Ist die Beratung bei einer Bank aus der Mode gekommen?

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12 Antworten

die Beratung bei einer Bank

Ist dies heutzutage wirklich noch eine Beratung, die die Interessen des Kunden verfolgt oder geht es lediglich darum die "Bankprodukte" zu verkaufen und ggf. Provisionen zu kassieren?

Könntet ihr euch vorstellen, dass ihr nicht nur die Überweisung über Online-Banking erledigt, sondern auch kompliziertere Themen wie z.B. Anlageberatung oder Finanzierungen über das Internet abwickelt?

Ja, genau das ist die Zukunft. Dabei ist es jedoch absolut wichtig, das der Kunde sich vorher selber sehr ausführlich über das Thema informiert anhand von "neutralen" Informationen aus dem Internet, Testberichten, Presseveröffentlichungen, Erfahrungsberichten und sich auch im Bekanntenkreis entsprechend umhört. Auch eine Frage in dieser Plattform kann dabei durchaus hilfreich sein, die Antworten sind jedoch genau zu analysieren.

Ebenso sind meiner Meinung nach die Zeiten vorbei, in denen es gerechtfertigt ist, das die beiden Vorstände einer Sparkasse (Einwohnerzahl 38.000) sich ein Jahresgehalt von über 550.000,00 € teilen. Dieses Gehalt muss ja auch von den Kundeneinlagen, Finanzierungen, Provisionen, Kontogebühren usw. erwirtschaftet werden.

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Das Netz kann und wird individuelle Beratung nicht ersetzen können. Da aber die Banken über kurz oder lang ca. 60% aller Filialen schließen werden, weil die Beratung dort zu schlecht, zu produktgebunden und vor allem zu teuer (für die Banken) ist, wird es wahrscheinlich mehr und mehr Online-Unterstützte Beratung geben - z.B. über Skype oder ähnliche Möglichkeiten.

Ein Laie wird in den allermeisten Fällen nie die komplizierten Fallstricke durchschauen, auf die man beim Abschluss von Finanzprodukten achten sollte.

Ich würde mich immer lieber von einem Profi beraten lassen. Er sollte mir allerdings den ganzen Markt anbieten können und nicht nur eine Gesellschaft. Ich habe auch nichts dagegen, dass er damit seinen Lebensunterhalt verdient. Schließlich lebt auch meine Autowerkstatt von ihrem Fachwissen. Wenn er einen Fehler macht oder mich falsch berät, dann haftet er letztendlich auch dafür. Genauso ist es beim unabhängigen Finanzfachmann.

Es gibt natürlich auch Leute wie Joschi2591, die ganz optimistisch glauben, dass, wenn man nur genug andere Ahnungslose fragt, daraus dann auf einmal Qualität wird.

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Kommentar von Joschi2591
18.06.2016, 09:28

Es gibt natürlich auch Leute wie Joschi2591, die ganz optimistisch
glauben, dass, wenn man nur genug andere Ahnungslose fragt, daraus dann auf einmal Qualität wird.

So ein gequirlter Unfug und so eine verquere Voreingenommenheit sind selten zu lesen.

Typisch: von usern keine Ahnung und trotzdem grosse Töne spucken.

Ende der Durchsage für einen überflüssigen, den Schreiberling entlarvenden Beitrag.

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Kommentar von Zappzappzapp
18.06.2016, 17:03

Ich verstehe eure Auseinandersetzung gar nicht, ihr seid im Grunde gar nicht weit auseinander. So wie ich das verstehe, seid ihr euch zunächst mal einig, wo man sich nicht beraten lassen sollte.

@jsch1964 plädiert für einen unabhängigen Finanzberater und @joschi2591 sagt 

sollte sich im Verwandten-, Bekannten- und Freundeskreis umhören, sich bei VZ, in entsprechenden Zeitschriften und auch im Internet informieren und sich dann ein eigenes, informiertes Urteil bilden 

Beides gehört zusammen, im Normalfall sollte man weder uninformiert zu einem unabhängigen Finanzberater gehen, noch sollte man nur mit dem eigenen Urteil kompliziertere Transaktionen durchführen. Das kann viel zu leicht in die Hose gehen, da braucht man nur ein wenig hier in der Community zu stöbern.

Das Beste ist, sich vorher gut zu informieren und dann professionell beraten zu lassen den schlechten Berater erkennt man dann schnell (Es gibt übrigens in allen kritisierten Bereichen immer noch gute Berater, nur leider zu wenige und schwierig zu finden).

Das komplizierte Anlagegeschäft allein und ohne Beratung über das Internet abzuwickeln ist zwar schon heute möglich, aber das kann man nur wenigen, wirklich sehr gut informierten empfehlen und das wird auch auf absehbare Zeit so bleiben. Es wird immer Fachleute mit Spezialwissen geben müssen, da niemand alles wissen kann.

Und noch eine Anmerkung für @joschi2591:

Wie ich Deiner ursprünglichen Antwort entnehme, bist Du ja nicht dumm und hast einen so respektlosen und beleidigenden Tonfall wie in Deinem Kommentar eigentlich nicht nötig. Was soll das? Bleib doch einfach bei einer sachlichen Auseinandersetzung, das macht es allen einfacher. Aggression führt nur zu Gegenaggression und bringt der Sache gar nichts.

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Ein "Bankberater" ist ein Verkäufer. Was erwartest du denn da für eine Beratung?

Oder denkst du ein Autohändler "berät" dich? Er will dir ein Auto verkaufen.

Da käme kein Mensch auf die Idee, diesen einen "Berater" zu nennen

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Kommentar von H2Onrw
17.06.2016, 19:45

in Autohändler "berät" dich? Er will dir ein Auto verkaufen.

Da käme kein Mensch auf die Idee, diesen einen "Berater" zu nennen

Oh doch, sie tragen heutzutage die Bezeichnung Verkaufsberater.

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 Könntet ihr euch vorstellen, dass ihr nicht nur die Überweisung über Online-Banking erledigt, sondern auch kompliziertere Themen wie z.B. Anlageberatung oder Finanzierungen über das Internet abwickelt?

Dies kann nur einer tun, der sich auch damit auskennt und bereit ist für eine Fehl-Entscheidung auch die Verantwortung zu tragen.

In 90 % der Fälle geht dies schief und meist kommt dann das Erwachen im Leistungs- oder Schadensfall.  Oft ist man danach auch ruiniert und verliert sein sämtliches Hab und Gut.

 Würdet ihr dann erst Informationen sammeln, aber zum Abschluss dann doch das persönliche Gespräch suchen?

Dies empfehle ich jedem Unkundigen, der sich nicht mit den Vertragsbedingungen und auch nicht mit den entsprechenden Gesetzen auskennt. Denn wenn die Verträge durch den Vermittler beantragt werden, übernimmt auch dieser den größten Teil der Verantwortung und somit auch die Haftung bei einem Beratungsfehler.

Gruß N.U.

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Ich lasse mich gern vor Ort beraten. Besonders wenn es um meine Geldanlage geht. Im Internet weiß man nie ob noch ein 3. mit an den Gespräch beteiligt ist.

Über das Internet sicherlich möglich in nächster Zeit. Aber komplizierter.

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Ich ärgere mich schon seit langem über Kreditinstitute, die über z. B. Facebook werben! Dumme und naive Menschen fallen auf diese Masche auch noch rein. Da werden Kreditkarten angeboten (auch ohne Schufa) für die im Endeffekt 16,9 % Zinsen und bei jeder Bargeldabhebung am Automaten 3 % Gebühren berechnet werden! Aber auch bei Geldanlagen würde ich immer einen persönlichen Kontakt zum Fachmann vorziehen! Sicher kann man sich im Vorwege oneline erkundigen und Vergleichsangebote einholen, aber es ersetzt nicht die persönliche Beratung! Hierfür würde ich auch zunächst einen Termin bei meiner Hausbank machen; denn es sollte schon auch eine Person und eine Bank meines Vertrauens sein! Dennoch ist Vorsicht geboten, denn leider ist es so, dass viele Anbieter in erster Linie ihren eigenen Profit bei Geldanlagen sehen!

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und wird das Netz kurz- oder langfristig - auch Beratungen jeglicher Art ersetzen?

Ohne künstliche Intelligenz schwer vorstellbar, da manche Sachverhalte, vor allem in der Finanzdienstleistung extrem komplex und individuell sind.

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Beratung bei der Bank?


Beratung bei Telekom.shops?


Beratung bei Versicherungen?

usw. usw. usw.

Das gab es früher mal, heute ist es nur noch schlechter, hässlicher Schein.

Schon lange sind diese Unternehmen keine Berater mehr. Sie nennen sich leider nur hartnäckig noch so, obwohl längst klar sein sollte, dass diese Typen nicht kundenorientiert beraten, sondern nur ihren eigenen Profit im Auge haben.

Auf diese Profiteure sollte man besser verzichten.

Wer heute etwas wissen will, sollte sich im Verwandten-, Bekannten- und Freundeskreis umhören, sich bei VZ, in entsprechenden Zeitschriften und auch im Internet informieren und sich dann ein eigenes, informiertes Urteil bilden.

Es ist auch heute schon so, dass immer weniger Menschen die Banken persönlich nutzen. Das haben die Banken erkannt und ihre Filialen auch entsprechend umgebaut, angepasst und das Filialnetz zusammengestrichen.

Die Banken und all die anderen haben sich mit ihrer Profitgier und mangelhaften Beratung selber ins Bein geschossen.

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Ist die Beratung bei einer Bank aus der Mode gekommen?
 

Wußte gar nicht, dass die jemals beraten haben... die verkaufen doch nur, was der "Boss" bzw. Filialleiter ihnen für die Woche vorgibt zu verkaufen um ihren Bonus zu erfüllen, oder nicht???

Hat mit echter Beratung eigentlich nichts zu tun...

Gruß siola55

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Kommentar von steffamv
11.09.2016, 22:22

Jetzt das große ABER.

Was ist, wenn mir mein Bankberater mir was empfiehlt und es gut ist?

Soll ich dann nein sagen, nur weil er mir somit etwas 'verkauft' und er davon was hat?

Oder verfügst du über das Wissen dass alle Bankprodukte schlecht sind und dir, sowie mir Schaden zufügt? 

Deswegen finde ich deine Aussage ziemlich überheblich.

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Mit Sicherheit ist das Bankensystem im Umbruch bzw. in einer Krise. Frueher ging man, wenn man eine Finanzierung benoetigte zur oertliche Bankniederlasung. Da kannte man sich, konnte den ordnungsgemaessen Ablauf auf dem Bankkonto nachvollziehen, man kannte Einkommen und den soliden Arbeitsvertrag.

Heute muss ein  - offenbar vom obersten Boss der Bank erarbeitetes Formular - per Internet ausgefuellt werden. Spezifische evtl. private Einzelheiten, weshalb jemand in einer finanziellen Klemme steckt und einen Kredit benoetigt,  werden ueberhaupt nicht beruecksichtigt. Die Entscheidung trifft dann ein Computer, dem man diese Details eingibt.

Merke. Die Bank gibt dir heute einen Kredit von 10.000 Euro, wenn du eine Sicherheit von 20.000 Euro hinterlegen kannst.




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Kommentar von pluggy
17.06.2016, 16:48

Hab eins vergessen. Die Banken machen heute ihren Profit durch die Provisionen bei Spekulations-Boersen-Verkaeufen und Unternehmens-Uebernahmen der Millionaere und Billiardaere. Da interessiert die so ein Kleinkredit von Liesschen Mueller, die sich eine neue Kueche kaufen moechte,  doch ueberhaupt nicht.

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Kommentar von DerHans
18.06.2016, 12:14

Genau diese Gespräche zwischenmenschlicher Art will ja die Leitung vermeiden. Der Bankmitarbeiter kostet Geld . 

Seine Zeit soll Geld einbringen, nicht kosten.

Genau deswegen enthalten alle NEUEN Vertrage ja eine "erfolgsabhängige" Komponente

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ich gehe am liebsten zum bankbeamten meines vertrauens.

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Meine Antwort findest Du als Kommentar zur Antwort von @jsch1964.

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