Ist die Ausbildung zum Rechtspfleger/-in vor dem Jura Studium sinnvoll?

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5 Antworten

Klare Antwort: nein, das halte ich nicht für sinnvoll.

Rechtspfleger/in wird man durch ein duales Studium, mit dem Ziel, den gehobenen Dienst an einem Gericht anzutreten. Zumindest in NRW ist dazu ein Abischnitt im Einserbereich nötig und es gibt viel weniger Studienplätze als an Universitäten. Mehrere Jahre Lernen sind ebenfalls notwendig, um es zu schaffen. Ein Rechtspfleger arbeitet ausschließlich in Gerichten und übernimmt heutzutage viele Bereiche, die früher von Richtern ausgeübt wurden. Es ist keineswegs leichter als ein Jurastudium und keine Ausbildung im klassischen Sinn.

Ein Jurastudium kann man auch mit einem Abischnitt von 2,0 oder schlechter beginnen, je nach Bundesland und Uni.

Wenn du nach dem Abi eine Ausbildung machen möchtest, die etwas mit juristischen Schwerpunkten zu tun hat, dann eher Rechtsanwaltfachangestellte... und wenn ein späteres Jurastudium nicht erfolgreich abgeschlossen wird, kannst du immer noch in den erlernten Beruf zurück.

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Kommentar von Evafleur
11.10.2016, 00:27

Danke für diese sehr ausführliche Antwort😊ich habe mich sehr gefreut.

Rechtsanwaltsfachangestellte war auch meine erste Wahl der Ausbildung, nur habe ich mich bereits mit einem fertigen Juristen darüber unterhalten und dieser hat mir von dieser Ausbildung abgeraten, da man daraus angeblich wohl überhaupt gar keinen fachlichen Vorteil gewinnen kann.So kam ich auf Rechtspflegerin und da der Abischnitt kein Problem darstellen sollte und ich mir zudem auch gut vorstellen kann nach dem Jura Studium Richterin oder Staatsanwältin zu werden (natürlich vorausgesetzt ich schaffe die Examen mit Prädikat,was man ja jetzt noch nicht vorhersehen kann)hatte ich gedacht wäre es gar nicht so schlecht schon vorher im Gericht zu arbeiten.

Hätten sie denn noch andere Vorschläge für eine Ausbildung mit der man mehr im Jura Studium anfangen kann?

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Es ist ein Studium und du bist dabei und danach verbeamtet und eine gewisse Zeit an den Dienstherren gebunden, wenn du die Bezüge nicht zurückzahlen willst. Es empfiehlt sich also eine Ausbildung, wenn du etwas davor machen willst, da du damit ungebundener bist.

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Es hat mit dem Studium etwas zu tun und die Idee vorher eine Ausbildung zu machen, finde ich auch gut.

Ob es dir für dein Studium etwas bringt? Naja, etwas Fachwissen schon, aber leider ist das Examen einfach anders aufgebaut als Praxiswissen, daher tust du dir bei den Prüfungen kein bisschen leichter.

Aber du hast den Vorteil, dass du im Falle eines Studienabbruchs immer etwas hast, auf das du zurückfallen kannst. Also ist es alles in allem schon sinnvoll.

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Kommentar von Evafleur
10.10.2016, 23:15

Danke für deine Antwort, das mir dem Studienabrruch war genau mein Gedanke.Zudem glaube ich das es einem vielleicht auch mental hilft, wenn man vor dem Examen weiß das wenn man es nicht schafft ,man wenigstens noch eine andere Möglichkeit hat.👍

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Es macht nicht wirklich Sinn. Du müsstest  überhaupt genommen werden, dann 3 1/2 jahre studieren und bestehen was auch nicht unbedingt leichter ist als ein Jurastudium. Dazu kommt, dass Du Beamter auf Widerruf wärst und ca. 1000 EUR im Monat Anwärterbezüge beziehen würdest. Nimmst Du nach dem Studium eine Dir angebotene Übernahme nicht an, weil Du Jura studieren willst, müsstest Du die 3 1/2 Jahre Bezüge in den mir bekannten Bundesländern ganz oder anteilig zurückzahlen (oder studieren, Rückzahlung aussetzen lassen und nach dem 2. Staatsexamen eine Übernahme im Staatsdienst anstreben). Erst nach 5 Jahren könntest Du ohne Rückzahlung gehen.

Inhaltlich bringt es Dir nur ein bisschen was. Du lernst halt den juristischen Gutachtenstil und ein paar grundlegende Dinge, die dir im Jurastudium vielleich im 1. oder 2. Semster noch einen Vorteil bringen und hast evtl. die Möglichkeit 1-2 Scheine anerkennen zu lassen. Danach is aber Ende im Gelände und Du bist auf dem selben Stand wie der Rest auch. Inhaltlich unterscheiden sich die Studien halt dahingehend, dass das was im Rechtspflegerstudium elementar ist, im Jurastudium meist nur in den Wahlkursen dran kommt. Dagegen vernachlässigt das Rechtspflegerstudium halt für Volljuristen grundlegende Gebiete.

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du machst vermutlich nächstes jahr abi, korrekt? dann hast du vermutlich noch genug zeit, dich vllt in der juristischen studienberatung beratschlagen zu lassen; ich hörte nur, dass man im jurastudium sauviel büffeln muss


upssssssss...du bist ja erst 14... vergiss alles und konzentriere dich auf die schule


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Kommentar von Evafleur
10.10.2016, 23:22

Ja ich bin erst 14 Jahre alt und habe daher noch reichlich Zeit bis zur endgültigen Entscheidung,trotzdem denke ich ist es nie zu früh darüber nachzudenken was man das restliche Leben machen möchte.Zudem habe Ich bereits 2 Praktikas in Kanzleien und Gerichten gemacht und überlege noch eins zumachen und halt am liebsten da wo ich mir auch eine Ausbildung vorstellen könnte.Und natürlich konzentriere ich mich voll und ganz auf die Schule und weiß auch das diese an erster Stelle stehen sollte.👍

Trotzdem bedanke ich mich für deine Antwort und werde diese vielleicht bei besagter Zeit berücksichtigen.😊

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