Ist die 2. Miete, nämlich die nachträgl. Nebenkostenabr. des Vermieters ein zu berücksichtigender umlagefähiger Faktor für den Selbstbehalt beim Kindunterhalt?

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4 Antworten

Im Selbstbehalt ist für die Wohnkosten des Unterhaltspflichtigen eine Pauschale veranschlagt.

Ob er/sie diese Pauschale tatsächlich ausschöpft... oder ggf. eine Miete unterhalb der Pauschale anmietet, bleibt dem Unterhaltspflichtigen selbst überlassen - er ist über seine Wohnkosten nicht Rechenschaft pflichtig. 

Nur, wenn seine tatsächlichen Wohnkosten oberhalb der Pauschale liegen, weil es nachweislich keinen preiswerteren angemessenen Wohnraum gibt, könnte sein Selbstbehalt entsprechend angehoben werden. Dann wären die Mietkosten aber nachzuweisen - und nur dann würden mögliche Nebenkostenrückerstattungen angerechnet werden.

Solange der Unterhaltspflichtige aber keine erhöhten Mietkosten geltend macht, können mögliche Nebenkosten-Rückerstattungen nicht angerechnet werden.... - Sie zählen dann nicht zu den Einnahmen, die seinem "unterhaltsrelevanten Einkommen" hinzugerechnet werden können, wie hingegen z.B. mögliche Steuerrückerstattungen...

n< gut, für 380 € wirste so schnell garantiert nichts finden... klar, auf `nem Campingplatz ist vielleicht noch eine Parzelle frei...

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@bachforelle49

Dein Kommentar steht zwar in keinem Zusammenhang zu deiner Frage....., aber selbst in einer Großstadt gibt es kleine Wohnungen für diesen Mietpreis (warm!) - und das weiß ich aus eigener Erfahrung.....

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@DFgen

komische Erfahrung, wenn alle Welt nichts findet, weil nicht mehr bezahlbar und in der Zeitung auch kaum mehr was drinsteht (1 Zimmer)... total widersprüchlich - aber ok, so wird wenigstens der Schein gewahrt..

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nein natürlich nicht. im selbstbehalt sind die pauschalen mietkosten enthalten. schulden, nachforderungen aus nebenkosten etc, sind sachen die der unterhatlspflichtige aus dem selbstbehalt finanzieren muss. reicht der nicht aus, muss geschaut werden ob alg2 beantragt werden kann. der unterhalt für das kind wird dann einkommensmindernd gerechnet.

der Gesetzgeber spricht von 380 €  Miete und 500 € Lebensunterhalt - das macht 880 € Selbstbehalt, wenn du erwerbslos bist, ansonsten 1080 €, wenn du erwerbstätig bist..

für die Unterhaltberechnung werden die Einnahmen herangezogen, aber, was meist verschwiegen wird, weil nicht gefragt, hat Ersterer natürlich idR auch einen eigenen Haushalt, das bedeutet Miete und mehr

wenn die Miete über 380 € brutto liegt, also lt. Mietvertrag, z.B. 450 € brutto, dann erhöht sich der sogenannte Selbstbehalt um 70 €, also beträgt er dann 950 € bei Nichterwerbstätigkeit, weil dir 500 € zum Lebensunterhalt verbleiben müssen! Hier spricht der GG umlagefähigen Kosten zum Lebensunterhalt

Außerdem gilt es, den letzten Steuerbescheid vorzulegen, weil es auch hier eine Ungereimtheit gibt, wenn nämlich der Unterhaltspflichtige Steuern (nach)zahlen muß, weil er die Unterhaltszahlungen nicht absetzen kann, gleichzeitig aber als Single eingestuft wird... (!!) (im Falle einer Trennung..)

dieser Steuerbetrag erhöht auch anteilig mtl. den Selbstbehalt, weil andersrum Frau ja schon vom Freibetrag des Kindes profitiert (hat) und somit gar keine Steuern mehr nachzuzahlen braucht. Auch das wird gerne verschwiegen, daß Papa nämlich keinen Freibetrag mehr hat außer eben den eines stinknormalen Singles ohne Kinder...

die Finanzämter pennen da, wenn sie die Singles mit unterhaltspflichtigen Vätern gleichsetzen, denn während genannte Singles mit ihrem Geld, welches über dem Freibetrag liegt, in Urlaub fahren (können), müssen Papas das gleiche Geld als Unterhalt zahlen -


 

Nein, der Unterhaltsschuldner kann sich eine günstigere Wohnung suchen und kann weniger verbrauchen.

so ein Quatsch! Du hast wie üblich keine Ahnung vom Leben und vom Alltag in der Stadt.. also halt den M++nd, wenn du keine Ahnung hast! (oder hast du noch nie gehört, daß es nichts mehr gibt?) solche Antwort gibt nur jemand, der selbst keine Kinder und keine Familie hat...

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@bachforelle49

Ich habe 4 Kinder und wohne in der Stadt.

Doch, selbstredend kann man für 360€ etwas finden. In München wird das dann halt ein WG-Zimmer, das abgelegen liegt, sein.

Und ja, ich habe noch lange nach meiner Hochzeit mit Kindern in einer großen WG gelebt.

Meine Schwester macht das mit ihren Kindern heute noch.

Da spart man ordentlich.

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@Menuett

.. ja, dann zieh`mal in `ne WG und geh`mit gutem Beispiel voran... grad München, das sollteste eigentlich besser wissen - aber das wirst auch du spätestens dann merken, wenn deine Kinder fürs Studieren nun wirklich `ne  Bude brauchen... spar schon mal...

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@bachforelle49

Eines meiner Kinder hat bereits fertig studiert, das andere ist gerade dabei.

Ein Kinder einer meiner Schwester studiert in München.

Nö, Deine Ausrede zieht nicht.

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