millionen Buerger wohnen, die nichts fuer die Politik ihres Fuehrers koennen.

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Wenn man es mal unter die Lupe nimmt, dann ist dieses "Böse" der Grund, warum der Mensch so erfolgreich ist:

Wenn der Mensch nicht Aggressiv sein Revier verteidigt hätte, als er noch in einer Höhle lebte, dann wäre er gefressen worden.

hätte der Mensch nicht diesen unglaublichen Sturkopf, etwas schaffen zu wollen, dann hätte er nie Mammuts erlegt und wäre evtl. verhungert.

hätte der Mensch nie gelernt andere Auszunutzen, hätten wir den besten Freund des Menschens nie kennengelernt. Genauso wenig wie unseren Sittich, die Nachbarskatze oder auch das geliebte Reittier ;)

Man darf nie vergessen:

es gibt immer zwei Seiten einer Medaillie...eine gute und eine schlechte.

du kannst nur den Ruhm und das gute sehen oder du kannst nur das schlechte sehen...

Aber was man machen sollte:

Aus dem schlechten etwas gutes machen! Denn das kann der Mensch am besten.

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Ich denke mittlerweile ist es eher ein Nachteil, ja. Die heutige Gesellschaft ist nicht darauf ausgelegt, sondern auf das friedliche Miteinander, einander zu unterstützen und die Einhaltung der Regeln. Das ist nicht für jeden Menschen gleich leicht.

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"Böse und Gut" gibt es in den realen Naturgesetzen nicht. Das ist lediglich eine relative Idealvorstellung die auf der menschlich erfundenen Moral basiert. Was für den einen gut ist, ist für den anderen schlecht und vice versa.

Menschen bekriegen sich, weil Menschen verschiedene Ansichten, Interessen und Ziele haben, davon fest überzeugt sind und dementsprechend ggf. auch mit Gewalt es durchsetzen wollen. Die natürliche Selektion bestand schon immer und wird auch immer ein Teil der Natur sein. Früher lag lediglich der Fokus auf Kraft und Stärke, heute mehr auf Einfluss, Intrigen, Manipulation und Macht.

Daher meine ich, auch wenn wir es als negativ empfinden, dass das Bekriegen ein wichtiger Aspekt ist um die erfolgreicheren Methoden in der Evolution durchzusetzen. So trennt man die Spreu vom Weizen. Andernfalls würde Stillstand herrschen oder gar komplett degenerieren.

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