ist die Bienenhaltung bei Imkern nicht massentierhaltung?

16 Antworten

Nein, denn die überwiegende Mehrheit der mitteleuropäischen Imker hält nur zwischen 5 - 10 Bienenvölker. Das ist keine Massentierhaltung. Ein Landwirt, der nur 5 - 10 Hühner hält, betreibt ja auch keine Massentierhaltung. Selbst wenn ein Imker über 1000 Völker halten würde, so wäre dies keine Massentierhaltung, denn die Bienen sind ja nicht eingesperrt, sondern können ungehindert aus- und einfliegen. Der Begriff Massentierhaltung kann auf Honigbienen deshalb nicht angewandt werden, unanhängig davon wieviele Völker ein Imker hält. 

Wieso kommt keiner der Kommentatoren (auch der Fragesteller nicht) auf die simpelste Antwort überhaupt!

Die von Imkern gehaltenen Bienen könnten jederzeit den Stock verlassen - sie sind nicht eingesperrt - wer glaubt den so einen Blödsinn!

Warum tun sie es nicht? Ganz einfach, weil ihnen der vom Imker angebotene Stock (mit kompletter Inneneinrichtung, wie Rahmen mit vorgefertigter Wabengrundplatte, Bodengitter zur Abfallbeseitigung durch den Imker, Behandlung gegen die tödliche Gefahr der Varroa, Schutz vor Witterung, usw.), wesentlich lieber ist, als irgendein Loch im Freien, in dem sie der Gefahr von Räubern und der Witterung ausgesetzt sind, und den Winter kaum überleben können.

 Wenn ein neues Volk (Ableger, Schwarmvolk) in einen Stock vom Imker "eingeschlagen" (eingesiedelt) wird, untersucht die Königin sofort, ob ihr der angebotene Stock passt. Wenn nicht, wird sie und damit ihr Volk den Stock bei nächster Gegenheit wieder verlassen (kommt selten vor, dann liegt es aber meist am "etwas schlampigen" Imker). Wenn die Königin zufrieden ist, beginnen die Arbeiterinnen sofort mit dem Wabenneubau, und die Königin legt baldmöchst ihre Eier ab. Und auch die sammelnden Arbeiterinnen kommen immer wieder zurück.

Und ohne den Imker wären für die Honigbienen die Überlebenschancen in der freien Natur sowieso sehr gering (man findet manchmal so abgestorbene Vöker, wegen schlechter Witterung und dem Winter). Nur ein sehr kleiner Teil würde überleben können - mit verheerenden Auswirkungen auf die mangelnde Bestäubung in der Natur undvor allem der Nutzpflanzen, und damit auch für die Ernährung und Fortbestand der Menschen (und Tiere).
Daher ist auch jeder Imker vom Gesetzgeber her verpflichtet einen ihm gemeldeten, oder von sich aus gesehenen Schwarm zu verfolgen und "einzuschlagen" (zu fangen). Wenn er nicht kann, muß er dies anderen Imkern melden, die dann ebenso verpflichtet wären!

Und die Masse der Bienen in einem Volk bestimmt die Königin selbst. Und ein großer Imker hat seine Völker nicht an einem Platz, sondern auf viele Plätze verteilt - sonst wäre auch der Ertrag viel zu gering - also, wo soll denn hier eine "Massentierhaltung" sein?!

(Manchmal wünscht man sich hier schon intelligentere Fragen! Selber Denken ist eigentlich auch erlaubt.)

Ein Minimun von 10 Stöcken ist normal, geht nicht anders.

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@franca7

Imkern geht ab 1 Volk! Die Masse der Imker hat nur 2 - 7 Völker. Diese werden meist in den Gärten der Siedlungen und Städten gehalten, und die Bienen haben dort meist sehr gute Lebensbedingungen - oft weitaus besser, als draussen in den (vergiftreten) Landwirtschafts-Monokulturen.

Bei sehr wenigen Völkern wird meist von anderen (Paten-)Imkern ausgeholfen. Es muß nicht jeder Kleinstimker 1000 Euros und mehr für Schleuder, Entdecklungsgeschirr, Siebe, Abfülleimer usw. (alles aus teurem Edelstahl) ausgeben (ich habe mind. für 3.000 € Edelstahlzubehör). Hinzu kommt ja noch sehr viel Geld für die ganzen Magazine und Werkzeug - alles Tausende Euros.

Ein Kleinimker kommt meist nur auf einen Arbeitslohn von 1€/Stunde. Kleinimker machen diese meist aus ideologischer Freude und der Fürsorge für die Natur und der Bienen - nicht um Geld zu verdienen.

Wenn er dann noch (für ihn hohe) Voksverluste hat, verursacht durch die Landwirtschafts-Pflanzengifte, bekommt er gar nichts - er ist ja kein EU-subventionierter Landwirt! So mancher Kleinimker mit 1, 3 oder 5 Völkern hat diese schon oft in einem Jahr verloren - Totalverlust. Er muß dann wieder mühsam Nachzuchten machen, bzw. Ableger für 100-170€ einkaufen. (Ich kenne aber einige Imker mit 30 - 50 Völker, die auf einen Schlag alle Völker verloren haben, oder mit "Glück" 1 oder 2 retten konnten - sie bekommen auch keinen Schadensersatz!) Jeder Verlust bedeutet für den Imker einen Schaden von ca. 200 - 400 €/Volk!

Aber für die kostenlose Bestäubungs-Arbeit für die Landwirtschaft darf der ("dumme") Kleinimker selbstverständlich sorgen (aber bedanken tut sich praktisch kein Landwirt dafür). Ohne die vielen Kleinimker gäbe es in Deutschland keine vernünftige Pflanzen-Bestäubung mehr!

Die Politker versprechen viel, machen viel "Bla, bla", aber tun in Wirklichkeit sehr wenig für die Imker / Bienen. Sie hofieren lieber die (Steuergelder und Wahlstimmen bringenden) Landwirte, die aber durch die im großen Stil Raubbau betreibende Landwirtschaft hauptverursachend sind für das Bienensterben.

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Nein, denn diese Insekten leben als sog. Volk.

Nicht als Schwarm, wie Vögel z.T., obwohl sie auch fliegen können. Aber sie wohnen in einer Behausung.

Die Ameisen leben auch als Volk und nicht als Schwarm.

Ach, vielleicht Wortklauberei: Bienenvolk, Bienenschwarm, Bienenstock.

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https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/anfaengerpaket-set-fuer-imker-10ner-dadantbeute/764866874-131-6003

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Anfängerpaket Set für Imker Zanderbeute

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